News und Termine

Hiatus beim SRF: Schweizer Temperaturen und Niederschläge der letzten 14 Jahre ohne Trend

Auf EIKE haben sich Stefan Kämpfe und Josef Kowatsch die deutschen Mai-Temperaturen näher angeschaut:

Der Wonnemonat Mai: Wo ist die Erwärmung?
Auch in diesem Jahr wurde der „Wonnemonat“ seinem Namen keinesfalls immer gerecht. Regen- und Graupelschauer bei schneidend kaltem Wind im Flachland, auf den Mittelgebirgsgipfeln sogar noch Schneeflocken, dazu in Süddeutschland zu trüb und gebietsweise sehr nass – erst nach den Pfingsttagen wurde es zeitweise wieder warm. Und wie haben sich die Mai- Werte der letzten Jahrzehnte entwickelt?

Der Mai wird wieder kälter, der Frühling kommt später als noch vor 20 Jahren und die Eisheiligen in der Monatsmitte sind wieder deutlich wahrnehmbar. Auch der Mai 2016 hat diesen Trend zur Abkühlung trotz einiger sehr warmer Tage nach der Monatsmitte nicht aufhalten können. Betrachten wir zunächst den Mai in den letzten 100 Jahren:

 

Weiterlesen auf EIKE.

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Und wie sieht es in der Schweiz aus? SRF hat die Trends der letzten 14 Jahre bei den Mai- und Juni-Temperaturen sowie den Niederschlägen für 6 Stationen  zusammengefasst. Klares Ergebnis: Kein Trend. Wenn man genau hinschaut, sieht man sogar eine leichte Abkühlung. Das hat SRF natürlich nicht geschrieben und vergleicht lieber mit einem schön kühlen Vergleichszeitraum 1961 bis 1990. Toller Trick. Bei den Niederschlägen und Trockenperioden ist ebenfalls kein signifikanter Trend erkennbar. Dies räumt SRF im Text dann aber wenigstens offen ein.

Peinlich, zwei Tage zuvor, am 9. Juni 2016, hatte Felix Blumer beim SRF noch kräftig in das klimaalarmistische Horn geblasen. Bei den Niederschlägen legt er einen schlimmen Eiertanz hin, der durch den Nachfolgebeitrag vom 11. Juni 2016 fast vollständig widerlegt wird. Vielleicht sollte Blumer mal mit seinen Redaktionkollegen sprechen, bevor er seine heißfeucht-schaurigen Texte zusammenzimmert.

 

 

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Wie hoch sind die sozialen Kosten von CO2? In früheren Berechnungen wurden stark überhöhte CO2-Klimasensitivitäten verwendet, was zu erschreckend hohen CO2-Kosten führte. Ross McKittrick hat die Rechnungen nun unter Verwendung realistischerer Klimasensitivitätswerte aktualisiert. Das Ergebnis ist aufsehenerregend: Die sozialen CO2-Kosten stellen sich nun stark erniedrigt dar, in einigen Modellen sind sie sogar negativ. Was nun?

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Am 13. Juni 2016 beging die Financial Post die Schrott-Wissenschaft-Woche:

Junk Science Week: Science is on the verge of a nervous breakdown
Welcome to FP Comment’s 18th annual Junk Science Week, dedicated to exposing the scientists, NGOs, activists, politicians, journalists, media outlets, cranks and quacks who manipulate science data to achieve their objectives. Our standard definition over the years has been this: junk science occurs when scientific facts are distorted, risk is exaggerated and the science adapted and warped by politics and ideology to serve another agenda.

Weiterlesen in der Financial Post

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Kalte-Sonne-Leser wissen es bereits: Der ozeanische Wärmeinhalt des Nordatlantiks befindet sich im Sturzflug. Ein unerwarteter Absturz? Die Zyklen lassen grüßen.

 

Abbildung: Ozeanische Wärmeinhalt (OHC) des Nordatlantiks während der vergangenen 60 Jahre. Aus Climate4you. Übernommen von Paul Homewood.

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Im australischen Tasmanien ist es zu schweren Überschwemmungen gekommen, was schwere Schäden zur Folge hatte. Nun kam Ungeheuerliches heraus: Die lokale tasmanische Wasserkraftbehörde hatte kurz zuvor die Wolken geimpft, was die Schwere der Regenfälle möglicherweise verstärkt hat. JoNova schilderte den seltsamen Fall in ihrem Blog.

 

Die Entzauberung der Energiewende

Es läuft nicht gut für die merkelsche Energiewende. Wäre das Thema nicht so ernst, könnte man schon fast Gefallen an der unterhaltsamen Seifenoper finden. Was wird wohl als Nächstes passieren? Der Blick von außen ist manchmal erhellend. Im Ausland verfolgte man die Energiewende zunächst mit großen Erwartungen. Ob die Deutschen das schaffen werden? Wer könnte solch eine komplizierte und teure Energie-Transformation hinbekommen, wenn nicht die Tüftler zwischen Flensburg und Berchtesgaden? Nun ist das gewagte Experiment jedoch ins Wanken geraten. In der Schweiz schaut man mittlerweile eher mitleidig auf seine nördliche Nachbarn. Die Neue Zürcher Zeitung nahm am 15. Juni 2016 kein Blatt vor den Mund:

Berlins Jahrhundertprojekt in Schieflage: Die Entzauberung der Energiewende
Berlin ist stolz, dass stets mehr Strom aus Wind und Sonne kommt. Die Erfolgsmeldungen wirken aber eher wie Durchhalteparolen. In der Diskussion über die Energiewende dominieren Illusionen und Mythen.
Die «Energiewende» ist Deutschlands Jahrhundertprojekt. Der federführende Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel verkündete kürzlich, die Energiewende sei geschafft und unumkehrbar. Doch die Euphorie ist verflogen. Kürzlich malte der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie, Michael Vassiliadis, das Bild einer «High-End-Version der DDR-Planwirtschaft» an die Wand, wenn der Staat in immer mehr Bereiche eingreife, um bis 2050 eine «treibhausneutrale Gesellschaft» zu organisieren.

Weiterlesen in der Neuen Zürcher Zeitung

Eine Woche später erklärte Daniel Wetzel in der Welt den Energiewenden-Wahnsinn in drastischen Worten:

Die absurden Auswüchse des Klimaschutzes
Greenpeace enthüllt in einer Studie, was das Weltklima-Abkommen von Paris für die Menschen bedeutet. Wird es umgesetzt, wird Deutschland schon in wenigen Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sein.
Als sich im Dezember vergangenen Jahres die Vertreter von 195 Staaten in Paris auf ein neues Weltklima-Abkommen einigten, war der Jubel groß. Viele Umweltpolitiker hatten Tränen in den Augen, als die Weltgemeinschaft beschloss, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Nur: Was zur Erreichung dieses Ziels notwendig sein würde, war vielen wohl selbst im April dieses Jahres noch nicht klar, als die ersten 170 Staatsvertreter, unter ihnen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), den Klimavertrag im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York unterzeichneten. Das Papier sieht immerhin die “Dekarbonisierung” der Welt vor – also das Ende aller Emissionen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Das ist gleichzusetzen mit dem Ende aller Verbrennungsprozesse in Motoren, Heizungskesseln und Kraftwerken – denn dort entsteht das CO2.

Weiterlesen in der Welt.

Am 14. Juni 2016 hatte sogar der ansonsten so klimakämpferische Focus Bedenken von Florian Asche zugelassen:

Klimaschutz-Paradox. Kommentar:
Energiewende richtet größeren Schaden an als die Klimaveränderung

Die Energiewende soll unseren Planeten retten. Dafür werden keine Kosten und Mühen gescheut. Doch der gute Wille verpufft, wenn wir dabei den Ursprungsgedanken überrennen, meint FOCUS-Online-Experte Florian Asche. Die Politik scheint dieses Paradoxon zu ignorieren. [...]

Eine Rettung, die keine ist

Mit fieberhaftem Blick tritt beispielsweise der frühere Bremer Umweltsenator Ralf Fücks auf einem Umweltsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung auf. Für die Heinrich-Böll-Stiftung erklärt er apodiktisch: „Wenn die Energiewende nicht vollzogen wird, dann steht uns ein Artensterben von historischen Ausmaßen vor.“ Dazu ist Fücks bereit, auch Windernergie in Wäldern zu fördern und damit die letzten intakten Habitate zu opfern. „Der Wald“, meint Fücks, ist doch meistens ohnehin nur ein reiner Altersklassenbestand ohne Naturwert“. Dass nach den Feststellungen des Weltklimarates (IPCC) bisher keine einzige Art klimabedingt ausgestorben ist, verschweigt er wohlweislich. Doch auch ihm ist es ein wenig unwohl, als der Zoologe Josef Reichholf erwidert: „Ökologisch gesehen sind Warmzeiten regelmäßig viel artenreicher als die Kaltzeiten, in deren Ausgangsphase wir uns gerade befinden.“ Fücks verlässt darauf hin unter Verweis auf dringenden Termindruck die Veranstaltung.

Selbstmord aus Angst vor dem Tod

Aktuell ist es nicht die Klimaveränderung, sondern vielmehr der ungeplante Klimaschutz, der unser Artenspektrum bedroht. So schätzt die Deutsche Wildtier Stiftung, dass pro Jahr allein eine Viertelmillion streng geschützter Fledermäuse durch Windenergieanlagen verloren geht. Der Rotmilan, eine nur in Deutschland vorkommende Art, hat einen Gesamtbestand von 13.000 Vögeln. Bei einem Jahresverlust von 1000 Individuen werden die Tage dieser Art bald gezählt sein.

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Auch im Spiegel erntet die deutsche Regierung nur Spott:

Energiewende: Kein Anschluss unter dieser Merkel
Als die Schildbürger bemerkten, dass sie beim Bau ihres neuen Rathauses die Fenster vergessen hatten, kamen sie bekanntlich auf die Idee, das Sonnenlicht in Eimern hineinzutragen. Diese Art von Optimismus legen derzeit auch die Architekten der deutschen Energiewende an den Tag, wie sich einem aktuellen Bericht der Bundesnetzagentur entnehmen lässt. Während ständig neue Windräder und Solaranlagen aufgestellt werden, fehlt es demnach fast überall an Kabeln, um den Strom dorthin zu leiten, wo er womöglich gebraucht würde. Laut Bericht müssten insgesamt 6100 Kilometer an neuen Stromleitungen gezogen werden. Das entspricht ungefähr der Strecke zwischen Frankfurt und New York. Von den Behörden genehmigt sind derzeit aber nur 350 Kilometer, also etwa die Distanz zwischen Frankfurt und Hannover. Und tatsächlich gebaut wurden im ersten Quartal 2016 gerade mal sechs Kilometer. Das reichte nicht einmal vom Frankfurter Hauptbahnhof bis zum Flughafen.

Weiterlesen im Spiegel

Der Deutsche Arbeitgeberverband (DAV) verriet, dass es am 30. Mai 2016 ein teures Muttertagsgeschenk gegeben hat:

Am Muttertag in 7 Stunden 21 Millionen Euro verschenkt: Mehr Sozialismus geht nicht mehr

21,3 Millionen Euro hat uns der Spaß gekostet, nein, nicht die Geschenke am Muttertag, die an die Mütter gingen, sondern an diejenigen, die so nett waren, unseren überflüssigen Strom abzunehmen. Jener Sonntag, der 8. Mai 2016, zeigte sich als schöner Tag mit blauem Himmel, viel Sonne und vor allem an den Küsten viel Wind. Ein Tag so recht nach dem Geschmack gutgläubiger Grüner: Die Photozellen auf den Dächern brutzelten und erzeugten Strom in rauen Mengen, die Windräder brummten und pumpten ihren Strom in die Netze, und die Biomasseanlagen müffelten vor sich hin und erzeugten aus aufwendig und energieintensiv in Monokulturen angebautem Mais Strom.

Ja geht doch! Konnten die Grünen rufen; Sonne, Wind und der ganze übrige Kram können Deutschland vollständig mit Strom versorgen. Solche hirnrissigen Gedankensplitter funken grüne Abgeordnete immer wieder in die Landschaft. Wenn man das Geld nicht rechnet, funktioniert das – manchmal. Wie zum Beispiel am Muttertag.

Die irrsinnigen Subventionen lockten sämtliche Glücksritter an wie der Speck die Maden. Mittlerweile sind in Deutschland so viele Photozellen und Windräder aus dem Boden gestampft worden, die mehr Leistung erzeugen können als maximal verbraucht wird, aber nur, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt von der FH Aachen: »Insgesamt sind 85.876 MW Wind- und Solarerzeugungsleistung installiert, das ist deutlich mehr, als der Maximalbedarf für unsere gesamte deutsche Stromversorgung ausmacht.«

Weiterlesen beim Deutschen Arbeitgeberverband

Wie geht es weiter? Die Aussichten sind düster, wie Die Welt am 10. Juni 2016 deutlich machte: (weiterlesen …)

Princeton University findet unerwartete bakterielle Methansenke: Arktische Böden nehmen mehr Methan auf als sie freisetzen

Lange hatte man gefürchtet, der tauende Dauerfrostboden in der Arktis könnte große Mengen an Methan in die Atmosphäre freisetzen, was den Treibhauseffekt anheizt. Umso größer war nun die Überraschung, als eine von der Universität Princeton angeführte Forschergruppe das glatte Gegenteil herausfand. Der allergrößte Teil der Arktis wirkt nämlich offenbar als Methan-Senke, nimmt mehr Methan auf als er abgibt. Erstaunliche 87% aller Arktisböden sind Kohlenstoff-untersättigt. Die Wissenschaftler fanden dort Methan-hungige Bakterien, die nur darauf warten, Methan aufzunehmen und zu absorbieren. Und noch besser: Die Fähigkeit der Bakterien zur Methanaufnahme steigert sich mit zunehmender Temperatur.

