News und Termine

Nur noch kurz durch die Welt jetten – Die Klimaretter von Davos

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik denkt immer noch, dass Migration eng an den Klimawandel geknüpft sei und gibt fleißig Publikationen zum Thema heraus (pdf hier). Vermutlich will man sich ein Stück des finanziellen Klimakuchens sichern. Die Fachliteratur siehtdas mittlerweile ganz anders. Siehe unseren Beitrag” Kriege wegen Klimawandel? Fragwürdige Studien fallen beim Statistiktest glatt durch“.

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Pressemitteilung des AWI vom 15. Februar 2018 zu Klimawechsel zwischen Eiszeiten und Zwischeneiszeiten:

Klimaschwankungen in Vergangenheit und Zukunft
AWI-Wissenschaftler vergleichen weltweite Temperaturvariabilität von Eis- und Warmzeiten

Weiterlesen beim AWI

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Spiegel Online am 30. Januar 2018:

Alpenpflanzen: Viele Arten profitieren bisher vom Klimawandel

Beitrag auf Spiegel Online lesen.

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RT am 28. Januar 2018:

Nur noch kurz durch die Welt jetten – Die Klimaretter von Davos
Die Politelite auf dem Weltwirtschaftsforum befasst sich mit den großen Themen. Das Klima zum Beispiel ist eines davon, bedeutend für die Menschheit und den Wohlstand und ein hervorragendes Themenbeispiel dafür, wie Worte oft mehr zählen als Taten.

[...] So prognostizierte Air Charter Service (ACS), einem Anbieter für Privatjetflüge, dass es während des Forums der Globalisierungsverfechter in nur fünf Tagen 1.000 Flüge mit Privatjets geben werde. Auch sei dank des Forums der Klimaretter in Davos für die Hauptanflughafen für Privatjets in der Schweiz mit einem Anstieg um 335% Prozent zu rechnen. So haben Untersuchungen im Auftrag der Jetanbieter ergeben, dass während des einwöchigen Forums durchschnittlich 218 private Jetflüge pro Tag stattfinden, im Vergleich zu den 65 täglichen Flügen, mit denen Schweizer Flugplätze üblicherweise zu tun haben. An zwei besonders geschäftigen Davos-Tagen sind es 251 beziehungsweise 301 Flüge.

Ganzen Beitrag auf RT lesen.

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Times of San Diego am 5. Februar 2018:

Scripps: Cooling Sun May Partially Offset Climate Change by Humans
The Sun might emit less radiation by mid-century, giving Earth a chance to warm a bit more slowly but not halting human-induced climate change, according to a new study by Scripps Institution of Oceanography.

Our star’s cool down would be the result of what astrophysicists call a “grand minimum,” a periodic event during which the Sun’s magnetism diminishes, sunspots form infrequently, and less ultraviolet radiation makes it to the surface of Earth. This last happened in the 17th century. A team of scientists led by research physicist Dan Lubin at Scripps has created the first estimate of how much dimmer the Sun should be when the next minimum takes place, which could be by the middle of this century. His team’s study, “Ultraviolet Flux Decrease Under a Grand Minimum from IUE Short-wavelength Observation of Solar Analogs,” appears in the publication Astrophysical Journal Letters and was funded by the state of California. “Now we have a benchmark from which we can perform better climate model simulations,” Lubin said. “We can therefore have a better idea of how changes in solar UV radiation affect climate change.”

Weiterlesen in der Times of San Diego.

 

Falsche Gewichtsklasse: Eine regionale Pollenstudie, die nur zu gerne die ganze Welt erklären würde

Am 30. Januar 2018 beschrieb Gemma Derick in Nature die Problematik von Gutachterrunden. Die Idee, dass hier jeder Einzelgutachter zu gleichen Teilen mithilft, entspricht leider nicht der Realität. Vielmehr scheinen sich Seilschaften zu bilden, wobei Teil der Gutachter nur Abnicker sind und sich nicht trauen, eine eigene Meinung zu haben.

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Am 31. Januar 2018 erblickte ein neues Paper das Licht der Welt, das wohl mehr Verwirrung stiftete als das Klimaverständnis nach vorne trieb. Marsicek et al. (2018) gab an, die Temperaturen der letzten 10.000 Jahre rekonstruiert zu haben, wobei die Resultate nun endlich, endlich mit denen der Klimamodelle übereinstimmen. Frühere Temperaturrekonstruktionen auf Basis von geologischen Daten wollten einfach nicht zu den Simulationen passen. Der Freundeskreis des IPCC jubelte, da ihnen die Diskrepanz schon länger ein Dorn im Auge war. In einer dazugehörigen Pressemitteilung packte die University of Wyoming die “gute Nachricht” gleich in die Titelzeile:

Most of last 11,000 years cooler than past decade in North America, Europe

Rätsel gelöst? Leider nein. Denn im Abstract des Papers mussten die Autoren einräumen, dass sie ihre Temperaturrekonstruktion nur auf einer einzigen Datenquelle aufgebaut haben, nämlich einer einzigen Pollendatenbank.

Although our results depend on a single source of palaeoclimatic data (pollen) and a single climate-model simulation,…

Deren Inhalt hat zum Teil einen Blackbox-Charakter, ohne durchgängige transparente Begutachtung. Die Berechnung der Temperatur über 10.000 Jahre anhand von großregionalen Pollendaten ist, gelinde ausgedrückt, ziemlich gewagt. Es wäre toll, wenn eine solche Universalformel funktionieren würde. Den Beweis ist sie bislang noch immer schuldig geblieben. Interferenzeffekte durch gleichzeitig ablaufende Schwankungen der Niederschläge geben wenig Hoffnung, dass hier der große Wurf gelungen sein könnte.

Unberücksichtig sind dabei alle anderen Paläoklimadaten wie etwa Eisbohrkerne, Berechnungen über Diatomeen, Foraminiferen, Isotope etc etc. Und was ist mit den anderen Erdteilen? Nein, die holozäne Klimaentwicklung ist damit noch lange nicht geklärt. Es ist außerordentlich verwunderlich, weshalb hier niemand sich die Mühe macht, endlich die Daten zusammenzusammeln. Eine frühere Studie von Marcott und Kollegen hat nur die Meerestemperaturen berücksichtigt. Dabei weiß man, dass Gebiete wie Skandinavien vor 6000 Jahren sehr viel wärmer waren als heute. Ist das vielleicht der Elefant im Raum, den niemand in solchen Studien beschreiben möchte?

 

Die Sonne im Januar 2018 und der GroKo-Vertrag klimatisch

Von Fritz Vahrenholt und Frank Bosse

Unsere Sonne (Sie ahnen schon was kommt…) war auch im Januar 2018 unterdurchschnittlich aktiv. Die festgestellte SSN (SunSpotNumber) betrug 6,7 und war damit den dritten Monat in Folge nur einstellig. Für den aktuellen Zyklusmonat (Nr. 110 seit dem Beginn des 24. Zyklus im Dezember 2008) ergibt sich damit eine Aktivität, die nur 19% der zu diesem Monat üblichen (als Mittelwert des 110. Monats über alle bisher systematisch beobachteten Zyklen) Sonnenfleckenzahl ausmachte. An 15 der 31 Tagen des Januars 2018 war die Sonne gänzlich fleckenlos. Im letzten Monatsdrittel war fast an jedem Tage das Wort „spotless“ zu lesen.

Abb.1: Der aktuelle Zyklus 24 (Solar Cycle: SC 24,rot) im Vergleich zu einem mittleren Zyklus als Mittelwert der Zyklen (blau) und dem recht ähnlichen Zyklus 5.

 

Die Zyklen untereinander:

Abb.2: Die aufsummierten monatlichen Abweichungen der einzelnen Zyklen bis zum aktuellen 110. Monat des SC24.