Im Folgenden die Pressemitteilung im Blog der Princeton University vom 14. August 2015:

On warmer Earth, most of Arctic may remove, not add, methane

In addition to melting icecaps and imperiled wildlife, a significant concern among scientists is that higher Arctic temperatures brought about by climate change could result in the release of massive amounts of carbon locked in the region’s frozen soil in the form of carbon dioxide and methane. Arctic permafrost is estimated to contain about a trillion tons of carbon, which would potentially accelerate global warming. Carbon emissions in the form of methane have been of particular concern because on a 100-year scale methane is about 25-times more potent than carbon dioxide at trapping heat.

However, new research led by Princeton University researchers and published in The ISME Journal in August suggests that, thanks to methane-hungry bacteria, the majority of Arctic soil might actually be able to absorb methane from the atmosphere rather than release it. Furthermore, that ability seems to become greater as temperatures rise.

The researchers found that Arctic soils containing low carbon content — which make up 87 percent of the soil in permafrost regions globally — not only remove methane from the atmosphere, but also become more efficient as temperatures increase. During a three-year period, a carbon-poor site on Axel Heiberg Island in Canada’s Arctic region consistently took up more methane as the ground temperature rose from 0 to 18 degrees Celsius (32 to 64.4 degrees Fahrenheit). The researchers project that should Arctic temperatures rise by 5 to 15 degrees Celsius over the next 100 years, the methane-absorbing capacity of “carbon-poor” soil could increase by five to 30 times.

The researchers found that this ability stems from an as-yet unknown species of bacteria in carbon-poor Arctic soil that consume methane in the atmosphere. The bacteria are related to a bacterial group known as Upland Soil Cluster Alpha, the dominant methane-consuming bacteria in carbon-poor Arctic soil. The bacteria the researchers studied remove the carbon from methane to produce methanol, a simple alcohol the bacteria process immediately. The carbon is used for growth or respiration, meaning that it either remains in bacterial cells or is released as carbon dioxide.

First author Chui Yim “Maggie” Lau, an associate research scholar in Princeton’s Department of Geosciences, said that although it’s too early to claim that the entire Arctic will be a massive methane “sink” in a warmer world, the study’s results do suggest that the Arctic could help mitigate the warming effect that would be caused by a rising amount of methane in the atmosphere. In immediate terms, climate models that project conditions on a warmer Earth could use this study to more accurately calculate the future methane content of the atmosphere, Lau said.

“At our study sites, we are more confident that these soils will continue to be a sink under future warming. In the future, the Arctic may not have atmospheric methane increase as much as the rest of the world,” Lau said. “We don’t have a direct answer as to whether these Arctic soils will offset global atmospheric methane or not, but they will certainly help the situation.”

The researchers want to study the bacteria’s physiology as well as test the upper temperature threshold and methane concentrations at which they can still efficiently process methane, Lau said. Field observations showed that the bacteria are still effective up to 18 degrees Celsius (64.4 degrees Fahrenheit) and can remove methane down to one-quarter of the methane level in the atmosphere, which is around 0.5 parts-per-million.

“If these bacteria can still work in a future warmer climate and are widespread in other Arctic permafrost areas, maybe they could regulate methane for the whole globe,” Lau said. “These regions may seem isolated from the world, but they may have been doing things to help the world.”

From Princeton, Lau worked with geoscience graduate student and second author Brandon Stackhouse; Nicholas Burton, who received his bachelor’s degree in geosciences in 2013; David Medvigy, an assistant professor of geosciences; and senior author Tullis Onstott, a professor of geosciences. Co-authors on the paper were from the University of Tennessee-Knoxville; the Oak Ridge National Laboratory; McGill University; Laurentian University in Canada; and the University of Texas at Austin.

The research was supported by the U.S. Department of Energy, Office of Science, Office of Biological and Environmental Research (DE-SC0004902); the National Science Foundation (grant no. ARC-0909482); the Canada Foundation for Innovation (grant no. 206704); the Natural Sciences and Engineering Research Council of Canada Discovery Grant Program (grant no. 298520-05); and the Northern Research Supplements Program (grant no. 305490-05)

Read the abstract.

M.C.Y. Lau, B.T. Stackhouse, A.C. Layton, A. Chauhan, T. A. Vishnivetskaya, K. Chourey, J. Ronholm, N.C.S. Mykytczuk, P.C. Bennett, G. Lamarche-Gagnon, N. Burton, W.H. Pollard, C.R. Omelon, D.M. Medvigy, R.L. Hettich, S.M. Pfiffner, L.G. Whyte, and T.C. Onstott. 2015. An active atmospheric methane sink in high Arctic mineral cryosols. The ISME Journal. Article published in print August 2015. DOI:10.1038/ismej.2015.13.

Erstaunlicherweise nahm die deutschsprachige Presse von der wichtigen Studie keine Notiz.

Bereits Ende 2014 hatte eine Gruppe der Universität Kopenhagen um Christian Juncher Jørgensen in Nature Geoscience über ähnliche Methansenken aus Grönland berichtet:

Net regional methane sink in High Arctic soils of northeast Greenland
Arctic tundra soils serve as potentially important but poorly understood sinks of atmospheric methane (CH4), a powerful greenhouse gas1, 2, 3, 4, 5. Numerical simulations project a net increase in methane consumption in soils in high northern latitudes as a consequence of warming in the past few decades3, 6. Advances have been made in quantifying hotspots of methane emissions in Arctic wetlands7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, but the drivers, magnitude, timing and location of methane consumption rates in High Arctic ecosystems are unclear. Here, we present measurements of rates of methane consumption in different vegetation types within the Zackenberg Valley in northeast Greenland over a full growing season. Field measurements show methane uptake in all non-water-saturated landforms studied, with seasonal averages of − 8.3 ± 3.7 μmol CH4 m−2 h−1 in dry tundra and − 3.1 ± 1.6 μmol CH4 m−2 h−1 in moist tundra. The fluxes were sensitive to temperature, with methane uptake increasing with increasing temperatures. We extrapolate our measurements and published measurements from wetlands with the help of remote-sensing land-cover classification using nine Landsat scenes. We conclude that the ice-free area of northeast Greenland acts as a net sink of atmospheric methane, and suggest that this sink will probably be enhanced under future warmer climatic conditions.

Auch hier fiel die mediale Berichterstattung mager aus. Interessanterweise griff jedoch Planet Erde am 21. Juni 2016 im Rahmen einer Konferenzberichterstattung die Ergebnisse der dänischen Arbeitsgruppe auf.

Auch in Alaska sieht die Lage ähnlich aus. Am 1. Juni 2016 veröffentlichte der Geologische Dienst der USA (USGS) eine Studie zum Kohlenstofhaushalt in Alaska. Climate Central berichtete darüber:

Warming Could Boost Carbon Storage in Alaska Forests
Climate change may dramatically increase carbon storage in Alaska’s temperate forests, possibly offsetting the climate impacts of melting permafrost and wildfires, new research from the U.S. Geological Survey shows.

Weiterlesen auf Climate Central

 

Arktische Methanzeitbombe vorerst entschärft? Kein Anstieg der Methanemissionen in Alaska während der letzten 30 Jahre

Man hatte sich sehr große Sorgen gemacht: Im Zuge der Arktiserwärmung könnten große Mengen an Kohlenstoff in Form von Methan aus dem Dauerfrostboden entweichen. Methan ist ein äußerst wirksames Treibhausgas, das die globale Erwärmung dann weiter gesteigert hätte. Angesichts der möglichen Gefahr, machten sich etliche Wissenschaftlergruppen an die Erforschung der vermeintlich tickenden Methanzeitbombe. Die Ergebnisse sind hochinteressant und deuten daraufhin, dass man die Bedrohung wohl zum Glück überschätzt hat.

So gab die American Geophysical Union (AGU) am 22. Juni 2016 eine Pressemitteilung zu einem neuen Paper in den Geophysical Research Letters heraus, das Hoffnung macht. Eine Forschergruppe um Colm Sweeney hatte Luftproben in Alaska über drei Jahrzehnte hinweg ausgewertet und konnte keinen langfristigen Anstieg des Methangehalts feststellen. Aus dem Dauerfrostboden scheinen also keine gesteigerten Mengen an Methan auszugasen, obwohl sich die Region in derselben Zeit spürbar erwärmt hat. Die Wissenschaftler rätseln nun, wohin der Kohlenstoff des tauenden Permafrostbodens denn wirklich entwichen ist. Als Möglichkeiten ziehen Sie CO2-Ausgasung, Abtransport durch Flüsse oder Aufnahme des Kohlenstoffs durch die Vegetation in Betracht.

Im Folgenden die Pressemitteilung der AGU:

Study: As Alaska warms, methane emissions appear stable
Fate of carbon stored in permafrost remains subject of intense research

Analysis of nearly three decades of air samples from Alaska’s North Slope shows little change in long-term methane emissions despite significant Arctic warming over that time period, according to new research published in Geophysical Research Letters, a journal of the American Geophysical Union.

Scientists estimate that Arctic permafrost, a thick layer of frozen soil that encircles the globe, contains two and a half times as much carbon as has been emitted since the dawn of the Industrial Revolution. As the region warms, this carbon will be released from the permafrost’s icy grip. Scientists need to know where that carbon will go and what form it will take. This has become more critical since the Arctic is warming faster than other regions of Earth, with corresponding losses in sea ice coverage. Some models suggest that a portion of that carbon will be released as methane, a potent greenhouse gas that has almost 28 times the warming influence of carbon dioxide over a 100-year timescale.

In the new study, researchers from the Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES) at the University of Colorado Boulder, NOAA, NASA and other university partners examined 29 years of continuous, precision measurements of atmospheric methane and other gases from the NOAA Barrow Atmospheric Baseline Observatory, which is part of NOAA’s Global Greenhouse Gas Reference Network. “There has been a huge increase in Arctic warming, and while we do see spikes in methane due to short-term temperature changes, we’re not seeing a long-term change in methane levels,” said Colm Sweeney, a CIRES scientist working at NOAA’s Earth System Research Laboratory in Boulder and lead author of the new study. But that doesn’t mean thawing permafrost isn’t releasing carbon, Sweeney said. “It’s happening. It just isn’t show ing up as methane.” Arctic permafrost contains an estimated 1,000 gigatons (1,000 billion tons) of carbon. Besides being emitted as methane, carbon stored in thawing permafrost could be released into the atmosphere as carbon dioxide, carried off by meltwater into river systems, or taken up by vegetation as plant communities expand their range.

The team supplemented the continuous measurements from the Barrow observatory with measurements made by a five-year, NASA-led airborne campaign known as CARVE (Carbon in Arctic Reservoirs Vulnerability Experiment), which helped them nail down methane’s seasonal and long-term trends in the region. They saw an uptick in methane levels in late fall and winter, but no long-term signal across Alaska’s North Slope. “Bacteria that produce methane and bacteria that consume methane will both become more active as temperatures get warmer,” said Steven Wofsy of Harvard University and co-author of the study. “Our study suggests that over the past 30 years, these processes have balanced out in the study area.” The researchers conclude that observed short-term methane spikes from the Arctic will likely have little impact on global atmospheric methane levels in the long-term.

This finding is critical to science’s understanding of how the Arctic is responding to the unprecedented disruption of its climate and the degradation of permafrost. The lack of significant long-term trends indicates that processes regulating North Slope methane emissions need more study. With little observed change in methane emissions, researchers are further examining the Barrow observatory’s dataset for signs that the permafrost has been emitting carbon dioxide, by far the most significant of the greenhouse gasses, as it may be more affected by large temperature changes (and by extension, melting permafrost) in the Arctic. The Barrow dataset features in an upcoming paper on Arctic carbon dioxide levels co-authored by Sweeney. Several other research efforts are also examining this hypothesis.

Und hier der Abstract der Studie:

No significant increase in long-term CH4 emissions on North Slope of Alaska despite significant increase in air temperature
Continuous measurements of atmospheric methane (CH4) mole fractions measured by NOAA’s Global Greenhouse Gas Reference Network in Barrow, AK (BRW), show strong enhancements above background values when winds come from the land sector from July to December from 1986 to 2015, indicating that emissions from arctic tundra continue through autumn and into early winter. Twenty-nine years of measurements show little change in seasonal mean land sector CH4 enhancements, despite an increase in annual mean temperatures of 1.2 ± 0.8°C/decade (2σ). The record does reveal small increases in CH4 enhancements in November and December after 2010 due to increased late-season emissions. The lack of significant long-term trends suggests that more complex biogeochemical processes are counteracting the observed short-term (monthly) temperature sensitivity of 5.0 ± 3.6 ppb CH4/°C. Our results suggest that even the observed short-term temperature sensitivity from the Arctic will have little impact on the global atmospheric CH4 budget in the long term if future trajectories evolve with the same temperature sensitivity.

 
Siehe auch unseren früheren Blogartikel "Potsdamer Methan-Klimabombe erweist sich als Blindgänger: Karbonhaushalt in Tundra trotz Klimawandels stabil"

Die Klimarettung segelt unter falscher Flagge

Von Uli Weber

Einstmals segelten Piraten unter falscher Flagge, um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen und sich dann an deren Eigentum zu vergreifen. So funktioniert das heute natürlich nicht mehr, Zitat aus Wikipedia:

Der Ausdruck falsche Flagge ist ein nachrichtendienstlicher, politischer und militärischer Begriff, der ursprünglich aus der Seefahrt stammt … Der tatsächliche Akteur handelt dabei also „unter einer falschen Flagge“, was typischerweise vom gezielten Einsatz von Desinformation begleitet wird und zum Schutz vor der Entdeckung des wahren Urhebers strengster Geheimhaltung unterliegt…“

Durch den gezielten Einsatz von Desinformation geben heute die Opfer also freiwillig ihr Geld ab, beispielsweise um die ganze Welt zu retten. Denn „Klimarettung“ steht heute für alles das, was den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt: Umweltschutz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Und weil es bei der Energiewende ja um „Generationengerechtigkeit“, globale „Klimagerechtigkeit“ und die Rettung der gesamten Menschheit geht, dürfen natürlich weder die wissenschaftlichen Grundlagen noch die wirklichen Motive oder gar das erzielte Ergebnis hinterfragt werden.

Machen wir es trotzdem einfach mal:

Umweltschutz: Mit Windkraftanlagen und Solarparks werden die letzten naturnahen Landschaften in unserm Land zugepflastert. Windkraftanlagen schreddern tausende von Vögel und Fledermäuse und treiben die Anwohner buchstäblich in den Windwahn. Und Solarparks müssen ständig gereinigt und von pflanzlichem Aufwuchs frei gehalten werden, wie immer das auch ökologisch korrekt geschehen mag.
Widerspruch: Die Erzeugung von „erneuerbarer Energie“ geht zu Lasten von Umwelt, Natur und Menschen! Übrigens sind Windkraftanlagen und Solarparks die einzigen Investitionen, mit der sich momentan ohne großes Risiko um die 10 Prozent Verzinsung jährlich erwirtschaften lassen. Und das soll wohl auch so bleiben, man denke nur einmal an die beabsichtigte zusätzliche Förderung von „windschwachen“ Standorten durch das EEG…

Ressourcenschonung: In Ermangelung von Speichern für den Ausgleich der Erzeugungsschwankungen von Grünstrom müssen weiterhin konventionelle Kraftwerke in Größenordnung der Spitzenlast (maximaler Stromverbrauch) vorgehalten werden. Wir werden am Ende also zwei komplette Kraftwerksparks betreiben, die von der Leistung her beide unsere Spitzenlast bedienen könnten – wenn denn der Wind weht und die Sonne scheint. Außerdem erfordert Grünstrom zusätzliche Stromtrassen quer durchs Land, vom Traum eines intelligenten „Smartgrids“ für alle Stromverbraucher einmal ganz abgesehen.
Widerspruch: Die Energiewende erfordert mehr als doppelt so viele Ressourcen, wie wir sie für eine sichere Stromversorgung allein aus konventionellen Quellen benötigen würden!

Nachhaltigkeit: Moderne Kohlekraftwerke sind so ausgelegt, dass sie bei Nennleistung ihren größten Wirkungsgrad erzielen und damit auch den geringsten CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde produzieren. Bei Grünstrom-Überschuss sieht die Sache leider ganz anders aus, da wird unter Teil-Last vermehrt CO2 emittiert, ohne dass der Endkunde diesen Strom verwerten kann. Der produzierte Strom wird vielmehr gegen eine zusätzliche Strafgebühr, für die der Stromkunde ebenfalls aufkommen muss, ins Ausland entsorgt. Kohlekraftwerke können bei Flaute nun einmal nicht mit einem sofortigen Kaltstart reagieren. Unser CO2-Ausstoß sinkt also nicht, sondern unsere alternative Energieerzeugung erfordert weiterhin den Betrieb konventioneller Kraftwerke, schon allein für die Einhaltung der Netzfrequenz, die Grünstrom grundsätzlich nicht gewährleisten kann.
Widerspruch: Der vorgeblichen „Einsparung von CO2“ mittels „Energiewende“ und EEG zwecks Rettung des Weltklimas stehen trotz ungeheurer Kosten für die „nicht privilegierten“ EEG-Endverbraucher und unabsehbaren ökologischen Schäden an naturnahen Lebensräumen auch in Zukunft keinerlei CO2-Einsparungen gegenüber.

Durch den gezielten Einsatz von Desinformation über das natürliche Klimageschehen und die physikalischen Grundlagen der Energieerzeugung bezahlen wir also in einem völlig sinnlosen Ablasshandel sehr viel Geld für vorgeblichen “Klimaschutz“. Aber wegen des dauerhaft notwendigen Parallelbetriebs von konventionellen „Schattenkraftwerken“ ist eine CO2-Reduzierung in der Energieerzeugung überhaupt nicht möglich.

Mit dem falschen Argument einer angeblich notwendigen „Klimarettung“ richten wir also unsere Umwelt und unsere wirtschaftlichen Ressourcen sinnlos zu Grunde und gefährden damit nicht nur nachhaltig unseren eigenen Lebensstandard, sondern auch den der nachfolgenden Generationen…

Uli Weber ist Autor des Buches Klimahysterie ist keine Lösung.

 

Geomar: Einfluss schmelzender Grönlandgletscher auf Golfstrom geringer als befürchtet

Pressemitteilung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel vom 20. Juni 2016:

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Atempause für den Golfstrom
Kieler Meeresforscher berechnen den Weg des grönländischen Schmelzwassers

Der Salzgehalt in den Gewässern um Grönland spielt eine große Rolle für den Antrieb des Golfstroms im Nordatlantik. Deshalb gibt es Befürchtungen, dass Süßwasser aus dem schmelzenden grönländischen Inlandeis das Strömungssystem beeinflussen und abschwächen könnte. Neue Modellrechnungen einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt aber ergeben, dass große Teile des Süßwassers entlang der kanadischen Küste nach Süden abtransportiert werden und die Abschwächung des Golfstroms so hinauszögern. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience.

Die Gletscher auf Grönland schmelzen. Nach Berechnungen britischer Eisforscher hat sich die in den Nordatlantik abfließende Wassermenge seit 1990 um etwa 50 Prozent erhöht. Aufgrund der verstärkten sommerlichen Eisschmelze und mit von Gletschern abgebrochenen Eisbergen sind seitdem mehr als 5000 Kubikkilometer Wasser zusätzlich ins Meer geflossen. Das entspricht immerhin einem Viertel des Volumens der Ostsee. Der Verbleib dieses Süßwassers war bislang unklar. Er ist aber von großer Bedeutung für das weltweite System der Meeresströmungen, zu dem auch der Golfstrom gehört. Denn neben dem Wind ist insbesondere die Dichte des Meerwassers im Nordatlantik für das Stromsystem von besonderer Bedeutung – und der Salzgehalt ist dabei ein entscheidender Faktor. Seit einigen Jahren wird diskutiert, ob der Zustrom von Süßwasser aus dem schmelzenden Grönlandeis die Wasserdichte im Nordatlantik so weit verringern kann, dass sich der Golfstrom zumindest teilweise abschwächen könnte.

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat jetzt mit einem am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel neu entwickelten Computermodell die Ausbreitungswege und Auswirkungen des Schmelzwassers detailliert simuliert. „Die Einflüsse der schmelzenden Grönlandgletscher bleiben zunächst geringer als befürchtet, da ein großer Teil des Schmelzwassers entlang des amerikanischen Kontinents nach Süden abfließt und damit Veränderungen in den kritischen Bereichen des Nordatlantiks verzögert werden“, fasst Prof. Dr. Claus Böning vom GEOMAR die Ergebnisse zusammen. Er ist Erstautor der Studie, die heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience erscheint.

Das Kieler Computermodell berücksichtigt die regional sehr unterschiedlichen grönländischen Wasserabflüsse sowie sehr feine Details der Meeresströmungen. Präziser als bisher konnten die Forscher die Einflüsse erfassen, die kleinräumige Strömungswirbel auf den Wasseraustausch zwischen den flachen grönländischen Küstenmeeren und dem tiefen Ozean haben.

Die Modellrechnungen zeigten, dass mehr als die Hälfte des Schmelzwassers mit dem Labradorstrom entlang der kanadischen Küste nach Süden transportiert wird. Weniger als 20 Prozent verbleiben in der für den Golfstrom kritischen Region zwischen Grönland und Labrador. Die dadurch bedingte Abnahme des Salzgehalts ist damit nur etwa halb so groß wie die in den vergangenen Jahrzehnten gemessenen natürlichen Schwankungen.

Allerdings zeigt die Simulation auch eine steigende Tendenz der Aussüßung des Meerwassers. „Wenn wir den gegenwärtigen Anstieg der grönländischen Schmelzraten in die Zukunft projizieren, lassen unsere Berechnungen in zwei bis drei Jahrzehnten erste merkliche Veränderungen in der Labradorsee erwarten“, betont Professor Böning, „unsere Studie zeigt also nur eine Galgenfrist für den Golfstrom.“

Wie sich die weiter zunehmende Schmelzwasserzufuhr zukünftig auf das Golfstromsystem auswirken könnte, untersuchen die Kieler Wissenschaftler derzeit gemeinsam mit Ozeanographen und Klimaforschern aus Hamburg und Bremen in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundvorhaben RACE (Regional Atlantic Circulation and Global Change). Ein Schwerpunkt des RACE-Projekts liegt auf der Verknüpfung von Computersimulationen mit verschiedenen Messprogrammen. So sollen die Veränderungen der  Strömungsverhältnisse im Nordatlantik besser bestimmt werden.

Originalarbeit:
Böning, C. W., E. Behrens, A. Biastoch,  K. Getzlaff, J. L.. Bamber (2016): Emerging impact of Greenland meltwater on deepwater formation in the North Atlantic Ocean. Nature Geoscience, http://dx.doi.org/10.1038/ngeo2740

 

Göttinger Solarphysiker Sami Solanki erhält Auszeichnung für ein Gebiet zu dem er seit mehr als 10 Jahren beharrlich schweigt

Der Focus hat sich zu einem echten Klimakomödienblatt entwickelt. Eine ernsthafte Berichterstattung zum Klimawandel kann man dort nicht mehr erwarten. Am 31. Mai 2016 legte der Focus eine neue Episode seiner heiteren Serie auf:

Effekt geklärt. Schlag für Klima-Skeptiker: Forscher klären das Antarktis-Phänomen
Bislang rätselten Klimaforscher, warum sich die Antarktis-Region wesentlich langsamer erwärmt als die Arktis. Nun haben US-Forscher eine Erklärung für das Phänomen gefunden.

Angstschweiß und Zittern bei den Klimaskeptikern. Ist die Klimadiskussion nun beendet? Worum geht es bei dieser angeblich sensationellen Entwicklung?

Forscher haben eine Erklärung dafür gefunden, dass sich die Gewässer um die Antarktis trotz des Klimawandels kaum erwärmen. Meereswirbel um den Kontinent treiben kaltes Wasser aus großer Tiefe nach oben. Das durch die höheren Lufttemperaturen erwärmte Oberflächenwasser wird nach Norden transportiert. In den Gewässern der Antarktis-Region schlage daher ein Klimawandel mitunter erst mit mehreren Jahrhunderten Verzögerung durch, schreibt das Team um Kyle Armour von der University of Washington in Seattle im Fachblatt “Nature Geoscience”.

Der Kern des Artikels beschreibt ein Problem, an dem die Anhänger der Klimakatastrophe schon länger nagen: Die Antarktis will sich einfach nicht erwärmen. Das Meereis erreichte in den letzten Jahren Rekordausbreitungen, das Inlandeis wuchs. Da war guter Rat teuer. Hilfshypothesen mussten her. Nun soll die Antarktis also angeblich mit seiner Erwärmung um “einige Jahrhunderte” hinterherhinken. Eine niedliche Theorie, die vermutlich vor allem den Zweck hat, die Bevölkerung zu beruhigen: Alles gut, alles wie vorhergesagt, leider nur einige Jahrhunderte zu spät. Blöd nur, dass dann keiner mehr von uns am Leben sein wird, wenn die Theorie mit den realen Daten überprüft werden könnte. Das war schon immer die Technik der Weltuntergangsprediger: Das Ereignis möglichst weit in die Zukunft verlegen, damit man lange von der Angst davor profitieren kann. Einfach genial. Geklärt ist damit natürlich nichts, nur behauptet.

 

 

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Der Green Climate Fund der Vereinten Nationen hat ein ernsthaftes Problem: Es gibt einfach zu wenige Projektanmeldungen, um die vorgesehenen zweieinhalb Milliarden Dollar dieses Jahr (2016) zu verteilen. Vielleicht hätten Sie eine Idee und reichen diese noch schnell ein? Vielleicht könnten wir unser Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode wieder an den Start schicken? Mit ein paar hundertmillionen könnten wir das Projekt stark beschleunigen. Langfristig würden wir uns aber wohl den Geldhahn selber abdrehen, falls das Projekt herausbekommen sollte, dass sich die aktuellen Klimaschwankungen gar nicht so sehr von den vorindustriellen unterscheiden.