 

Bei diesem Bild beachten Sie bitte, dass die Zahlen mit Unsicherheiten behaftet sind. Besonders vor 1880, also vor dem SC12 der 1879 begann, können sich größere Abweichungen ergeben. Daher ist ein Vergleich z.B. mit den Zyklen des Dalton-Minimums (SC 5,6,7) mit Unsicherheiten verbunden. Die Community der Sonnenexperten ist sich da recht einig. So bleibt festzuhalten: Der laufende Zyklus ist der mit der geringsten Aktivität bei halbwegs gesicherter Kalibrierung bis zurück zu 1880. Das mit Bezug auf Dauer und Amplitude aufgetretene Maximum ab Mitte des vorigen Jahrhunderts ist unstrittig, der dramatische Absturz der Aktivität ab dem Beginn des Zyklus 24 (2009) ebenso.

Wie wird sich ein weiterer schwacher Zyklus (davon ist mit hoher Sicherheit auszugehen, wir berichteten in den letzten Ausgaben unserer Kolumne) auf das Klima auswirken? Wenn es nach den bisher fast ausschließlich berücksichtigten Strahlungsdaten geht, sollten nur marginale Spuren im Klimageschehen zurückbleiben. Dabei betrachtet man unmittelbare Antriebsänderungen, vergleichbar mit einer etwas zurückgeregelten Heizplatte, die die Temperatur einer Flüssigkeit darauf fast sofort folgen lässt.

Das Klima besteht jedoch aus vielen Rückwirkungen, viele sogenannte „Teleconnections“ auch mit langen Verzögerungen beispielsweise durch Beteiligung tieferer Ozeanschichten sind schon nachgewiesen. Nur bei der Sonne bleibt man häufig bei „Heizpattenklimatologie“. Wir jedenfalls sind gespannt auf weitere Jahre verminderter Aktivität unseres Zentralgestirns.

 

Der GroKo-Vertrag und Eulenspiegeleien

Die globalen Temperaturen fielen im Laufe des vergangenen Jahres wieder auf das Vor-El Nino Niveau von 2015 zurück, vgl. unsere Darstellung in der letzten Ausgabe. Sie sinken  also  und sogar die Ober-Alarmisten Gavin Schmidt und James Hansen vom NASA-GISS-Institut „befürchten“ einen 10 -jährigen Stopp der Erwärmung.  Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD (Groko-Vertrag) propagiert derweil immer noch das „Grüne“-Mantra der notwendigen Vorreiterrolle Deutschlands zur Einhaltung der nationalen und internationalen Klimaziele für 2020, 2030 und 2050. Das ist schon ganz schön mutig, dem Klima Ziele zu setzen.

Die große Koalition will die CO2 -Emissionen um 60 % bis 2030 reduzieren (die Zahl steht klugerweise nicht im Koalitionsvertrag , sondern man muss sie sich im Internet aus dem Klimaschutzplan herauspicken) und dann wird das Klima schon sehen , wo es längs geht und sich an das Pariser Klimaabkommen halten und sich nicht mehr als 2 Grad, besser noch 1,5 Grad erwärmen.

Wie soll denn das neue System aussehen? (S.73) Aus Erneuerbaren, Energieeffizienz, einem beschleunigtem Ausbau der Stromnetze und einer forcierten Nutzung der Digitalisierung. Da weder Einsparungen, Netze noch Digitalisierung Strom erzeugen können, ruht die Erzeugung allein auf Erneuerbaren, und in der Tat ruht sie des Nachts, was die Photovoltaik betrifft und bei Windflaute – immerhin zwei Drittel des Jahres. Aber die Lösung der Versorgung mit Flatterstrom ist in Sicht: die Bundesregierung wird eine Batteriezellproduktion (S.14) unterstützen! Da wird richtig Geld in die Hand zu nehmen sein, denn Batterieherstellung ist eine der stromintensivsten Produktionen und das kostet viel Steuergeld im Land mit den mittlerweile zweithöchsten Strompreisen ( nach Dänemark)  in Europa. Anders ausgedrückt: Wir haben uns aus dem Markt stromintensiver Produkte selbst herausgeschossen, und zwar auf Dauer.

Aber es gibt auch einen Hauch von Realismus. Wurde noch in der letzten Koalitionsvereinbarung  von 2013 die Energiewende gefeiert, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, so weiß man mittlerweile, wo die Arbeitsplätze der Solarindustrie hin gewandert sind ( zwischen 2010 und 2015 gingen über 70% der Arbeitsplätze verloren, siehe hier ) und wohin die Arbeitsplätze der Windindustrie hinwandern werden. Daher sind die Koalitionäre bescheiden geworden und wollen nur noch zusätzliche Wachstumschancen. (S. 71) Aber dafür gibt man aber auch gerne das Geld der Bürger aus, die über die EEG -Umlage jede neue Photovoltaik -oder Windkraftanlage bezahlen, bislang fast 30 Milliarden € pro Jahr, ein Kleinwagen pro Haushalt.

Grund für eine Verstärkung des Zubaus in 2019 und 2020 von jeweils 4000 MW Photovoltaik und Wind (S. 71) ist die Nichterreichung der CO2 Minderungsziele von 2020. Dann macht man zum Ausgleich ein bisschen mehr Wind. Dann folgt aber ein kluger Satz, der mit Sicherheit in keinem Jamaika-Papier gestanden hätte: „Voraussetzung ist die Aufnahmefähigkeit der entsprechenden Netze“.  Da muss ein Eulenspiegel am Verhandlungstisch dabei gewesen sein, der das hereingeschmuggelt hat. Denn schon heute ist die Aufnahmefähigkeit des Netzes bei Starkwind nicht mehr gegeben. Für Redispatch- Maßnahmen oder Abregelung von Windkraftanlagen wurden im letzten Jahr rund 1 Milliarde € bezahlt. Der Netzbetreiber schaltet also Windkraftanlagen bei zu viel Wind ab, um den Zusammenbruch des Netzes  zu vermeiden und der Windkraftbetreiber bekommt Geld, als ob das Windrad gedreht hätte. Die 4000 MW zusätzlicher Windenergiekapazität führen also nur dazu, dass bei Starkwind bestehende Windkraftanlagen in dieser Größenordnung abgeschaltet werden. Wie gesagt: Eulenspiegelei.

Eine Reform der Netzentgelte soll die Kosten „unter angemessener Berücksichtigung der Netzdienlichkeit verteilen“. (S.72) Wer weiß schon, worum es dabei geht? Heute bezahlen diejenigen Bürger, in deren Gegend mehr Windkraftanlagen stehen, als die Netze und der regionale Bedarf verkraften können, die Kosten der Abschaltung sowie die Kosten der Eingriffe über die Netzkosten. Das ist ein brisantes Thema in Ostdeutschland – viel Windkraft, wenig Verbrauch führt zu den höchsten Netzkosten. Brandenburg hat daher mittlerweile die höchsten Stromkosten in Deutschland. Und wenn der Ministerpräsident nicht aufpasst, entsteht dort eine explosive Stimmung durch die Zerstörung der Landschaft und der Natur, Entwertung der Grundstücke und die höchsten Stromrechnungen.