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Das Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) informierte am 8. Juni 2016 im Rahmen einer Pressemitteilung über die etwas überraschende Auszeichnung eines Mitarbeiters:

Sami K. Solanki gewinnt Medaille für herausragende Wissenschaftler

Prestigeträchtigen Preis für seine Leistungen auf dem Gebiet der Solar-terrestrischen Physik wird an Sami K. Solanki überreicht.

Das „Scientific Committee on Solar-Terrestrial Physics” (SCOSTEP) ist ein internationales Komitee zur Initiierung von Projekten und Programmen, die sowohl regionale Grenzen als auch solche zwischen wissenschaftlichen Disziplinen überspannen. Im zweijährigen Rhythmus verleiht es den „Distinguished Science Award“ an bedeutende Wissenschaftler die sich durch herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Solar-terrestrischen Physik auszeichnen. Heuer wurde Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen, einstimmig als der Empfänger dieses Preises ausgewählt. Dafür ausschlaggebend waren  seine Erfolge in der Erforschung des Einflusses der Sonne auf das Erdklima. Die Medaille wurde ihm am 6. Juni im Rahmen des VarSITI General Symposium in Bulgarien überreicht.

Das Erdklima und seine Veränderung verstehen und modellieren zu können ist von größter Bedeutung für die Menschheit. Für eine verlässliche Vorhersage von Klimaveränderungen ist es aber notwendig, auch den Einfluss der Sonne einzuschätzen. Seit langem weiß man, dass sich die Aktivität der Sonne, die sich unter anderen in der Anzahl der sichtbaren Sonnenflecken zeigt, verändert. Auch die zur Erde ausgesandte Strahlungsmenge ist auf verschiedenen Zeitskalen variabel, die Mechanismen die hinter diesen Veränderungen stehen, waren jedoch lange Zeit unbekannt. Viele Aspekte der Arbeit von Sami Solanki trugen dazu bei, den Antworten auf diese Fragen näher zu kommen.

Es ist richtig, Prof. Solanki hatte in der Tat einmal einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Einflusses der Sonne auf das Erdklima geleistet. Vor mehr als zehn Jahren erklärte er im Rahmen eines Nature Artikels, dass das späte 20. Jahrhundert zu den solar aktivsten Phasen der letzten 10.000 Jahre gehörte. In einer Pressemiteilung der Max-Planck-Gesellschaft hieß es dazu am 27. Oktober 2004:

Die Aktivität der Sonne im Verlauf der letzten 11.400 Jahre, also zurück bis zum Ende der letzten Eiszeit, hat jetzt erstmals eine internationale Forschergruppe um Sami K. Solanki vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung durch Isotopenanalyse von Jahrtausende alten Bäumen und Polareis rekonstruiert. Wie die Wissenschaftler aus Deutschland, Finnland und der Schweiz in der neuen Ausgabe der Zeitschrift “Nature” berichten, muss man über 8.000 Jahre in der Erdgeschichte zurückgehen, bis man einen Zeitraum findet, in dem die Sonne im Mittel ebenso aktiv war wie in den vergangenen 60 Jahren (nature, 28. Oktober 2004). Aus dem Studium früherer Perioden mit hoher Sonnenaktivität sagen die Forscher voraus, dass die gegenwärtig hohe Aktivität der Sonne wahrscheinlich nur noch wenige Jahrzehnte andauern wird.

Danach ließ Solanki ‘das heiße Eisen’ jedoch urplötzlich fallen und schweigt seitdem beharrlich zum klimatischen Einfluss der Sonne. Wurde auf ihn von außen Druck ausgeübt? Weshalb erhält er nun einen Preis für ein Thema, das er seit 12 Jahren nicht mehr ernsthaft bearbeitet? Die politische Sprengkraft von Solankis Ergebnissen ist enorm: Wenn die Sonne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so überaus stark strahlte, könnte dies durchaus einen Beitrag zur parallel beobachteten globalen Klimaerwärmung geleistet haben.

Wie gesagt schweigt sich Solanki hierzu nun eisern aus. Mehr noch, zwischenzeitlich stritt er sogar ab, die Sonnenaktivität könnte in irgendeiner Weise vorhergesagt werden. Damit steht er allerdings allein auf weiter Flur, haben seine Kollegen doch mittlerweile akzeptiert, dass die Sonne in den kommenden Jahrzehnte auf Sparflamme schaltet.

Es ist zutiefst bedauerlich, dass sich Solanki der offenen Diskussion zum solaren Einfluss auf das Klima verschließt. Ist der nun gewonnene Preis vielleicht ein versteckter Dank für das nützliche Schweigen? Oder hat es Solanki einfach mit der Angst bekommen, als er mitbekam, wie Kollegen wie Augusto Mangini oder sogar ein ganzes Team der  Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für politisch unkorrekte Sichtweisen zum Klimawandel karriertechnisch aufs Abstellgleis ausrangiert wurden? Eine undurchsichtige Geschichte mit schalem Beigeschmack.

 

Aufgetaucht aus den Fluten: Lang vergessene historische Fotos lassen Pariser Überschwemmung in anderem Licht erscheinen

Heute ist ein interessanter Tag. Uli Weber hatte kürzlich an dieser Stelle angeregt, den 21. Juni zum Veggie Day für Kohlekraftwerke zu machen. Wäre doch mal spannend zu sehen, wie die Erneuerbaren die Last einen Tag lang alleine stemmen… Noch ist allerdings unklar, wieviele Kohlekraftwerke bei der Aktion mitmachen werden. Warten wir es also ab.

 

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Der Juni bringt Sonne und Wärme, darauf ist in Deutschland Verlass. Die deutsche Monatsdurchschnittstemperatur hat sich dabei in den letzten 85 Jahren kaum verändert, wie die offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes belegen:

Abbildung: Juni-Temperaturentwicklung in Deutschland während der letzten 85 Jahre. Daten: DWD. Graphik: Josef Kowatsch

 

Auffällig ist die kalte Negativspitze in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. In den 2000er dann der warme Ausschlag nach oben. Heute bewegen sich die Temperaturen wieder auf Normalniveau. Natürlich viel zu langweilig, um es in der Zeitung zu schreiben. Im Kalte-Sonne-Blog bekommen Sie zum Glück alle Fakten ungefiltert.

Mit Dank an Josef Kowatsch

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Klimaalarmisten wie Stefan Rahmstorf versuchten kürzlich Kapital aus dem Starkregen in Deutschland zu schlagen. Der Klimawandel führe zu immer mehr extremen Niederschlägen, behaupteten sie forsch. Allerdings sprechen die Fakten eine andere Sprache. Sowohl Deutscher Wetterdienst als auch Umweltbundesamt können keinen statistisch robusten Trend in den deutschen Extremregenfällen feststellen. Dumm gelaufen.

Axel Bojanowski besaß den Mut, auf Spiegel Online auf die Diskrepanz hinzuweisen. Rahmstorf erzürnte sich daraufhin sehr und versuchte gegen die Fakten anzuschreiben. Bojanowski ließ sich jedoch nicht ins Boxhorn jagen und ging auf die Kritik ein. In seinem Blog erwiderte Bojanwoski am 14. Juni 2016:

Erläuterungen zu meiner Kritik an den Aussagen von Experten und Medien zum Starkregen
Vergangene Woche kritisierte ich in einem Artikel Experten und Medien, die behauptet hatten, der Klimawandel würde in Deutschland bereits für mehr Starkregen sorgen. Meine Kritik war simpel: Wetterdaten zeigen keine Zunahme von Tagen mit Starkregen in Deutschland – Experten, die diese Daten verschweigen oder das Gegenteil behaupten, führen Bürger in die Irre, verspielen Vertrauen in die Wissenschaft, machen Wissenschaft obsolet. Ich zitierte Medien, in denen sich Meteorologen und Wissenschaftler irreführend geäußert hatten, denn ich halte die kritische Analyse für die wichtigste Aufgabe von Medien, um Meinungsbildung und Korrekturen zu ermöglichen. Auf Facebook und Twitter und per Leserpost gab es auf meinem Artikel manch kritische Frage, und da ich jetzt diesen Blog habe, kann ich ja gut auf die Einwände antworten:

Kritiker warfen mir vor, die Überschrift wäre zu hart ausgefallen: „Starkregen in Deutschland: Das Unwetter und der Klima-Bluff“

Auf jeden Fall weiterlesen auf axelbojanowski.de.

Wann verlassen die Klimawissenschaften endlich das bockige Teenageralter und werden erwachsen? Bojanowskis Resümee trifft genau ins Schwarze:

Resümee:
Es überrascht mich immer wieder, wie manche auf kritische Artikel zur Klimaforschung reagieren. Im Medizinjournalismus hingegen hat sich kritischer evidenzbasierter Journalismus doch schon längst etabliert. Bin gespannt wie es weitergeht in der Klimaforschung, vor allem was die Ergebnisse angeht.

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Die Vereinten Nationen haben zu einem Videowettbewerb zum Klimawandel aufgerufen. Mitmachen können alle jungen Menschen zwischen 18-30 Jahre. Zu gewinnen sind Flugtickets zur COP22-Klimakonferenz in Marrakesch. In einer Twitternachricht teilte die UN mit, dass neben IPCC-nahen Videos auch ausgewogene Filme akzeptiert werden. Traut sich jemand?

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In Paris kam es Anfang Juni 2016 zu schweren Überschwemmungen. Reflexartig kamen die klimaalarmistischen Spinnen aus ihrem Eck und verkündeten sogleich, dies wäre doch sicher eine Folge des Klimawandels. So schrieb der Klimaretter am 11. Juni 2016 in seinem Blog:

Pariser Hochwasser doppelt wahrscheinlich
Die französische Hauptstadt hatte in der vergangenen Woche mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen: Ein Forscherteam hat nun berechnet, dass der menschengemachte Klimawandel das Hochwasser in Paris fast doppelt so wahrscheinlich gemacht hat. Beteiligt waren die niederländische Wetterbehörde, das Netzwerk Climate Central und die britische Oxford University.

Allerdings zeigte man sich historisch kurzsichtig. Auch in der Vergangenheit hat es in Paris natürlich ähnliche Überschwemmungen gegeben. Unbequeme Fakten, die einfach ausgelassen werden, um die Leserschaft für den Klimakatastrophengedanken zu erwärmen. Kristine Mitchell hat am 6. Juni 2016 auf My Modern Met schöne Vergleichsbilder zu den historischen Seine-Fluten  zusammengestellt, beschrieben in einem Artikel auf The Daily Caller. Eine deutsche Übersetzung des Beitrags erschien auf EIKE.

 

University College London: Striktere Geburtenkontrolle senkt CO2-Emissionen am effektivsten

Erstaunlich: SRF kam in seiner Zusammenfassung des Schweizer Frühlingswetters 2016 ganz ohne die magischen Zauberworte “Klimawandel” oder “Extremwetter” aus. Am 30. Mai 2016 fasste Felix Blumer auf SRF zusammen:

Wenig erbauliches Frühlingswetter
Der Frühling 2016 war im Norden seit 2006 der nasseste. Die Temperaturen und die Sonnenscheindauer entsprachen ungefähr dem langjährigen Durchschnitt. Fakt ist: Das Schweizer Frühlingswetter hat einfach nicht mehr zu bieten!
Der Frühling 2016 war im Norden rund 1, im Süden etwa 1,5 Grad wärmer als im Schnitt der Jahre 1961 bis 1990. Vergleicht man aber mit dem Erwartungswert für die 10er-Jahre, so war er etwa ein halbes Grad zu kühl. In den letzten Jahren war es im Frühling aber zum Teil noch deutlich kühler. Im Norden waren 2010 und 2013 die Temperaturen tiefer, im Süden 2004 und 2010. Praktisch in allen drei Monaten entsprachen die Temperaturen ungefähr dem langjährigen Mittelwert.

Kollege Christof Siegrist hatte drei Tage zuvor auf SRF gezeigt, wie man es nicht macht:

Nordpol: Noch nie so wenig Eis im Frühling
Bereits den ganzen Winter hindurch hatte es weniger Eis als üblich in der Arktis, aber Ende Mai nun hat es so wenig Eis wie es in den 1980ern erst Anfang Juli hatte. Das beeinflusst unser Wetter.

Hier müsste der Titel heissen “Noch nie so wenig Eis SEIT BEGINN DER SATELLITEN-MESSUNGEN“. Dafür wird beim Klima-Alarm noch ein Zacken zugelegt und die hochspekulative “Eisreduzierte Arktis = Mehr blockierte Jetstream-Lagen”-Theorie schon fast als eine Tatsache dargestellt. Unschön.

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Die medizinische Fachzeitschrift The BMJ (vor 1988 British Medical Journal) überraschte am 27. Mai 2016 mit einer Pressemitteilung, in der für verstärkte Familienplanung geworben wird, um den Klimawandel zu meistern. Ein heißes Eisen. Nicht nur der individuelle CO2-Fußabdruck solle verringert werden, sondern auch die Anzahl der Füße. Ungebremstes globales Bevölkerungswachstum ist bereits seit langem als Problem bekannt, wobei sich jedoch in der Vergangenheit kaum jemand getraut hat, es zu benennen. Ob es nun mithilfe des rhetorischen Turbobeschleunigers ‘Klimawandel’ doch noch klappt, das Überbevölkerungsproblem einzudämmen? Im Folgenden die Pressemitteilung von The BMJ:

Expert urges voluntary family planning to mitigate climate change
Professor calls for action to tackle the effect of a rapidly growing world population on greenhouse gas production. With climate change already close to an irreversible tipping point, urgent action is needed to reduce not only our mean (carbon) footprints but also the “number of feet” – that is, the growing population either already creating large footprints or aspiring to do so, argues a leading physician and environmentalist in The BMJ today.