Vielleicht steht auch deswegen der Satz auf Seite 72: „Wir werden beim weiteren Ausbau der Windenergie an Land einen besseren Interessenausgleich zwischen Erneuerbaren-Branche einerseits und Naturschutz- und Anwohneranliegen andererseits gewährleisten“. Wohlgemerkt nicht  „Wir wollen“ sondern „wir werden“.  Wenn aber die bayerische Regelung  - 10 mal Höhe des Windrads gleich Abstand zur nächsten Bebauung ( also zwischen 1,5 und 2 Kilometer) – zum Ansatz käme und die Forderung der Staatlichen Vogelschutzwarten von 1 Kilometer Abstand zum nächsten Horst eines Rotmilans ( oder 6 km beim Schreiadler) realisiert würde, gäbe es in ganz Ostdeutschland keinen einzigen neuen Standort mehr. Vielleicht war da ja jemand am Tisch, der weiß, wie stark die Anti-Windkraftbewegung geworden ist. 1000 Bürgerinitiativen sind im ländlichen Raum mittlerweile eine stärkere „pressure group“ als die Anti AKW Bewegung in ihren besten Tagen.

Wie groß die Not der politisch Handelnden ist, sieht man an folgendem Prüfauftrag: „Wir werden prüfen, inwieweit zukünftig nicht mehr benötigte Kraftwerksstandorte für große thermische Speicher-Kraftwerke genutzt werden können.“ (S.73) Da will man also überschüssigen Strom nehmen, zu Wärme degenerieren (indem man die Entropie erhöht!)  und über Nah-oder Fernwärmenetze zur Beheizung einspeisen.  Vielen Energiefachleuten sträuben sich da die Nackenhaare.

Auf S. 73 ist dann auch das Kernstück der Klimapolitik, über das so viel berichtet wurde, nachzulesen:

„Wir werden eine Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ unter Einbeziehung der unterschiedlichen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften sowie betroffenen Ländern und Regionen einsetzen, die auf Basis des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 und des Klimaschutzplans 2050 bis Ende 2018 ein Aktionsprogramm mit folgenden Elementen erarbeiten soll:

– Maßnahmen, um die Lücke zur Erreichung des 40 Prozent-Reduktionsziels bis 2020 so weit wie möglich zu reduzieren,

– Maßnahmen, die das 2030-Ziel für den Energiesektor zuverlässig erreichen, einschließlich einer umfassenden Folgenabschätzung,

– einen Plan zur schrittweisen Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung, einschließlich eines Abschlussdatums und der notwendigen rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und strukturpolitischen Begleitmaßnahmen und

– die finanzielle Absicherung für den notwendigen Strukturwandel in den betroffenen Regionen und einen Fonds für Strukturwandel aus Mitteln des Bundes“.

Das Ganze soll in ein Gesetz im Jahre 2019 münden. Zu begrüßen ist das Eingeständnis, dass das 2020er Ziel um 25 % verfehlt wird. Das war noch unter Jamaika für Frau Göring-Eckhardt („Kampf gegen die Klimaerhitzung“) und ihrem Hofreiter inakzeptabel und sollte zur sofortigen Stilllegung von 7000 MW (die Forderung der Grünen waren 12000 MW) führen. Frau Merkel hätte das mitgemacht, Herr Lindner dankenswerterweise nicht. Wir werden uns an ihn wohlwollend erinnern im Jahre 2022, wenn das letzte Kernkraftwerke vom Netz geht und die Versorgungssicherheit auch ohne grün-schwarzen spielerischen Umgang mit dieser so essentiellen Frage auf dem Prüfstand steht.

Der oben genannte Eulenspiegel hat dann auch noch folgenden Satz reingeschmuggelt. „Die laufende Hochtemperatur-Plasmaforschung in Deutschland wollen wir angemessen finanziell absichern.“ (S.35)  Das wäre der erhitzten Karin Göring-Eckhardt und ihrem Hofreiter nicht durchgeflutscht. Denn dahinter versteckt sich schamhaft, aber immerhin, die Fusionsforschung in Greifswald und Garching, die weltweit exzellenteste Wirkungsstätte hunderter Forscher, die sich um die Verwirklichung der Zukunftsenergie Fusion bemühen -und das erste Plasma erfolgreich zünden konnten. Und dann gibt es noch den schönen Satz: „Wir stehen weiterhin für eine wissenschaftlich fundierte, technologieoffene und effiziente Klimapolitik“. Das weiterhin sagt alles.

Wir werden jedenfalls weiterhin dafür sorgen, dass die im wissenschaftlichen Gewande propagierten Glaubenssätze einiger alarmistischer Klimaforscher  mit den realen empirischen Messungen und Ergebnissen konfrontiert werden.

 

Kartierung des Mittelalterlichen Klimawandels in Afrika

Pressemitteilung des Instituts für Hydrographie, Geoökolgie und Klimawissenschaften (IFHGK) vom 15. Februar 2018:

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Kartierung des Mittelalterlichen Klimawandels in Afrika:
Erwärmung des Kontinents, Abkühlung der Küstenmeere, Verschiebung der Regengürtel vor 1000 Jahren

Der globale Klimawandel gibt Anlass zu großer Sorge. Experten sind sich einig, dass die beobachteten Veränderungen der letzten 150 Jahre durch eine Kombination von menschengemachten und natürlichen Klimafaktoren verursacht worden sind. Eine vollständige Quantifizierung beider Beiträge ist jedoch noch immer nicht möglich und Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Um den natürlichen Beitrag besser einzugrenzen und diesen besser von anthropogenen Klimatreibern unterscheiden zu können, haben Klimawissenschaftler in den letzten anderthalb Jahrzehnten eine Vielzahl von Feldstudien durchgeführt. Ziel dieser Anstrengungen war es, die vorindustrielle Klimageschichte zu rekonstruieren und möglichst viele Datenpunkte über den Globus verteilt zu sammeln. Von besonderem Interesse sind hier die letzten 1000 Jahre. Zu Beginn dieser Zeitspanne ereignete sich im Mittelalter in Europa und Nordamerika eine Wärmephase, die bereits nach einigen Jahrhunderten durch die sogenannte ‚Kleine Eiszeit‘ abgelöst wurde, wahrscheinlich die kälteste Phase der letzten 10.000 Jahre. Ab 1850 erholte sich das Klima dann wieder und pendelte nach Abschluss des Kälteextrems zurück in einen wärmeren Zustand. Der zeitgleich beginnende Ausstoß von Treibhausgasen durch den Menschen verstärkte diesen Trend. Beide Prozesse vereint führten zur Modernen Wärmephase. Die Wärmephase des Mittelalters stellt dabei eine wichtige Referenz für die heutige Klimaerwärmung dar, jedoch ist unser Wissen zum mittelalterlichen Klima außerhalb der nordatlantischen Region noch immer unvollständig.

Ein internationales Forscherteam um den Geowissenschaftler Sebastian Lüning möchte diese wichtige Lücke schließen. Lüning ist im Hauptberuf Rohstoffgeologe und arbeitet in seiner Freizeit als Mitglied des schweizerischen Instituts für Hydrographie, Geoökolgie und Klimawissenschaften (IFHGK) an paläoklimatologischen Studien. Zusammen mit Kollegen aus Polen, Nigeria, der Türkei und Deutschland durchforsteten sie die voluminöse Fachliteratur und setzten aus den publizierten Daten ein spannendes Mosaik zusammen, das ein neues Licht auf die Mittelalterliche Klimaanomalie in Afrika wirft. Mithilfe von moderner Datenbank- und Visualisierungstechnik konnten sie Temperatur- und Niederschlagstrends für die Zeit 1000-1200 n.Chr. auf dem afrikanischen Kontinent auskartieren und die Klimageschichte vergangener Hitzewellen, Kältephasen, Dürren und Feuchtperioden lebendig werden lassen. Lüning erläutert die Herausforderungen, mit denen sich sein Team konfrontiert sah:

“Man könnte uns als eine Art wissenschaftliche ‚Datendetektive‘ beschreiben. Wir haben uns durch hunderte von Publikationen gearbeitet und nach belastbaren Aussagen zum mittelalterlichen Klima gesucht. Ohne wissenschaftliche Ausdauer und Passion wäre dies kaum zu bewältigen gewesen. Natürlich gibt es aus dieser Zeit keine Thermometermessungen oder gar Satellitendaten. Die Rekonstruktion des Mittelalterklimas geschieht daher über geologische Archive, insbesondere Sedimentkerne aus dem Meeresboden, Seen und Sümpfen. Aber auch Höhlentropfsteine liefern wichtige Informationen. Die Klimainformation steckt in den Veränderungen der chemischen Zusammensetzung sowie dem Fossilinhalt der Schichten. Dies muss dann nur noch ‚klimatisch rückübersetzt‘ werden. Alterdatierungen über die C14-Methode bilden das Altersgerüst dieser Studien.“

Die aus den Publikationen herausgefilterten Daten sammelten die Forscher zunächst in einer Google Map. Die Klimakurven wurden dann sorgfältig miteinander verglichen und die daraus abgeleiteten Klimatrends kartographisch erfasst. Der allergrößte Teil aller Studien vom afrikanischen Festland weist dabei eine deutliche Erwärmung während der Mittelalterlichen Klimaanomalie auf, ähnlich wie in Europa und Nordamerika. In vielen Küstengebieten rings um Afrika kühlte sich das Meer dagegen ab. Offenbar haben sich im Mittelalter in den sogenannten ‚Auftriebszonen‘die Winde verstärkt und so größere Mengen an kaltem Tiefenwasser nach oben gespült. Allerdings fallen die schmalen Küstenstreifen im Vergleich zur großen afrikanischen Landmasse flächenmäßig nur gering ins Gewicht. Die Studie erschien im Fachjournal Paleoceanography und fußt auf insgesamt 44 veröffentlichten Fallstudien in Afrika und den Nachbarregionen.

Neben der Temperatur interessierten sich Lüning und sein Team auch für Veränderungen in den Niederschlägen. Ein besseres Verständnis der natürlichen Variabilität der Regenfälle ist besonders für die halbtrockenen und trockenen Teile Afrikas wichtig, da Trinkwasser, Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion stark vom saisonalen Niederschlag abhängen. Lüning beschreibt die Motivation für die Untersuchung:

“Unsere Anfangsvermutung war, dass wir eine über den ganzen Kontinent einheitliche Niederschlagsänderung im Mittelalter finden würden. Dies war jedoch nicht der Fall. Bei der Verschiebung von Regengürteln werden nämlich einige Bereiche trockener und andere feuchter. Es ist überaus wichtig, diese natürlichen Veränderungen der Niederschlagsmuster und ihre Antriebsfaktoren möglichst genau verstehen, denn sie bilden wichtige Kalibrierungsdaten für Klimamodelle, die leider noch immer Schwierigkeiten haben, regionale Niederschläge korrekt zu simulieren.”

Die Studie identifizierte drei Gebiete in Afrika, in denen die Niederschläge während der mittelalterlichen Klimaanomalie zunahmen: Tunesien, westlicher Sahel und der allergößte Teil des südlichen Afrikas. Zur selben Zeit wurden die Regenfälle im übrigen Afrika seltener: Nordwest- und Nordostafrika, Westafrika, Ostafrika und die Winterregenzone Südafrikas. Zu letzterer Region gehört auch Kapstadt, das derzeit unter einer schlimmen Dürre leidet, die bereits zu schweren Einschnitten in der Trinkwasserversorgung geführt hat. Die klimahistorische Auswertung zeigt, dass ähnliche Dürren hier wohl auch vor 1000 Jahren geherrscht haben. Die regenbringenden Westwinde verlagerten sich damals so weit nach Süden, dass sie den Kontinent meist verfehlten und die Wolken über dem Ozean abregneten. Die Hydroklima-Studie erschien Mitte Februar im Fachblatt Palaeo3 und basiert auf 99 Fallstudien aus Afrika.

Da sich die CO2-Konzentration in vorindustrieller Zeit kaum geändert hat, kommen in erster Linie natürliche Klimafaktoren als Antrieb für den beobachteten Klimawandel des Mittelalters in Betracht. Am wahrscheinlichsten sind hier Änderungen der Sonnenaktivität sowie Ozeanzyklen, die im Takt von Jahrzehnten bis mehreren Jahrhunderten schwanken. Die beiden neuen Übersichtsstudien aus Afrika unterstreichen die große Bedeutung der natürlichen Klimavariabilität im globalen Maßstab. Ein robustes Grundverständnis des natürlichen Herzschlags des irdischen Klimasystems ist Grundvoraussetzung, um verlässlich zwischen anthropogenen und natürlichen Komponenten des modernen Klimwandels unterscheiden zu können und die Prognoseleistung von Klimamodellen weiter zu verbessern.

Die vorgestellten Arbeiten basieren auf einer großen Zahl von veröffentlichten Fallstudien, an denen hunderte von Wissenschaftlern beteiligt waren. Trotz großer Fortschritte im Bereich der klimageschichtlichen Forschung in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten klaffen jedoch noch immer riesige Lücken in unserem regionalen Wissen zur mittelalterlichen Klimaentwicklung. So sind riesige Gebiete im Inneren des afrikanischen Kontinents paläoklimatologisch noch immer unerforscht. Afrika und die Arabische Halbinsel bilden knapp ein Viertel der globalen Landmasse, sind aber in den globalen Temperaturrekonstruktionen der letzten 2000 Jahre stark unterrepräsentiert. Angesichts der großen Bedeutung dieser Basisdaten für Klimamodelle und letztendlich für klimapolitische Entscheidungen sind weitere strukturierte Forschungsanstrengungen dringend notwendig, um die großen Datenlücken zeitnah zu schließen.

 

Veröffentlichungen:

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2017): Warming and cooling: The Medieval Climate Anomaly in Africa and Arabia. Paleoceanography 32 (11): 1219-1235, doi: 10.1002/2017PA003237.

Lüning, S., M. Gałka, I. B. Danladi, T. A. Adagunodo, F. Vahrenholt (2018): Hydroclimate in Africa during the Medieval Climate Anomaly. Palaeogeogr., Palaeoclimatol., Palaeoecol., doi: 10.1016/j.palaeo.2018.01.025.

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Ein großer Dank an alle Crowdfunder, die das Projekt so tatkräftig unterstützt haben! Die Studie zur mittelalterlichen Temperaturentwicklung in Afrika wurde am 9. Februar 2018 in Eos in der Kategorie “Research Spotlight” vorgestellt.

 

Nature verschärft für Autoren Erklärungspflicht zu nicht-finanziellen Interessenskonflikten

Und täglich grüßt das Murmeltier. Gerade schwappt wieder eine Welle der Meeresspiegelhysterie durchs Land. Ein neues Paper behauptet eine Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs erkannt zu haben, obwohl die Mehrheit der Fachkollegen das ganz anders sehen. Die Medien berichten trotzdem begierig über die vermeintliche Katastrophe, klammern sich an wenige Potsdamer, die offenbar alternativlos als Cheferklärer auftreten. Das ist wirklich langweilig. Die 15. Wiederholung von Colombo ist um ein Vielfaches spannender. Eine gute Kritik finden Sie in Roger Letschs Artikel “Wenn der Meeresspiegel baden geht” auf achgut.com.

Ebenfalls lesenswert ist ein Interview mit dem Meeresspiegelspezialisten Nils-Axel Mörner, das er am 1. Februar 2018 der Basler Zeitung gegeben hat:

«Diese Forscher haben eine politische Agenda»
Der Ozeanograph Nils-Axel Mörner stellt sich gegen den Weltklimarat und die Warnungen vor versinkenden Inseln.

BASLER ZEITUNG: Herr Mörner, Sie waren in letzter Zeit mehrmals auf der Inselgruppe ­Fidschi im Südpazifik, um dort Veränderungen der Küsten und des Meeresspiegels zu erforschen. Warum Fidschi?