Yet John Guillebaud, Emeritus Professor of Family Planning and Reproductive Health at University College London, says most climate change discussions focus only on technology and consumption. He points out that 45% of the world lives in areas where total fertility rates range from 2.1 to 5, and 9% where they exceed 5. In the 48 countries designated by the United Nations as least developed, population is projected to triple by 2100. The UN’s latest median world population projection of 11.2 billion by 2100 is predicated on continuing reductions in fertility rate, he adds. Without them, the constant fertility variant projects to roughly 28 billion by 2100.

Studies invariably show that family planning is highly cost effective compared with other emission abatement strategies, he explains. For instance, simply by having one less child, an American woman would reduce her “carbon legacy” (the summed emissions of herself and her descendants weighted by relatedness) by 9441 tonnes, he writes. This is around 20-fold (10-fold in the United Kingdom) more than would be saved by other eco-actions.

He calls on health professionals to “advocate for voluntary family planning” and says “action on population growth as well as technology and consumption is essential to ensure that climate mayhem is both minimised and mitigated.” On Sunday, 5th June, Professor Guillebaud will be involved in celebrations for the ecotimecapsule project. Initiated in 1994 at botanic gardens in Kew and Ness, the Seychelles, New South Wales, Mexico and South Africa, it aims to make a decent, truly sustainable future a reality for our grandchildren – and for all the wild species in Nature that humankind so threatens. http://www.ecotimecapsule.com

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Kurios hingegen erscheint die folgende Meldung vom 28. Mai 2016 auf esanum.de:

Zusammenhang von Klimawandel und chronischen Nierenerkrankungen
Der globale Klimawandel führt wahrscheinlich zu einer verstärkten Inzidenz von chronischen Nierenerkrankungen, die durch Dehydratation und Hitzestress verursacht werden, postuliert eine neue Studie aus dem Clinical Journal of the American Society of Nephrology (CJASN). Die Ergebnisse suggerieren, dass ein besonderer Zustand, die durch einen Hitzestress verursachte Nephropathie, eine Erkrankung von vernachlässigten Bevölkerungsgruppen ist, die aber in naher Zukunft eine Hauptursache für das Neuauftreten von der Niereninsuffizienz sein könnte. In den nächsten Jahrzehnten wird es durch die globale Erderwärmung zu einer Wasserknappheit kommen. Die Wasserknappheit wird bei Teilen der Bevölkerung zu einer Dehydratation und Hitzestress führen, die in einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen resultieren kann. Hierdurch steigert sich das Risiko für kognitive Defizite, Malnutrition, Infektionen und chronische Nierenerkrankungen.

Eine vollkommen wirre Studie. Man spürt geradezu, wie hier mit Krampf versucht wird, auf den lukrativen Klimawandelzug aufzuspringen. Wasserknappheit? Das Gegenteil ist wohl der Fall. Eine wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf aufnehmen, was zu vermehrtem Regen führt. Ein Blick auf die Analog-Wärmeperiode aus dem Mittelalter zeigt zudem, dass es hier während der Erwärmung Verschiebungen in beide Richtungen gegeben hat. In einigen Regionen ist es trockener geworden (gelbe Punkte auf der Online-MWP-Karte), in anderen feuchter (grüne Punkte).

Kann man nicht durch vermehrtes Trinken vorbeugen? Man sollte nicht so tun, als wäre man der Entwicklung schutzlos ausgeliefert. Zudem ist der Zusammenhang von Nierenerkrankungen und Klima nicht ganz so robust wie man vielleicht annimmt. Ein Blick auf die Nierenerkrankungsstatistik der USA verdeutlicht das. Zwar herrscht das größte Nierenrisiko in der Tat im Süden (dunkle Rottöne), jedoch ist der extreme Bruch von Texas westwärts nach Neumexiko unerklärlich. Und wie passt das nierenkranke New York eigentlich ins Schema?

 

 

Wer Wind sät

Die Zeitschrift Cicero veröffentlichte  in Ausgabe 6/2016 eine absolut lesenswerte Analyse zu schlimmen Fehlentwickung bei der Windkraft:

WER WIND SÄT
Die Windkraft soll in Deutschland den Strom aus Atom und Kohle ersetzen. Mittlerweile spaltet sie ganze Regionen. Der Widerstand wächst

Von Christoph Scheuring

[...] “Die Energie spaltet Dörfer, Vereine und Familien in Gewinner und Opfer, und am Ende wird daraus vor allem ein explosives Gemisch. Sieger sind die Anlagenbesitzer, Windparkbetreiber und Landverpächter, die sich mit dem Wind goldene Wasserhähne verdienen. Und die Verlierer haben einen 200-Meter-Koloss vor der Tür. Mit allem, was das für ihr Leben bedeutet: Schatten, die im Haus alle zwei Sekunden über die Wände wischen. Permanenter Lärm. Pulsierender Druck, den man am ganzen Körper spürt”
[...]
„Es geht aber nicht um Belastungen, sondern um Krankheiten“, sagt die Frau im Saal in Brunsbüttel.
Das sorgt in den hinteren Reihen für fröhliche Lacher. Dort sitzen die Planer und Projektierer und Windparkbetreiber. Es gibt auch welche, die sich jetzt auf die Schenkel hauen. Einer von ihnen hat vorher schon mal prophylaktisch am Mikrofon „schöne Grüße“ bestellt „von den 1200 gesunden Mitgliedern der Bürgerwindparks Ellerhöft, Brebek und Süderlügum“. Reinhard Christiansen heißt der Mensch, brauner Cordanzug, frisurmäßig in den Siebzigern hängen geblieben. Er ist der Landesvorsitzende des Bundesverbands Windenergie. Sein Sitznachbar droht lieber gleich mit dem Anwalt. Auch Peter Looft ist da. Legendäre Figur an der Westküste, einer der meistgehassten und meistbewunderten Menschen hier. Weißer Bart bis zum Bauchnabel, sieht aus wie der Holzmichel, spricht Platt, aber fährt einen Tesla mit 400 PS. 90 Prozent aller Windräder im nördlichen Dithmarschen hat er als Projektierer auf die Wiese gestellt. Investitionsvolumen in den letzten zwei Jahren: eine Milliarde Euro. Einige der Mühlen gehören ihm selbst. Vor dem Windboom hatte er ein paar Milchkühe. Auch er redet mit Journalisten nicht mehr.”
[...]
“Mehr als „Moin, Moin“ ist an Kommunikation hier nicht nötig.
Die Windenergie gefährdet auch dieses. Manchmal verläuft die Front mitten durch eine Familie. Manchmal fliegt auch ein Stein durch ein Fenster. Oder es geht eine anonyme Drohung ein: „Halte dich endlich aus der Sache raus, Jonny Wiese. Das ist ein guter Rat. Sonst wird es dir leidtun.“
Jonny Wiese ist auch nach Brunsbüttel gekommen. Sein Elternhaus liegt im freien Feld an der Grenze zu Süderdorf, Splittersiedlung, 380 Einwohner, neun Windkraftanlagen, vor zwei Jahren hat er das Haus energetisch saniert. Jetzt steht es leer. Die Mieter haben vor zwei Monaten das Weite gesucht. Seitdem hat sich niemand mehr auf seine Annonce gemeldet.”

Eine Besprechung des Artikels gibt es auf windwahn.de. Das Heft ist im Zeitschriftenhandel sowie online für € 9,00 erhältlich.

 

 

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Verheerender Artikel auf blick.ch am 30. Mai 2016:

Klimawandel: Verheerende Folgen der Korallenbleiche am Great Barrier Reef
Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität am Montag. An den 84 untersuchten Riffen seien im Durchschnitt 35 Prozent der Korallen fast oder ganz abgestorben. «Es ist die dritte Korallenbleiche in 18 Jahren, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist, und sie ist deutlich extremer als alles, was wir vorher gemessen haben», stellte Meeresforscher Terry Hughes fest. «Diese drei Bleichen sind in einer Zeit passiert, in der die Temperaturen weltweit nur ein Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau lagen. Uns läuft die Zeit davon, um die Treibhausgase zu reduzieren.»

Purer Aktivismus. Die Universität Melbourne hatte die Korallenbleiche kurz zuvor stark relativiert, was Blick offenbar für nichtberichtenswert einstufte. Das hochinteressante Ergebnis der unterschlagenen Studie: Der promiske Algen-Partnertausch erleichtert den Korallen die Anpassung an den Klimawandel und reduziert Schäden durch Korallenbleichen. Die Pressemitteilung der University of Melbourne vom 20. April 2016 zum Thema für alle Durch-Blicker gibt es hier.

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Auf WUWT wurde kürzlich ein neuer Klimaerwärmungs-Tachometer vorgestellt. Der grüne Zeiger zeigt die real festgestellte Erwärmung dar, die roten Bereich sind die Prognosewerte. Erläuterungen hierzu gibt es bei WUWT.

 

 

The Neglected Sun

Wie vertrauenswürdig ist der Scientific Trust Tracker?

Im Kalte-Sonne-Blog berichten wir täglich über neue Forschungsergebnisse und analysieren Medienberichte. Was bei uns weitgehend auf No-Budget-Ebene durch ehrenamtliche Arbeit gelingt, kostet auf Seite der Klimaaktivisten ein Vielfaches. Beispiel Klimaretter-Blog, das durch bezahlte Redakteure bestückt wird. Wo das Geld herkommt ist unklar. Auf der internationalen Bühne versucht sich gerade die Webplattform ‘Climate Feedback‘ zu positionieren. Dort möchte man Medienberichte zum Klimawandel durch Klimawissenschaftler analysieren lassen. Ein paar wenige Artikel gib es schon, aber so richtig will die Idee nicht zünden. Zwar sind eine große Zahl von Wissenschaftlern bereits offiziell als Mitwirkende registriert, aber Lust haben sie offenbar nicht.

Angeblich fehlen mehr als 30.000 Dollar um richtig loslegen zu können. Geht es hier vielleicht vor allem ums Geld? Schreiben geht doch eigentlich auch ehrenamtlich, wenn einem die Sache wichtig ist. Mysteriös. Die vom Team entwickelten Ideen sind dabei auf beide Seiten der Klimadebatte anwendbar. Unter anderem soll ein Scientific Trust Tracker die klimawissenschaftliche Berichterstattung der einzelnen Zeitungen verfolgen. Bei IPCC-kritischen Beiträgen gibt es jedes Mal Punktabzug. Mit Klimaalarm hingegen können sich die Medien im Ranking vorarbeiten und Spitzenplätze ergattern. Verkehrte Welt. Vielleicht ist den Wissenschaftlern die schräge, Aktivisten-Konstruktion aufgefallen, was ihnen die Lust an der Mitarbeit versauert hat. Oder haben sie vielleicht bereits Reviews abgeliefert, die dann nicht verwendet wurden?

Bei der Kalten Sone machen hier weiter wie bisher, auch ohne 30.000 Dollar. Denn uns geht es um die Sache und die offensichtlichen Defizite in der aktuellen Klimadebatte.

 

 

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Erfreulicher Klimarealismus am 9. Juni 2016 bei Greenpeace:

Warum es schwierig ist, dem Klimawandel die Schuld für unsere Unwetter zu geben
3000 Unwetterwarnungen in zwei Wochen: Ist das die Quittung für unseren Umgang mit der Umwelt? Experten streiten, ob man die Extremwetterlage mit dem Klimawandel in Verbindung bringen kann. [...] Gestritten wird unter Wissenschaftlern über die Frage, inwiefern man dem Klimawandel – als Langzeitphänomen – Schuld an der momentanen, kurzfristigen Wetterlage geben kann. Daten zu Tornados in Deutschland gebe es kaum, sagte Latif. Für seltene Wetterereignisse seien die Wetterstatistiken noch schlechter. „Wir können den Einfluss des Klimawandels nicht nachweisen.“ Der Forscher wandte sich zugleich dagegen, diesen Einfluss deswegen reflexartig zu bestreiten. „Der Schluss immer, die Daten geben es nicht her, also gibt es diesen Einfluss nicht, der ist völlig falsch.“ Alle wissenschaftlichen Modelle besagten, dass die Extremwetterereignisse zunähmen.

Letzteres ist nicht ganz richtig (siehe “Dresdner Max-Planck-Institut: Kopplung von Extremniederschlägen an Klimaerwärmung offenbar schwächer als befürchtet“).

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FOCUS-Autor Michael Odenwald ist aus klimatischer Sicht ein Ewiggestriger. Er ist eingefleischter Anhänger des Klimakatastrophengedankens und lässt beim Focus keinen Artikel aus, um in der Bevölkerung Angst vor dem Klimawandel zu schüren. Unschön. Am 26. Mai 2016 war es wieder soweit, als er im Focus schrieb:

Lebensbedrohlicher Klimawandel
Tote durch CO2: In Pakistan bereiten sich Bestatter auf die nächste Hitzewelle vor

Die Erderwärmung ist ein präsentes Thema. Und doch verfeuert die Menschheit scheinbar gedankenlos weiterhin alle fossilen Reserven des Planeten. Das könnte unser Erde um bis zu zehn Grad erwärmen – mit tödlichen Folgen für die Menschen. [...] Im Sommer 2015 war Pakistan von einer solchen Hitzewelle betroffen. Bei anhaltenden Temperaturen von etwa 44 Grad starben allein in der Hafenstadt Karachi 1300 Menschen. Die Krankenhäuser waren rasch überfordert, in Leichenhallen und auf den Friedhöfen stapelten sich die Toten.