MÖRNER: Ich wusste, dass es im Juni 2017 in New York eine Wissenschaftskon­fe­­renz gibt, die sich mit Meeresspiegel-Veränderungen auf Fidschi befasst. Und es war bekannt, dass der Inselstaat den Vorsitz der 23. Weltklimakonferenz haben wird, die im letzten November in Bonn stattfand. Fidschi rückte also in den Fokus des Interesses. Man hörte, dass der steigende Meeresspiegel dort schon viel Schaden angerichtet habe. Ich wollte mit ­eigenen Augen überprüfen, ob das stimmt.

BASLER ZEITUNG: Was machte Sie skeptisch?

Weiterlesen in der Basler Zeitung.

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Vince Ebert am 6. Januar 2018 im Handelsblatt:

Wie viel Naturwissenschaft braucht die Zukunft?
Die Zeitungen sind voll von Horrornachrichten, welche Gefahren der Menschheit, uns allen durch den Fortschritt drohen. Doch bei aller Angst vor der Zukunft: Wo wären wir ohne Evolution von Wissenschaft und Technik?

Weiterlesen im im Handelsblatt

Buchtipp von Vince Ebert: Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie

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Der WWF und Greenpeace haben einen gewichtigen Einfluss in der Klimaforschung. Der WWF hat bei den IPCC-Berichten viele Autoren aus den eigenen Reihen untergebracht, Greenpeace und nahestehende Stifter fördern aktiv ihnen genehme Klimaforschung. Mit der Unabhängigkeit der Forschung ist es daher nicht zum Besten bestellt. Die Nature Fachpublikationsgruppe hat nun zum Glück die Daumenschrauben etwas fester angezogen. Autoren von Fachartikeln müssen nun noch genauer ihre persönlichen Verflechungen angeben:

Nature journals tighten rules on non-financial conflicts

Authors will be asked to declare any interests that might cloud objectivity.

What makes a conflict of interest in science? Definitions differ, but broadly agree on one thing: an influence that can cloud a researcher’s objectivity. For some people, that influence can be money. But there are other influences that can interfere, such as institutional loyalty, personal beliefs and ambition.

Nature and the other Nature Research journals (including the Nature research and reviews journals, Nature Communications, Scientific Reports, Scientific Data, the Nature Partner Journals and the Communications journals) are taking into account some of these non-financial sources of possible tension and conflict. From February, authors of research articles, reviews, commentaries and research analyses will be asked (and expected) to disclose them (see go.nature.com/2ddg12z).

Weiterlesen auf nature.com.

Wenn gewisse deutsche Forscher also bei Veranstaltungen der Grünen auftreten, muss dies möglicherweise demnächst in einer Erklärung zu Fachartikeln eingeräumt werden. Nur so wird klar, welche versteckte Ziele ein Forscher möglicherweise verfolgt. In Berlin gibt es beispielsweise ein Institut, das sich Climate Analytics nennt. Hier wurden wichtige Papers zur Rechtfertigung des 1,5-Gradziels verfasst. Was ist das für eine Gruppe? Wenn man die Liste der Mitarbeiter durchgeht, findet man etliche personelle Greenpeace-Verflechtungen. Und siehe da, bei den Sponsoren ist sogar  Greenpeace explizit genannt. Amerikanisches Aktivistengeld scheint über die European Climate Foundation hereinzufließen.

 

Abb. 1: Sponsoren von Climate Analytics. Quelle: Webseite Climate Analytics (Zugriff: 13.2.2018)

 

Kriege wegen Klimawandel? Fragwürdige Studien fallen beim Statistiktest glatt durch

Wetter ist nicht Klima. Trotzdem häufen sich in letzter Zeit die Meldungen über Kälterekorde und ungewöhnlich hartes Winterwetter. In den USA haben die tiefen Temperaturen jetzt sogar Haie gefrieren lassen. Die beste Strategie ist, die Meldungen interessiert zur Kenntnis zu nehmen, jedoch am Ende die Klimakurven sprechen zu lassen. Allmonatlich veröffentlicht Roy Spencer in seinem Blog eine Übersicht der Temperaturentwicklung des Vormonats. Anhand von Temperaturkurven und Anomaliekarten kann man das Geschehen genau mitverfolgen. Seine Analyse des Januar 2018 gibt es hier.

Die Welt erholt sich immer noch von der El Ninophase. Zwar sind die Temperaturen bereits kräftig gesunken, jedoch ist das Gesamtniveau immer noch ziemlich hoch. Die kalte La Nina-Phase hat die Tropen allerdings jetzt spürbar abgekühlt. Zuletzt war es dort 2012 so kalt wie heute. In einer Pressemitteilung der University of Huntsville, Alabama, gibt es die dazugehörigen Karten (via WUWT). Die Tropen, Nordwest Europa und Südost USA waren im Januar 2018 zu kalt, das Mittelmeergebiet und Indien zu warm. Das darf man nie vergessen: Medial intensiv verarbeitete Kälteanomalien können durch entgegengesetzte Wärmeanolamien irgendwo anders auf dem Planeten ausgeglichen werden. Und wenn diese irgendwo auf dem weiten Ozean liegen, interessiert dies niemanden, trotzdem ist es ein gleichberechtigter Bestandteil der globalen Temperaturstatistik. Es lohnt sich also, ab und zu auf die Temperaturanomaliekarten zu schauen.

Das Wetter- und Klimasystem ist zudem durch eine Reihe von “Klimawippen” charakterisiert. Wenn es in dem einen Gebiet zu warm ist, ist es in einem benachbarten Gebiet stets zu kalt. Und wenn die Wippe dann in die andere Richtung geht, vertauschen sich die Temperaturtrends. Im Mittelmeer ist beispielsweise solch eine Wippe ausgebildet, wo der Westen (Spanien) gegen den Osten (Griechenland) wippt. Oder im Bereich der Antarktischen Halbinsel, wo sich ebenfalls West und Ost die Bälle zuspielen.

Warten wir also die kommenden Monate und Jahre ab. Wenn sich die Kälte wirklich festsetzt, sollten wir es im Temperaturverlauf schon bald entdecken. Wenn Ozeanzyklen und Sonne das tun, was sie seit Jahrtausenden getan haben, ist der klimatische Abschwung nur eine Frage der Zeit.

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Da waren sich doch eigentlich alle Alarmisten einig: Der Syrienkrieg und andere Konflikte im Nahen Osten wären vom Klimawandel entscheidend mit verursacht. Daran glaubten sie jedenfalls ganz fest. Eine neue Arbeit in Nature Climate Change lässt an solchen “Studien” allerdings kein gutes Haar. Eine Autorengruppe um Courtland Adams untersuchte die am meisten vom Klimawandel betroffenen Regionen und fand keinen Zusammenhang mit dem Gewaltpotential. In Ländern mit stärkerer Beaufschlagung durch klimatische Wandlungen leben die Menschen friedlich zusammen. Genau dies können die Arbeiten, die z.B. bevorzugt die Konflikte in Syrien thematisieren, nicht erklären. Am Ende warnen die Forscher vor spät-kolonialen Folgen der wenig robusten Arbeiten. Hier die Kurzfassung des Papers:

Sampling bias in climate–conflict research
Critics have argued that the evidence of an association between climate change and conflict is flawed because the research relies on a dependent variable sampling strategy1,2,3,4. Similarly, it has been hypothesized that convenience of access biases the sample of cases studied (the ‘streetlight effect’5). This also gives rise to claims that the climate–conflict literature stigmatizes some places as being more ‘naturally’ violent6,7,8. Yet there has been no proof of such sampling patterns. Here we test whether climate–conflict research is based on such a biased sample through a systematic review of the literature. We demonstrate that research on climate change and violent conflict suffers from a streetlight effect. Further, studies which focus on a small number of cases in particular are strongly informed by cases where there has been conflict, do not sample on the independent variables (climate impact or risk), and hence tend to find some association between these two variables. These biases mean that research on climate change and conflict primarily focuses on a few accessible regions, overstates the links between both phenomena and cannot explain peaceful outcomes from climate change. This could result in maladaptive responses in those places that are stigmatized as being inherently more prone to climate-induced violence.

 

 

Luftverschmutzung ist das wichtigste Umweltproblem der heutigen Zeit

Wenn man eingefleischte Klimaaktivisten in Aktion erlebt, wird schnell klar, dass sie sich mit Haut und Haaren für ihr Thema einsetzen. Das ist einerseits gut, denn jeder sollte für seine Überzeugungen einstehen, wir leben in einem freien Land, wo dies zum Glück möglich ist. Andererseits lenken die Damen und Herren Klimaaktivisten mit ihrer Überbetonung des Klimawandels von viel wichtigeren Themen ab, die nicht erst in einigen Jahrzehnten greifen, sondern heute im Hier und Jetzt. Weshalb ignorieren die Aktivisten Themen wie Lufverschmutzung, Kinderarbeit, Kinderehen, fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser, schlechte Staatsführung? Gerade erst wurde die Luftverschmutzung von Forschern der Yale and Columbia Universities als größtes aktuelles Umweltproblem erklärt.

Es deutet vieles darauf hin, dass sich die Aktivisten die Hände selber gar nicht schmutzig machen wollen. Da, wo sie effektiv heute helfen könnten, gehen sie achtlos vorbei. Stattdessen fokussieren sie auf ein ziemlich theroretisches Modethema, bei dem man vor allem von anderen Änderungen fordert. Das überzeugt nicht und ist ein echtes ethisches Dilemma. Erst wenn Aktivisten auch die wirklichen Problemthemen anpacken, kann man ihnen abnehmen, dass sie es gut mit der Erde und den Menschen meinen. Bis dahin deutet vieles auf Klimaaktivismus als Ersatzreligion und unterhaltsames Machtspielchen hin.

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Im Januar 2018 hielt Sandra Weeser (FDP) eine bemerkenswerte Rede zur Begrenztheit der Erneuerbaren Energien:

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FAZ am 30. Dezember 2017:

Solarstrom ist überteuert und ineffizient
Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung hat einen neuen Rekordwert erreicht. Jede dritte Kilowattstunde stammt aus einer Wind-, Solar- oder Biogasanlage. Zugleich steigen die Ausgaben zur Förderung des Ökostroms. Damit treten Unterschiede der einzelnen Erzeugungsarten schärfer hervor. Photovoltaik erweist sich als besonders ineffizient – unter mehreren Gesichtspunkten.

Weiterlesen in der FAZ

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Berliner Zeitung am 2. Januar 2018:

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Energiewende bedeutet Umverteilung“
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat eine scharfe Korrektur an der Förderung erneuerbarer Energien gefordert. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) führe derzeit zur größten Umverteilung von unten nach oben in der Geschichte der Bundesrepublik, weil alle die Kosten mit der Stromrechnung zahlten, aber vor allem vermögende Investoren davon profitierten. Eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes könne so auch kaum gelingen, weil nur in die Erzeugung, nicht aber in die Speicherung von Energie investiert worden sei, sagte Woidke.

Weiterlesen in der Berliner Zeitung

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Süddeutsche Zeitung am 18. Januar 2018:

Eingriffe ins Stromnetz: Netzbetreiber zahlt Millionen
Wegen Eingriffen in das Stromnetz hat der ostdeutsche Netzbetreiber Mitnetz auch 2017 wieder Entschädigungen in Millionenhöhe gezahlt. Nach vorläufigen Hochrechnungen schlugen die Maßnahmen im vorigen Jahr mit rund 13,9 Millionen Euro zu Buche. Das teilte das Tochterunternehmen des Energieversorgers enviaM aus Chemnitz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Entschädigungen werden an Betreiber von Anlagen gezahlt, die vorübergehend heruntergefahren werden müssen.

Weiterlesen in der Süddeutschen Zeitung

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Wenn Windkraftanlagen in die Jahre kommen, dann kommt der Abriss. Das wird in den kommenden Jahren wohl sehr oft der Fall sein, denn wenn die Subventionen auslaufen und der Besitzer nichts mehr verdient, dann muss der Windkoloss weg. Allerdings bleiben an einigen Standorten die schweren Fundamente zurück. Zurückversetzung in den Urzustand sieht anders aus. Tilman kämpft gegen diese Müllfundamente in der Landschaft. Derzeit sammelt er Unterschriften für eine Petition. Hier können Sie unterschreiben.

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Ende Januar 2018 stellte Björn Peters auf der Webseite des Deutschen Arbeitgeberverbandes eine wichtige Frage zur wirtschaftlichen Plausibilität von Offshore-Windparks:

Offshore-Windenergie ohne EEG-Förderung?
Im April 2017 ließen die Ergebnisse der EEG-Ausschreibungen für Offshore-Windenergie aufhorchen. Zwei Projektierer gewannen die Ausschreibungen mit einem Angebotspreis von Null. Wir rechnen nach, wie realistisch es ist, dass diese Anbieter Gewinne erwirtschaften können.

Weiterlesen auf der Webseite des Deutschen Arbeitgeberverbandes

 

Universität verpasst australischem Klimawissenschaftler Maulkorb: Er redete nicht alarmistisch genug

Die Olympischen Winterspiele haben begonnen. Für Deutschland ging es gut los, gleich zwei Goldmedaillen. Glückwunsch! Klimatisch gesehen läuft es in Pyeongchang allerdings nicht so gut. Dies werden wohl die kältesten Olympischen Winterspiele seit langem. Tagsüber -6°C und nachts -11°C. Gesund ist das für die Sportlerlungen auf keinen Fall. Während der Vorbereitung mussten die Sportler nach jedem Training ihre Langlaufski wegschmeißen, wegen Frostschaden. Trotzdem warnen einige Alarmisten vor dem zukünftigen Ausfall der Spiele – wegen der Klimaerwärmung. Aktivistenträume…

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Im Januar 2018 berichtete Ron Clutz auf Science Matters über ein unerwartetes Phänomen, nämlich die Abkühlung der globalen Ozeane während der letzten 3 Jahre:

Oceans Cool Off Previous 3 Years
[...] The chart below shows SST monthly anomalies as reported in HadSST3 starting in 2015 through December 2017.

After a bump in October the downward temperature trend has strengthened. As will be shown in the analysis below, 0.4C has been the average global anomaly since 1995 and December has now gone lower to 0.325C.  NH dropped  sharply along with the Tropics.  SH held steady erasing the Oct. bump.  All parts of the ocean are clearly lower than at any time in the past 3 years.

For Reference:
Global SSTs are the lowest since 3/2013
NH SSTs are the lowest since 3/3014
SH SSTs are the lowest since 1/2012
Tropics SSTs are the lowest since 3/3012

[...]

The oceans are driving the warming this century.  SSTs took a step up with the 1998 El Nino and have stayed there with help from the North Atlantic, and more recently the Pacific northern “Blob.”  The ocean surfaces are releasing a lot of energy, warming the air, but eventually will have a cooling effect.  The decline after 1937 was rapid by comparison, so one wonders: How long can the oceans keep this up?

Ganzen Beitrag auf Science Matters lesen.