Keiner schreibt krasser über das Thema als Odenwald. Ein Vollblutaktivist, getarnt als Journalist. Ein Wunder, dass ihn die Focus-Redaktion hier frei agieren lässt. Interesse an den unbequemen Fakten? Im April 2003 veröffentlichte eine Forschergruppe um M. Staubwasser in den Geophysical Research Letters eine Studie zur natürlichen Klimavariabilität vor der Küste Pakistans für die vergangenen 10.000 Jahre. Kurve (d) aus der untenstehenden Graphik zeigt die starken Schwankungen in den Niederschlägen in der Region (aus Thamban et al. 2007). Ausschlag nach oben=feucht, Ausschlag nach unten: trocken.

Ähnlich sieht es bei den Temperaturen aus, die eine wahre Achterbahnfahrt in den letzten Jahrtausenden hinlegten. In einer nahegelegenen Studie offshore Pakistan haben Böll et al. 2014 charakteristische Zyklen gefunden, die einem Langzeit-Abkühlungstrend während der letzten 2500 Jahre überlagert sind (Kurve B, SST=sea surface temperature):

 

All das wird im Focus-Artikel konsequent verschwiegen. Was steckt hinter den fragwürdigen Auslassungen? Mehr zum spannenden Paläoklima Asiens gibt es auf der MWP-Onlinekarte zu entdecken.

 

Notbremse: Französische Regierung nimmt Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode aus dem Klimawettbewerb

Wie bereits mehrfach an dieser Stelle berichtet, veranstaltet die französische Regierung derzeit einen Wettbewerb, bei dem Internetuser über die Förderung von Projekten zum Klimawandel abstimmen können. Mit dabei auch unser Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode (MWP). Die Wahl läuft vom 6. Juni bis 6. Juli 2016, wobei sich viele unserer Leser bereits an der Abstimmung beteiligt haben. Für die Unterstützung möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken. Auch international gab es reges Interesse am Projekt, nachdem notrickszone.com und skyfall.fr über die Wahl berichteten.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass alle Stimmen, die für das MWP-Projekt bislang abgegeben wurden, jetzt vom französischen Bundesministerium für Umwelt, Energie und Meere für ungültig erklärt worden sind. Eine Woche nach Beginn der Abstimmung erreichte uns am 13. Juni 2016 ein Brief des Ministeriums, in dem erklärt wird, man hätte das Projekt aus dem Wettbewerb nehmen müssen. Begründung: Es würde nicht den Kriterien des Wettbewerbs entsprechen. Unterzeichnet vom französischen General-Kommissar für nachhaltige Entwicklung. Das Originalschreiben in französischer Sprache können Sie als pdf abrufen, das wir im Sinne der nachhaltigen Transparenz hier in voller Länge zur Verfügung stellen. Seither bekommt man nach einem Klick auf die ursprüngliche Projektseite bei ’100 Projects for the Climate’ nur noch eine Fehlermeldung.

Über die wahren Hintergründe zu den Vorgängen kann man nur spekulieren. Vermutlich hat das MWP-Kartierprojekt eine so große Anzahl von Stimmen erhalten, dass den Verantwortlichen Angst und bange wurde. Die Bevölkerung wünscht sich offensichtlich eine wissenschaftliche Aufarbeitung der vorindustriellen Klimaentwicklung, die es in dieser detailierten und benutzerfreundlichen Art noch nicht gab, trotz Forschungsmilliarden, die bislang schon in die Klimawissenschaften geflossen sind. Offensichtlich möchte man nicht, dass die natürliche Wärmeperiode vor 1000 Jahren eine zu große Bühne bekommt. Daher nun die Notbremse. Schnell unter den Teppich kehren und hoffen, dass es keiner merkt. Nicht gerade die feine französische Art.

Dabei fördert die MWP-Kartierung gerade für Frankreich überaus Wichtiges zutage. Mit Ausnahme Südfrankreichs und der französischen Alpen herrscht in Sachen Klimageschichte der letzten 1000 Jahre in Frankreich peinliche Datenflaute. Wohlgemerkt, die Datenerfassung für Frankreich ist im ersten Durchgang bereits abgeschlossen. Mit vielen weiteren Studienpunkten ist daher nicht zu rechnen. Wollte man diesen unbequemen Umstand vertuschen? Schlimmer noch: Alle Studien mit Temperaturaussage fanden eine überaus warme MWP (rote Punkte). Aus hydroklimatologischer Sicht war die MWP eine Trockenphase mit verringerten Niederschlägen (gelbe Punkte). Klicken Sie in der Karte auf die entsprechenden Punkte, um Details zu den Arbeiten zu erfahren.

 

Angesichts der offensichtlichen Datenlücken in Frankreich und der großen Bedeutung der MWP-Kartierung werden wir das Ministerium in unserem Antwortschreiben um alternative Förderung außerhalb des ’100 Projects for the Climate’ Programms bitten. Der Beginn einer fruchtbaren neuen Kooperation?

Immer ist Niederlage im Sieg und Sieg in der Niederlage

Wu Cheng-En
(um 1500 – 1582), chinesischer Schriftsteller

 

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du

Mahatma Gandhi

 

Danke, Angela: KEEKS – Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen

Einfach genial unsere Politiker. Mit zielsicherem Gespür identifizieren sie die drängendsten Probleme der Menschheit. Die Bildzeitung informierte die Bevölkerung am 22. Mai 2016 über eine lebensnotwendige neue Initiative der deutschen Regierung:

0,5 kg weniger CO2 pro Mahlzeit – Regierung will bei Schul-Essen CO2 einsparen
Die Bundesregierung will jetzt auch mehr Klimaschutz beim Schul-Mittagessen! Das ist das Ziel eines Projekts der Bundesregierung („KEEKS – Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen“), das vom Umweltministerium mit 1,4 Mio Euro gefördert wird. „Allein durch eine Änderung der Menüzusammenstellung in Schulküchen können pro Mahlzeit ein halbes Kilogramm CO2-Äquivalente eingespart werden“, erklärt das Ministerium auf seiner Internetseite.

Weiterlesen auf bild.de

Danke, Angela. Deine wichtigen Entscheidungen bringen das Land kräftig voran! Jetzt fehlt nur noch eine App auf dem Handy, mit der man klimatologisch wertvoll Essen kann. Nein kein Scherz, gibt es schon. Nachzulesen auf Pressetext.com am 23. Mai 2016:

App macht Kindern Öko-Essen schmackhaft
Forscher der University of Illinois arbeiten an einer Computer-App, die Kindern Öko-Essen schmackhaft machen soll. Dazu zeigt sie Mittelstuflern, welche Auswirkungen ihre Ernährung auf die Umwelt hat – beispielsweise den CO2-Fußabdruck einer Mahlzeit. Das soll die Schüler mit dem Thema Klimawandel vertraut machen, aber auch helfen, sie zu mündigen Medien-Konsumenten zu machen.

Ganzen Artikel auf Pressetext.com lesen.

Hier die dazugehörige Pressemitteilung der University of Illinois:

Computer app whets children’s appetites for eco-friendly meals

The biggest decision many children have regarding their diets may be deciding whether to have fries with a fast-food burger. However, a new educational software application under development at the University of Illinois is introducing middle school students to the topic of climate change and showing them how their dietary choices affect the planet.

The Food for Thought app displays a dinner plate that students fill by touching the computer screen and dragging their food selections onto the plate. As students create a meal, the app graphically tallies the nutritional data and carbon footprint associated with each food item and with the overall meal, such as the amount of calories in a salad and the amount of water that would be used in growing the lettuce. “There are two learning goals here: Make kids aware of the causes and impacts of climate change, and help them become data literate – that is, knowledgeable consumers of the media,” said curriculum and instruction professor Emma Mercier.

Mercier’s research team videotaped groups of students from University Laboratory High School in Urbana, Illinois, as they explored climate change issues at the local and global levels. The students examined various graphs, representations and images that were provided via traditional learning materials and on 27-inch multitouch screens, while the researchers observed the amount of support that students needed to interpret the data and how they used the information.

The capstone activity of the nine-day curriculum was a visit to the high-tech Illinois Digital Ecologies and Learning Laboratory (IDEALL) in the College of Education at the university, where the students used the Food for Thought app on the lab’s 55-inch multitouch tabletop computer screens. By entering information from food diaries they had kept over the previous weekend, the students were able to view the carbon footprints associated with their food intake. They also were challenged to create a meal that had the least impact on the environment yet still provided sufficient calories.

“The excitement level – and noise – in this room was astounding,” Mercier said. “The teachers who observed their students’ work in the lab said that even the kids who are usually difficult to engage were very engaged with this activity. The students saw that they play a role in climate change and that even the small choices they make do matter. One student said the curriculum had prompted her to order something other than a steak while eating out at a restaurant with her parents.”

“Using food as the focal point for promoting awareness of climate change was really brilliant,” said University Laboratory High School science and engineering teacher Sharlene Denos, whose students participated in the activities. “Seventh- and eighth- graders don’t have control over what cars their families buy or whether they retrofit their homes, but they are in charge of their food. The thought process with the app is one that they can take with them to the grocery store. It’s something that can really empower the students to keep thinking about environmental issues and keep the conversation going with their families and friends.”

Developing technologies for teachers to use in teaching children about climate change is important because climate change is associated with more than 40 percent of the disciplinary content in the Next Generation Science Standards for kindergarten through 12th-grade education, Mercier said.

Based on a framework developed by the National Research Council, the Next Generation Science Standards comprise a set of core ideas that students are expected to know by the time they graduate high school. The Illinois State Board of Education adopted the standards in 2014.

The data that the research team collected during the trial with the University Laboratory High School students will be used to better understand how learners engage in collaborative problem-solving and to develop technologies that support collaborative learning about climate change. Mercier plans to apply for additional grant funding to refine the Food for Thought app, with the goal of making it available to area schools in the near future.

Doctoral student Susan Kelly provided content knowledge and designed the curriculum for the project, while Kelly Cole, a senior in computer engineering, was the software developer. Lu Lawrence, a master’s student in the College of Education’s Digital Environments for Learning, Teaching and Agency program, was the graphic designer. The project is funded by a $30,000 Arnold O. Beckman Award from the Campus Research Board.

 

Vegetationsverschiebungen in der Arktis wirken dem Klimawandel entgegen

Der Standard hatte am 17. Mai 2016 gute Nachrichten aus der Klimaforschung zu berichten:

Extremes Wetter für CO2-Bilanz nicht so fatal wie angenommen
Hohe CO2-Werte dämpfen den Effekt reduzierter Kohlendioxid-Aufnahme von Pflanzen während Hitze und Trockenheit Innsbruck/Wien – Der Klimawandel hat einen gewichtigen Einfluss auf den weltweiten Kohlenstoffkreislauf: Pflanzen geraten durch Hitzewellen und Trockenzeiten zunehmend unter Stress und nehmen daher weniger CO2 auf. Das belastet die Treibhausgas-Bilanz zusätzlich – soweit zumindest die Befürchtungen. Ein Wissenschafterteam mit österreichischer Beteiligung konnten nun nachweisen, dass sich der Effekt zumindest in kleinem Rahmen weit wenig stark auswirkt als angenommen. Die in Zukunft höheren CO2-Werte in der Luft würden dem entgegen wirken, schreiben die Forscher im Fachjournal “PNAS”.

Weiterlesen im Standard.

Auch in der Artktis zeigt sich die Vegetation kooperativ und lindert die Folgen der Klimaerwärmung. Laut einer neuen Studie der schwedischen Universität Lund führt der Klimawandel zu vermehrtem Wuchs von arktischer Strauch- und Buschvegetation, die bei der späteren Zersetzung weniger CO2 erzeugt als die sonst in der Arktis vorherrschenden Moose. Hier die Pressemitteilung der Universität Lund vom 17. Mai 2016:

Increased vegetation in the Arctic region may counteract global warming
Climate change creates more shrub vegetation in barren, arctic ecosystems. A study at Lund University in Sweden shows that organisms, such as bacteria and fungi, are triggered to break down particularly nutritious dead parts of shrubbery. Meanwhile, the total amount of decomposition is reducing. This could have an inhibiting effect on global warming.

A large amount of the Earth’s carbon and nitrogen is stored in arctic ecosystems where the ground is permanently frozen, known as permafrost. Climate change causes such soil to heat up. Johannes Rousk at Lund University, together with colleagues Kathrin Rousk and Anders Michelsen from the University of Copenhagen and the Center for Permafrost (CENPERM), have conducted field studies outside Abisko in the very north of Sweden, studying what happens to the decomposition of organic material as the climate gets warmer.

“As the Arctic region becomes warmer, more shrubs start to grow, rather than moss which is difficult to break down. The shrubs have leaves and roots that are easy to break down and secrete sugar. What we have shown is that decomposition organisms, such as bacteria and fungi, are triggered to look for nutrient-rich organic materials that contain more nitrogen, while decomposition as a whole is reduced”, says Johannes Rousk.

When the nutrient-rich material is decomposed, the nutrient-poor part of the organic material is enriched, probably causing the amount of carbon to increase. Current climate models do not consider the connection between increased shrub vegetation as a result of ongoing climate change, and soil becoming less nutritious. “It will be exciting to see how this will affect the soil carbon turnover in the long term. Perhaps our results will help complement future climate models”, says Johannes Rousk. Today no one knows what less nutritious soil in the Arctic ecosystem and an overall decreased decomposition of organic material will lead to. However, Johannes Rousk dares to venture a guess: “I suspect it will have an inhibiting effect on global warming”, he says. The article is published in the scientific journal Global Change Biology. *Watch, share or embed short video interview with researcher Johannes Rousk:

Norwegische Studie: Fische können sich an wärmeres Wasser besser anpassen als gedacht

Klimaschützer sind tolle Typen. Am besten sollte man die Kontakte jedoch auf das Internet und Telefon beschränken, da unangenehme Körpergerüche den Dialog ansonsten erschweren könnten. Liechtensteiner Vaterland berichtete am 18. Mai 2016:

Fünf Jahre kein Duschgel benutzt
Über zwei Dutzend Referenten erzählten am «Green Summit» von ihren Nachhaltigkeitsinitiativen. Diese gehen bis zum Verzicht auf Seife. Für ein breites Publikum sind simple Tipps aus der Gemeinschaft Erfolg versprechend.

Weiterlesen beim Liechtensteiner Vaterland

 

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Es wird viel über den Klimawandel geschrieben. Neben vielen guten Publikationen und Presseartikeln gibt es leider auch viel verdrehte Wissenschaft und Schrott. John Davies hat vor kurzem auf WUWT eine Anleitung veröffentlicht, mit der es möglich ist, “bad climate science” als solche zu enttarnen. Absolut lesenswert:

 A rough guide to spotting bad climate science

Being able to evaluate the evidence behind any scientific claim is important. Being able to recognize bad science reporting or faults in scientific studies is equally important. These following points may help you separate the real science from the pseudo science.

 

Speculative Language

Speculations from any research are just that – speculations. Look out for ambiguous, obfuscatary or weasel words & phrases such as …

– can, clearly, could, conjectured, considered, expected, may, might, perhaps, possibly, projected, robust, unprecedented

– “Experts suggest…” “It has been said that …” “Research has shown…” “Science indicates …”

“It can be argued…” “Scientists believe….” “A high level of certainty” “Models predict….” etc,

…as any real evidence, for the conclusions being claimed is doubtful.

 

Sensational Language & Headlines

The media will ‘Never let facts spoil a good story’

Words like – Unprecedented, unparalleled, unmatched, extraordinary, groundbreaking, phenomenal, apocalyptic, bizarre, cataclysmic, catastrophic, devastating, extreme.

Phrases like – ‘Since records began’, ‘The majority of scientists concur’ ‘Never on such a scale’: are used to convey a message, not necessarily the truth or facts, they rely on the reader having a short memory or being too lazy to check. ‘Unprecedented’; now often means…not within the last 9 months !!

Headlines of articles are regularly designed (with no regard to accuracy) to entice readers into reading the article.

At best they oversimplify the findings, at worst they sensationalise and misrepresent them.

E.g. – ‘Margarine makes mayhem in Maine !!’

 

Correlation & causation

Weiterlesen auf WUWT.

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Das Norwegian University of Science and Technology gab am 18. Mai 2016 in einer Pressemitteilung bekannt, dass sich Fische sehr wohl an wärmeres Wasser anpassen können. Bei erhöhten Temperaturen passten die Fische einfach ihren Stoffwechsel an, fanden die Forscher. Wie nicht anders zu erwarten, bleiben Hitzewellen für die Fische aber weiter hochgefährlich.

Fish can adapt some to warmer ocean waters, but not necessarily to extreme heat

Fish can adjust to warmer ocean temperatures, but heat waves can still kill them, a team of researchers from Sweden, Norway and Australia reports in an article published this week in Nature Communications. “A species might adapt and grow well (in warmer waters) but once you get strong heat spells, the water temperature might reach lethal temperatures and kill them,” said Fredrik Jutfelt, an associate professor in biology at the Norwegian University of Science and Technology who was senior author of the study.

Jutfelt and his colleagues studied European perch that live in a unique enclosed basin of warm water off the Swedish coast. The man-made basin, called the Forsmark Biotest Enclosure, was created three decades ago as a 1-km2 open-air laboratory by piping warm water from the nearby Forsmark nuclear power plant into an enclosed basin. The result is water that is between five and 10 degrees C warmer than the surrounding Baltic Sea, but that otherwise experiences natural daily and seasonal fluctuations. It offers researchers a kind of crystal ball on what can happen to fish in a warmer world. “It’s a fantastic model for studying climate change effects,” Jutfelt said. “It’s a whole natural ecosystem experiencing long-term warming.”

Plastic floors….

In experiments conducted in 2012 and 2013, researchers compared the Biotest perch to European perch by putting perch from outside of the enclosure into tanks filled from warm water from the enclosure l to see how their metabolic rates changed. The resting metabolism for the Biotest fish was lower than for the perch from outside of the enclosure, the researchers found, which showed that the Biotest fish had been able to adjust their metabolisms to the overall higher temperatures in the basin over time. “When we warmed up the reference perch quickly, their resting metabolic rate went up dramatically, whereas the Biotest fishes’ resting metabolic rates were significantly lower at the same temperature,” said Timothy Clark, a senior research fellow at the University of Tasmania in Australia who was part of the research team. The researchers described this metabolic adaptation as a “plastic floor,” meaning that there was some flexibility in the ways the Biotest fish had adjusted their resting metabolisms to the warmer temperatures.

…but concrete ceilings

But the fish that inhabited the Biotest enclosure weren’t able to make the same kind of change in their ability to tolerate temperature extremes, the researchers found. For example, perch living in the Baltic outside of the Biotest enclosure were able to survive in temperatures that were as much as 10 degrees C warmer than the water temperatures they had been used to living in during the summer. The fish inside the Biotest enclosure, while adjusted to much warmer waters than the Baltic fish, were only able to survive temperatures that were 4.6 degrees C warmer than the waters they were used to living in during the summer. The researchers called this phenomenon a “concrete ceiling,” because the Biotest enclosure fish were unable to tolerate much more of a maximum temperature than their free-living Baltic brethren.

“Even though the (Biotest) fish had been there for at least their lifetime, if not for generations, there was very little change in the lethal temperature” the fish could tolerate, Jutfelt said. “They have almost completely adjusted their resting physiology to the higher temperatures. But there has been very little adjustment in their tolerance to lethal temperatures.” In other words, Jutfelt said, the fish are living very close to their lethal limit. “They have a very small safety margin to their lethal temperature,” he said.

Weak link in physiological adaptation

Jutfelt said this limited ability to adjust to higher maximum lethal temperatures was a potential “weak link” in the ability of fish to adjust to climate change. “Rather than having problems with their growth rates and normal daily life, the real problem will be with short heat spells,” he said. If this finding holds true for other fish species, he said, then fish living in northern lakes or the ocean may appear to be healthy even as water temperatures climb. But if waters warm too much, from a strong heat wave, the apparently well-adapted fish populations might die, he said.

“We think this might be important in fish (overall), the fact that they might not be able to adjust their tolerance to maximum levels,” he said. “We think that might be the bottleneck for survival.” First author Erik Sandblom, from the University of Gothenburg’s Department of Biological and Environmental Sciences, agreed. “In a future with a warmer climate and more extreme weather, it will be more difficult for fish to survive,” he said.

 

Klima-Alchemie

Von Uli Weber

Im finsteren Mittelalter trieben Alchimisten ihr Unwesen, Zitat Wikipedia:

Ein Ziel der Alchemisten war häufig die Transmutation von unedlen Metallen zu Gold und Silber.“

Man sollte meinen, Aufklärung, Laizismus und Wissenschaft hätten den Alchimisten schließlich den Garaus gemacht, aber ist das wirklich so? Die Medien sind voll von Klimaalarm, der tunlichst eine öffentliche Konfrontation mit gegenteiligen wissenschaftlichen Erkenntnissen vermeidet, von einer Integration solcher wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Lehre vom menschengemachten Klimawandel kann schon mal gar keine Rede sein. Nachfolgend eine beliebige Aneinanderreihung von Erkenntnissen aus katastrophenkritischen Internet-Blogs in den vergangenen Tagen. Zitat KalteSonne (30.05.2016):

Einer der Knackpunkte der heutigen Klimamodelle ist der sogenannte Aerosoljoker, den wir bereits in unserem Buch ‘Die kalte Sonne’ kritisch unter die Lupe nahmen. Das Problem: Die IPCC-Modelle gehen von einer so starken CO2-Erwärmungswirkung aus, dass die Temperaturen heute eigentlich viel höher sein müssten. Der IPCC behalf sich mit einem Trick und kühlte kurzerhand die überschüssige theoretische Wärme wieder mit anthropogenen Aerosolen, vor allem Schwefeldioxid (SO2), herunter. In den Zukunftsprognosen wurde dann das SO2 langsam heruntergefahren, so dass enorme Erwärmungsraten angenommen werden konnten.

Bereits vor einem Jahr, im April 2015, warnten Forscher davor, dass man die Kühlwirkung der Aerosole wohl überbeansprucht hat (siehe unseren Blogartikel “Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie: Aerosole kühlen weniger stark als vormals angenommen“). Dieser Verdacht scheint sich nun zu erhärten. Im Rahmen des CLOUD-Projekts am CERN fanden Forscher nun weitere Hinweise darauf, dass man den Aerosol-Effekt in den Modellen wohl kräftig herunterkorrigieren muss…“

Zitat KalteSonne (2. Juni 2016):

Die Klimadiskussion ist nicht so schwarz-weiß wie manche sie gerne hätten. Vielmehr handelt sich der Klimastreit um eine quantitative Frage: Wie stark erwärmt CO2 das Klima? Diese Größe wird auch als CO2-Klimasensitivität bezeichnet. Der IPCC hat es sich in den letzten 20 Jahren ziemlich leicht gemacht und meist eine Spanne von 1,5-4,5°C mit einem besten Schätzwert von 3,0°C Erwärmung pro CO2-Verdopplung angegeben. Judith Curry hat die Aussagen der diversen IPCC-Berichte hier zusammengefasst. Im 5. Klimazustandsbericht tat man sich jedoch mit einem besten Schätzwert schwer. Die Computermodellierungsresultate wurden in den letzten Jahren durch eine Neubewertung wichtiger Paramater rechts überholt. Auf Seite 14 der deutschen Berichts-Zusammenfassung räumt der IPCC daher im Kleingedruckten ein:

Aufgrund fehlender Übereinstimmung der Werte aus den beurteilten Anhaltspunkten und Studien kann kein bester Schätzwert für die Gleichgewichts-Klimasensitivität angegeben werden.“

Zitat EIKE (7. Juni 2016):

Portlands öffentliche Schule tun ihr Bestes, um Bradbury’s Alptraum (Roman „Fahrenheit 451“, der eine Welt porträtiert, wo die Feuerwehr nicht Feuer löscht, sie verbrennen Bücher. 451 Grad F ist die Entzündungstemperatur von Papier) zum Leben zu erwecken. Sie haben abgestimmt, Lehrbücher zu verbieten, die beide Seiten der Klimadiskussion präsentieren oder solche ketzerischen Worte wie “kann, könnte oder könnte sein” verwenden, bei der Beschreibung der Theorie der durch Menschen verursachten globalen Erwärmung.“

Die CO2-freie Erzeugung von elektrischer Energie durch Wind- und Solarenergie ist ein Traum, der in unseren  Breiten technisch nicht umsetzbar ist, aber beim Kleinverbraucher durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ungeheure Mengen von Geld abschöpft und an Investoren umverteilt. Es fehlen nicht nur die Speicher für die Überbrückung von tageszeitlichen Schwankungen der Solarenergie, sondern insbesondere die Speicher für wochenlange Schwachwind-Wetterlagen im strahlungsarmen Winter. Und selbst wenn es irgendeinmal in ferner Zukunft eine wirtschaftliche Speichertechnologie geben sollte, dann wird, wie jetzt im abgeschalteten KKW Biblis geschehen, auch weiterhin eine 50-Hertz-Netzsynchroniation durch die Rotoren konventioneller Kraftwerke erforderlich sein (Wikipedia, dort Nachbetriebsphase und Rückbau).

Zivile Atomkraftwerke sind die einzige konventionelle Art der Stromerzeugung, die gleichermaßen CO2-frei und grundlastfähig ist. Eine von der Bundesregierung nach dem durch einen Tsunami ausgelösten Reaktorunfall von Fukushima 2011 eingesetzte „Ethik-Kommission für eine sichere Energieversorgung“ hatte im Mai 2011 erklärt, dass der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie innerhalb eines Jahrzehntes mit den Maßnahmen zur Energiewende abgeschlossen werden könne.

Die grundsätzlichen Ängste der Bürgerinnen und Bürger hier in Deutschland gegenüber der Kernspaltung zwecks Erzeugung von elektrischer Energie beziehen sich insbesondere auf

  • die radioaktive Strahlung selbst,
  • Fremdeinwirkungen auf den radioaktiven Hochdruck-Primärkreislauf,
  • eine Kernschmelze durch Ausfall der Restwärmeabfuhr (Kühlung) nach einer Zwangsabschaltung
  • und die Endlagerung des im Betrieb eines Kernkraftwerkes anfallenden „Atommülls“.