Im Beitrag wird der Temperaturverlauf auch mit dem AMO-Ozeanzyklus verglichen. Alles deutet auf ein bevorstehendes Umkippen des AMO-Zyklus hin. Das wird die globalen Temperaturen nach unten ziehen. Für Rahmstorf und Co. brechen nun schlechte Zeiten an…

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In Australien spielt sich gerade ein Drama ab, das man eher im Mittelalter vermutet hätte. Alarmisten haben es in den letzten Jahren immer wieder geschafft, in den Medien den Tod des Großen Barriere Riffes in Australien zu verkünden. Schuld hätte der Klimawandel. Allerdings spiegelt dies nicht die Meinung  von Experten wider, die sich tagtäglich mit dem Rif beschäftigen. Peter Ridd von der James Cook University hat sich gegen die alarmistische Berichterstattung gewehrt und darauf beharrt, dass die wirklichen Fakten präsentiert werden. Die Riffe sterben und gedeihen seit jeher in Zyklen, sie sind widerstandsfähiger als vormals gedacht. Ridds Universität mochte das gar nicht, denn die hängt am Tropf der Klimaforschungsgelder, die nur sprudeln, wenn man die Sachlage dramatisiert. Ridd hingegen betrachtet sich als Forscher der alten Schule, der vor allem an der wissenschaftlichen Wahrheit interessiert ist. Diese rangiert weit vor Argumenten der dramatisierenden Forschungsförderung. Die James Cook Univeristy wollte Ridd einen Maulkorb verpassen. Er dürfe nicht mehr ausplaudern, dass es ja gar nicht so schlimm um die Riffe stünde. Das fand der jedoch gar nicht gut. Er sammelte kurzerhand im Internet 100.000 Dollar Kriegskasse und will sich jetzt juristisch gegen das mittelalterlich anmutende Redeverbot juristisch wehren. Wir wünschen ihm viel Erfolg!

 

Ecuador: Rodungen zerstören mehr Wald als der Klimawandel

Pressemitteilung der Technischen Universität München vom 2. Februar 2018:

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Vergleich von Trockenwaldverlusten durch Landnutzungsänderungen oder die Klimaerwärmung
Ecuador: Rodungen zerstören mehr Wald als der Klimawandel

Für die weltweit stark bedrohten tropischen Wälder sind Rodungen für Ackerland und der Klimawandel die zwei Hauptgefahren. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Thünen-Instituts verglichen die Verluste durch Abholzung mit denen, die extreme Klimawandel-Szenarien in Ecuador mit sich bringen würden. Obwohl die globale Erwärmung die Artenverteilung verändern dürfte, geht durch Waldrodungen mehr Trockenwald verloren als durch prognostizierte Klimawandelschäden.

Ein Großteil der Trockenwälder Ecuadors liegt im Südwesten des Landes, in der Region Tumbes-Chocó-Magdalena. Diese Wälder liefern nicht nur Holz- und Nichtholzprodukte, sondern Ökosystemleistungen, die den Wasserhaushalt regulieren und Böden vor Erosion schützen. Jedoch setzt dem Gebiet ein hoher Lebensraumverlust durch Abholzungen für mehr Acker- und Weideflächen zu. Dies verschärft negative Auswirkungen des Klimawandels wie etwa Temperaturanstiege. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern vom Thünen-Institut und der ecuadorianischen Universidad Técnica Particular de Loja verglich ein Team der TUM die prognostizierten Flächenverluste von Baumarten, die einerseits durch die Entwaldung und andererseits durch prognostizierte Waldverluste bei einem extremen Klimawandel-Szenario entstünden. „Wir haben 660 Datensätze zum Vorkommen von 17 charakteristischen Baumarten der Trockenwälder im Süden Ecuadors ausgewertet“, erklären die Erstautoren Carlos Manchego und Patrick Hildebrandt vom Lehrstuhl für Waldbau der TUM – „um beide Bedrohungspotentiale abzuschätzen, haben wir die prognostizierten jährlichen Raten der Verluste miteinander verglichen. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Ergebnisse nicht übertragbar sind auf andere Baumarten in anderen Regionen.“ Die Verluste durch das Umwandeln im Zeitraum 2008 bis 2014 vor allem für Agrar- und Weideland lagen im Untersuchungsgebiet im Durchschnitt bei 71 Quadratkilometern pro Jahr bei allen Arten. Der prognostizierte Artenarealverlust im Klimawandel-Szenario lag indes lediglich bei 21 Quadratkilometern jährlich.

Empfehlungen für effektiveren Waldschutz und nachhaltige Landnutzung

„Ein nicht erwartetes Ergebnis waren die durch den Klimawandel bedingten unterschiedlichen Verdrängungsrichtungen der Baumarten. Während einige Arten nach Norden abwandern, finden andere Arten ihren künftigen Verbreitungsschwerpunkt eher in Richtung Süden. Daraus lässt sich ein Trend zur Durchmischung von Baumarten mit bisher unbekannten Effekten auf Funktionalität und Stabilität künftiger Waldgesellschaften ableiten”, sagt Hildebrandt. „Zugleich beginnen die Rodungen in den höheren Lagen, weil es dort klimatisch einfacher ist etwas anzubauen wie etwa Mais.”

Schutzmaßnahmen nach Schwachstellen priorisieren

Für eine effiziente Planung, die Umsetzung von Schutzmaßnahmen und eine nachhaltige Landnutzung sei es wichtig, die Maßnahmen nach solchen Bedrohungen und Schwachstellen zu priorisieren, sagt Hildebrandt. Es muss zwischen potenziellen Bedrohungen durch den Klimawandel oder durch die Entwaldung unterschieden werden. Mit der in „PLOS One“ erschienenen Studie „wollten wir einen wissenschaftlichen Bezugsrahmen zur Verfügung stellen, um das kleinere Übel zu identifizieren und gezielte Empfehlungen geben zu können.“  Jedoch unabhängig von der Erhaltungsstrategie erforderten diese Ziele sowohl die Beteiligung privater Landbesitzer als auch lokaler Gemeinschaften.

Publikation: Carlos E. Manchego, Patrick Hildebrandt, Jorge Cueva, Carlos Ivan Espinosa, Bernd Stimm, Sven Guenter: Climate change versus deforestation: Implications for tree species distribution in the dry forests of southern Ecuador, PLOSone 12/2017. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0190092

 

James Hansen erwartet Erwärmungspause für die kommenden 10 Jahre

Von 1998-2014 stagnierten die globalen Temperaturen, man spricht von einem “Hiatus” bzw. “Slowdown”. Ein sehr starker El Nino ließ dann die Temperaturen nach oben schießen, was den Hiatus ersteinmal unterbrach. Kurios: Auf Wikipedia weigern sich klimaalarmistische Kontolleure standhaft, die Temperaturkurve zu aktualisieren, weil dann der schöne El Nino-Effekt auffliegen würde.

Wie geht es nun weiter? In unserem Buch “Die kalte Sonne” prognostizierten wir eine Abkühlung für die kommenden 15 Jahre. Erschwachende Sonne und kühlende Ozeanzyklen werden mögliche CO2-Erwärmungseffekte mehr als auffwiegen. Für Vertreter der Klimaalarmschiene wäre dies bitter. Ein, zwei Zehntelgrade kann man durch statistische Datenmassage durchaus verschwinden lassen. Irgendwann jedoch kann man die ausbleibende Erwärmung nicht mehr kaschieren. Bullisch halten einige Alamisten weiter an ihrer ursprünglichen Vorhersage fest: Pro Jahrzehnt 0,2°C wärmer! Das fordern die Klimamodelle. Allerdings bekommen nun die ersten wackelige Knie. Und dies sind sogar Meinungsführer der harten Klimalinie, nämlich James Hansen und Gavin Schmidt. In einem Rückblick auf die Temperaturen 2017 und Ausblick auf die weitere Entwicklung räumen sie nun plötzlich eine spürbare Klimawirkung von Sonnenaktivitätsschwankungen ein. Sie warnen explizit vor einer Fortsetzung des Hiatus. Dies wäre plausibel, schreiben sie, ja sogar wahrscheinlich:

However, the solar variability is not negligible in comparison with the energy imbalance that drives global temperature change. Therefore, because of the combination of the strong 2016 El Niño and the phase of the solar cycle, it is plausible, if not likely, that the next 10 years of global temperature change will leave an impression of a ‘global warming hiatus’.   