Von Atomkraftwerken geht im Normalbetrieb keinerlei Gefahr durch radioaktive Strahlung aus, das beweisen vielfache medizinische Langzeitstudien an deren Belegschaft. Ganz erstaunlich ist daher, dass es ein ganz neuer Reaktor der IV. Generation bisher nicht einmal in die Berichterstattung der Massenmedien geschafft hat, obwohl dieser Dual Fluid Reaktor auch noch die drei letztgenannten Probleme von vorn herein vermeidet:

Ein selbsterlöschender Atomreaktor zur Erzeugung elektrischer Energie, der kein Druckgefäß benötigt und keinen „Atommüll“ hinterlässt, sondern sogar „frisst“, wäre ein genialer Wurf zur CO2-Vermeidung. Dieser Dual Fluid Reaktor hatte offenbar die Online-Abstimmung zum „Greentech-Award“ 2013 gewonnen und war dann nachträglich und widerrechtlich ausgeschlossen worden.

Allein der Erntefaktor dieses Reaktortyps ist phänomenal und liegt mit seiner Energieausbeute um das etwa 1.000-fache höher als die Solartechnik. Windkraft- und Solaranlagen, und damit auch zusätzliche Stromtrassen, sind also nach diesem reaktortechnischen Entwicklungsstand für eine grundlastfähige und  CO2-freie Stromerzeugung gar nicht mehr erforderlich! Die Frage ist, warum diese bahnbrechende technische Innovation der Öffentlichkeit vorenthalten wird, denn eigentlich müssten sich doch alle CO2-Gegner bei einer solchen grundlastfähigen und sicheren technischen Alternative jubelnd in den Armen liegen…

Aber ganz nach der klerikalen Erkenntnis, dass tausend Arme mehr geben, als ein Reicher, wandelt heute eine planwirtschaftliche Klimaindustrie im Sinne der mittelalterlichen Alchemie „kostenlose“ Wind- und Solarenergie mithilfe des Erneuerbare Energien Gesetzes in Gold und Silber um…

 

Wahrheit ist unsere Pflicht

Wahrheit ist unsere Pflicht

Energiewende im Rückwärtsgang

Die gut gemeinte Energiewende läuft seit längerem aus dem Ruder. Man ist naiv gestartet und zeigte sich dann über die Folgen des eigenen Tuns kindlich überrascht. Ein seltsamer Politik- und Planungsstil, den man im 21. Jahrhundert nicht für möglich gehalten hätte. Mittlerweile überstürzen sich die Ereignisse. Wie lässt sich das Schlimmste verhindern? Windkraftanlagen verschandeln die Natur und rauben überrumpelten Anwohnern den Schlaf. Bewaldete Bergrücken werden abgeholzt, um dort Stahlgerippe mit Rotor aufzustellen. Und auf weiten Teilen der landwirtschaftlichen Flächen herrscht eine ökologisch fragwürdige Biotreibstoff-Monokultur. Die ersten Naturschützer sind aufgewacht und haben bemerkt, was hier geschieht. Protestbewegungen organisieren sich. Die Profiteure der Energiewende versuchen ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Krampfhaft versuchen die einflussreichen Seilschaften ihre Geldesel am Laufen zu halten. Am Ende wird jedoch hoffentlich die Vernunft siegen. Zurück in die ökologische Steinzeit wegen des vermeintlichen Klimakampfes?

Zuerst zum Wind. In Polen hat das Staatliche Institut für Volksgesundheit und Hygiene im März 2016 strengere Mindestabstände für Windkraftanlagen zu Gebäuden gefordert. Windwahn.de berichtete:

Polens oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt 2 km Mindestabstand
[...] Gestützt auf die oben genannten Argumente, empfiehlt das Institut 2 km als Mindestabstand von Windparks zu Gebäuden, bis eine umfassende Methodik für die Bewertung der Auswirkungen von Windindustrieanlagen auf die menschliche Gesundheit entwickelt sein wird. Der empfohlene Wert ergibt sich aus einer kritischen Bewertung von Forschungsergebnissen in referierten wissenschaftlichen Schriften, unter Berücksichtigung aller potenziellen Risikofaktoren für eine Durchschnittsentfernung

Ganzen Artikel auf Windwahn.de lesen.

Auch Dänemark hat die Reißleine gezogen. Der Klimaretter schrieb am 17. Mai 2016:

Dänemark sagt Energiewende ab
Kopenhagen will den Ausbau von Wind- und Solarenergie bremsen und schafft sein EEG ab. Die rechtsliberale Regierung setzt auf mehr Kohleverstomung, um “die Wirtschaft zu entlasten”. [...] Dass die in Kopenhagen regierende rechtsliberale Partei Venstre die einstige Vorreiterrolle Dänemarks in der Klimapolitik beenden will, zeichnet sich schon seit ihrer Regierungsübernahme Mitte 2015 ab. Scheibchenweise wurden die Klimaziele früherer Regierungen zurückgenommen. Ende letzter Woche kam dann der entscheidende Schlag. Eine der deutschen EEG-Umlage vergleichbare Abgabe, die bislang die Energiewende mitfinanziert hat, soll ab dem nächsten Jahr schrittweise gestrichen werden. Diese dänische “PSO-Abgabe” (“Public Service Obligation”), aus deren Aufkommen grüne Investitionen in Wind- und Solarstromproduktion unterstützt werden, war bereits 1998 eingeführt worden. Es gibt sie in ihrer gegenwärtigen Form seit 2007 und sie ist wesentlich dafür mitverantwortlich, dass Dänemark mit einem Windkraftanteil von über 42 Prozent an der Stromproduktion mittlerweile “Wind-Weltmeister” geworden ist. PSO sollte eine Grundlage dafür sein, Dänemark bis 2050 völlig unabhängig von fossilen Energieträgern machen zu können.

Ganzen Artikel auf Klimaretter lesen.

Selbst in Deutschland wacht man allmählich auf. Die FAZ berichtete am 25. Mai 2016:

Erneuerbare Energie: Bund will Ausbau von Windanlagen reduzieren
In einigen Bundesländern soll das Ausbau-Tempo von Windkraft-Anlagen gedrosselt werden. Damit sollen hohe Zusatzkosten wegen fehlender Leitungen verhindert werden. Die würden zulasten der Verbraucher gehen.

Weiterlesen in der FAZ.

Bereits einige Tage zuvor zog Schleswig-Holsteins Energieminister Habeck die Spaßbremse und redete Klartext. Nachzulesen in der Welt vom 20. Mai 2016:

Energiewende: Grüner Superstar fällt Windkraft-Lobby in den Rücken
Mitten im Streit um das Ökostrom-Gesetz EEG lässt Schleswig-Holsteins Energieminister Habeck eine Bombe platzen: Der Grüne Spitzenpolitiker will den Windkraft-Ausbau bremsen. Dafür hat er gute Gründe. [...] Er wolle “bei der Umsetzung der Energiewende Tempo rausnehmen”, sagte Habeck in einem Interview mit der Mediengruppe “sh:z”. Dabei sollte am besten auch das Ausbauziel für Windenergie in Schleswig-Holstein um zehn Jahre nach hinten verschoben werden. [...] Denn, so räumt der Minister ein: “Die Energiewende ist ein enormer Veränderungsprozess, und ich habe als Energiewendeminister von Anfang gesagt, dass sich die Heimat verändern wird.” Bemerkenswert ist Habecks Wende auch deshalb, weil er sie nicht auf technische Probleme bei der Umsetzung Grünstrom-Revolution zurückführt. So wäre es naheliegend gewesen, die Notwendigkeit einer Windkraft-Bremse mit fehlenden Stromnetzen zu begründen. Doch Habeck gibt als einer der erste Grünen-Politiker öffentlich zu, dass in der Bevölkerung die Akzeptanz für immer neue Windparks schwindet. “Ich nehme im Land eine große Unruhe wahr”, sagte Habeck: “Nicht nur bei Naturschutzverbänden, auch bei Bürgern, Zeitungslesern und Menschen, die in Initiativen wie Gegenwind oder Vernunftkraft organisiert sind.” Die Diskussion beginne “jetzt laut zu werden”.

Ganzen Artikel auf welt.de lesen.

Auch der FDP-Politiker Frank Schäffler äußerte sich am 20. Mai 2016 im Handelsblatt kritisch zur Energiewende:

Die sogenannte Energiewende war von Anbeginn an falsch, weil sie eine Abkehr von marktwirtschaftlichen Prinzipien ist. Sie führt zu Fehlinvestitionen und gefährdet die Existenz von Unternehmen in Deutschland und damit mittelbar von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen im Land. Wer Energie künstlich verteuert, trägt zur Deindustrialisierung unseres Landes bei. Letztlich bezahlt diese Planwirtschaft und ihre Folgen aber der „kleine Mann“ durch hohe Strom- und Benzinkosten, die durch Umlagen und Steuern überfrachtet werden. Und manch einer gar durch den Verlust seines Arbeitsplatzes.

Weiter gehts in der Schweiz. Am 23. Mai 2016 erläuterte SRF wie man mit der Energiewende Geld verdienen kann, ohne groß etwas zu tun:

Virtuelle Kraftwerke: Die neuen Akteure im Strommarkt
Um die Netzstabilität zu sichern, sucht Swissgrid Anbieter von Kleinkraftwerken, die flexibel Strom bereithalten oder abnehmen können. KMU haben das als lukratives Nebengeschäft entdeckt. Denn sie verdienen Geld und müssen fast nichts dafür tun.

Zur Stabilisierung des Stromnetzes will Swissgrid Dieselgeneratoren von vorhandenen Notstrom Aggregaten einsetzen. Diese sind weder für einen solchen Gebrauch gebaut, noch sind sie energieeffizient, und sind so ziemlich die teuerste Stromerzeugung, neben Solar und Wind natürlich. Und sie emittieren mehr CO2 pro kWh als jedes halbwegs moderne Kohlekraftwerk. Willkommen in der Realität der Solar- und Wind-Energiewende. Da werden in Zukunft dann hinter jedem grösseren Industriegebäude solche Dieselgeneratoren stehen, um das Netz zu stabilisieren. Dann sind wir soweit wie Entwicklungsländer, bei denen solche Dieselgeneratoren gang und gäbe sind. So langsam scheint “durchzusickern”, wie undurchdacht diese Energiewende-Politik ist.

Auf Gizmodo und EIKE George Dvorsky war Betrübliches zur Solarkraft zu lesen:

Das größte Solarkraftwerk der Welt hat sich soeben selbst verbrannt
Falsch eingestellte Spiegel werden für einen Brand verantwortlich gemacht, der vor ein paar Tagen im größten Solarkraftwerk der Welt ausgebrochen war (hier). Das Feuer ließ das High-Tech-Werk als Schrott zurück. Es klingt so, als ob auch die Arbeiter durch einen echten Höllentrip gelitten hätten.

Ein Wissenschaftler der britischen Universität Cambridge erklärte kürzlich, dass viele im Zuge der Energiewende vorgenommenen Maßnahmen die Klimagfahr eher verschlimmern als einzudämmen. Hier die dazugehörige Pressemitteilung der Materials Research Society (MRS) vom 23. Mai 2016:

Cambridge (UK) professor says much of the effort to combat global warming is actually making it worse

As part of an open discussion on the critical issue of energy, sustainability and climate change, MRS Energy & Sustainability—A Review Journal (MRS E&S) has published a paper in which Cambridge (UK) engineering professor M.J. Kelly argues that it is time to review the current efforts to reduce carbon emissions, some of which “represent total madness.” This paper is one of a series of articles in MRS E&Sthat, with varying opinions, address this controversial topic.

In his peer-reviewed article, Lessons from technology development for energy and sustainability, Kelly considers the lessons from global decarbonization projects, and concludes that all combined actions to reduce carbon emissions so far will not achieve a serious reduction. In some cases, these efforts will actually make matters worse.

Central to his thesis, which is supported by examples, is that rapid decarbonization will simply not be possible without a significant reduction in standards of living. The growing call to decarbonize the global economy by 80% by 2050 could only foreseeably happen alongside large parts of the population plunging into poverty, destitution or starvation, as low-carbon energy sources do not produce enough energy to sustain society. According to Kelly, “It is clear to me that every further step along the current pathway of deploying first-generation renewable energy is locking in immature and uneconomic systems at net loss to the world standard of living.”

As Kelly notes, it has been 40 years since the modern renewable energy developments began, and yet the fraction of world energy supplied by renewables (wind, solar and cultivated biomass sources combined) has hardly increased. The BP Statistical Review of World Energy 2015 reports 3% for wind, solar and cultivated biomass sources combined, for 2014.

Kelly’s argument is that weaning off fossil fuels will take much longer than postulated by some experts.  He suggests that a more viable option is to employ another generation of fossil fuels—during which economic conditions of humankind can be improved and alternate solutions can be explored and developed. As the global population is set to rise from 7 billion to 9 billion in 2050, an altogether more sophisticated debate is needed on appropriate actions that considers the full range of threats to humanity, and carefully weighs the upsides and downsides both of taking action—and refraining from it.

Abschließend aus der Abteilung Oldies but Goldies noch ein TV-Tipp:

Entweder Broder – Die Deutschland-Safari – Teil 3 Guck mal, wer die Erde rettet

 

Treffen der Initiative KlimaKontroverse am 16.6.2016 in Hannover

Nächstes Treffen, Do, 16. Juni 2016, 19:30, Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4, 30451 Hannover. Das Hauptthema des nächsten Treffens

Hat sich das Klima erwärmt?
Die einen sagen so und die anderen sagen so. Doch wie sind die Fakten? (weiterlesen …)