Die Erklärung der beiden GISS-Leute Hansen und Schmidt vom 18. Januar 2018 hat das Zeug, als historischer Meilenstein in die Klimadebatte einzugehen. Rahmstorf und Co. werden sich sicher die Nackenhaare gesträubt haben. Sie geraten nun in akute Erklärungsnot. Vermutlich wird uns der Potsdamer erklären, dass der Hiatus eine Folge der Klimaerwärmung sei. Des Kaisers neue Kleider. Wir können auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

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Wer in der Fachliteratur unterwegs ist, stößt immer wieder auf Skurrilitäten. WUWT wies auf diesen quasi codierten Fachtext hin:

“MOT is a S-GAST biased parameter….so the synchronicity of MOT and AAT/CO2 is consistent with GAST lagging AAT/CO2.”

“The close relation between our MOT record and AAT/AMOC changes as well as the strong warming during the YD1.”

“It is not straightforward to constrain the LGM-Holocene ASST or GAST change from the MOT change we derive here.”

“The AMOC switched to its strong state, which in turn starts cooling AABW, making it again harder for the AMOC to sustain its strength as AABW becomes denser again.”

Alles klar? Die Auflösung der Buchstabencodes gibt es hier. Manchmal bekommt man wirklich den Eindruck, einige Autoren wollen sich hinter Fachchinesisch verstecken, damit möglichst wenige Leute ihre Ergebnisse verstehen. Die Idee dahinter: Je unverständlicher, desto mehr Anerkennung von den Laien, die nobelpreisverdächtige Erkenntnisse dahinter vermuten. Souveräne Forscher haben so etwas nicht nötig. Sie bemühen sich um Allgemeinverständlichkeit so gut es geht. Die Inhalte müssen überzeugen, nicht die extravagante Verpackung.

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Die Klimadiktatur wuchert immer weiter. Neuestes Opfer: Das Butterbrot. Epoch Times am 25. Januar 2018:

Industrielle Sandwichs so klimaschädlich wie Autoverkehr
Der jährliche landesweite Verzehr von Sandwichs in Großbritannien sei genauso klimaschädlich wie der Autoverkehr, so Forscher der Universität Manchester.

Weiterlesen auf Epoch Times

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In Kalifornien ist man sehr auf Klimaschutz bedacht. Ein Politiker der Demokraten des Staates hat jetzt vorgeschlagen, Kellner mit einem Bußgeld von 1000 US$ zu belegen, die einem Gast unaufgefordert einen Strohhalm bringen, alternativ ein halbes Jahr Gefängnis. Die ungewollten Strohhalme würden unnötig Ressourcen binden, eine Verschwendung die letztendlich zu Verschärfung der Klimaerwärmung führt. Nachzulesen auf reason.com.

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Der Deutschlandfunk füllte am 25. Januar 2018 sein Programm mit Trivialitäten:

Studie: Weniger Lebensmittel wegwerfen ist besser fürs Klima
Bei der Verminderung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase könne auch die Landwirtschaft ihren Beitrag leisten, sagte Hanna Fekete vom NewClimate Institute im Dlf. Noch mehr Emissionen könnten einer Analyse des Instituts zufolge aber vermieden werden, wenn die Menge der weggeworfenen Lebensmittel reduziert würde.

Eine bahnbrechende Neuigkeit. Demnächst: Vermeiden Sie Umwege, denn diese schaden dem Klima. Bewahren Sie Ihre alten Bücher auf und lesen es mehrmals, das spart Druckerschwärze, Papier und Transportkosten, was dem Klima zugute kommt.

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“Kalte Sonne” ist wieder im Buchhandel erhältlich. Diesmal geht es allerdings nicht um das Klima, sondern einen “temporeichen, leichenfreien Thriller”. OÖ Nachrichten am 2. Januar 2018:

Johannes Epple kann niemand ernsthaft vorwerfen, er sei in den vergangenen Jahren untätig gewesen. Er hat als Deutschlehrer für Migranten und als Lektor gearbeitet, sein Philosophie-Studium mit dem Doktorat abgeschlossen, zwei Söhne gezeugt und an einem dritten Kind – in geschriebener Form – gearbeitet. Ein halbes Jahrzehnt hat der in Langenstein im Mühlviertel geborene Epple an seinem Thriller “Kalte Sonne” geschrieben, hat penibel in Krankenhäusern, im Wiener Landesgericht und in der Fitnessbranche recherchiert und viel Zeit mit einer Mutter verbracht, die einen Sohn mit der seltenen genetischen Störung “Trisomie 13″ hat. Immer wieder hat er geschrieben und weggeworfen, einmal sogar 80 Seiten – die Arbeit von zwei Jahren. Weil die “Kalte Sonne” einfach kein Gerichtsroman werden wollte, sondern ein spannungsgeladener, schneller, plotgetriebener Thriller. Zwölf Versionen verwarf der 35-Jährige, die 13. ist jetzt im Verlag Salomon erschienen.

Im Vergleich dazu waren die Arbeiten zu unserem (fast) namensgleichen Klimabuch sehr viel zielgerichteter. Das Konzept des Buches war uns schon ziemlich früh klar. Dann haben wir es geschrieben. Und dann wurde es veröffentlicht. Geschrieben wurde es vor allem nachts und im Intercity zwischen Hamburg und Bremen. Wir hoffen, dass sie unseren leichenfreien Klimathriller ähnlich spannend fanden wie den Krimi von Johannes Epple.

 

Gute Nachrichten aus der Tierwelt: Den kalifornischen Seelöwen geht es wieder gut

Im Januar 2018 hielt Steve Koonin in Wien einen Vortrag zum Klimawandel, in dem er eine stärkere Einbeziehung der natürlichen Variabilität forderte. Der Standard berichtete im Vorfeld über den Vortrag:

Klimawandel: Physiker zweifelt am Ausmaß der menschlichen Schuld

Nach Ansicht des Energieexperten Steve Koonin sei die Datenlage unzureichend. [Am 24.1.2018 sprach] er in Wien

Mag auch das Eis der Arktis stetig schwinden und allein an Europas Küsten dutzende wärmeliebende Tierarten nordwärts wandern – der Klimawandel wird mancherorts heftig abgestritten. US-Präsident Donald Trump ist derzeit der prominenteste Kopf in der Riege der Skeptiker. Schwere Schneefälle an der Ostküste reichen ihm schon als Argument gegen eine globale Erwärmung. Kritik an der Klimaforschung kommt aber auch von Experten, denen man keine populistische Intention unterstellen kann: Steven Koonin ist einer von ihnen. Der Physiker kann auf eine abwechslungsreiche Karriere zurückblicken. Schon 1992 wurde er von der US-Regierung als Berater in Klimafragen berufen.

Weiterlesen im Standard

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Klimaretter am 16. Januar 2018:

Europa verheizt seine Wälder
Zwei Drittel der erneuerbaren Energie in der EU stammen aus Biomasse. Dazu gehört auch die Strom- und Wärmegewinnung durch Holzverbrennung. Das kann dem Klima genauso schaden wie Kohle, Öl oder Gas, warnen Klimaforscher. Immer mehr Wälder seien durch ein neues EU-Gesetz in Gefahr.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stand es schlecht um den Wald in Europa. Unmengen von Holz verschlangen all die Häuser und Schiffe und überall wurde Brennholz zum Kochen und Heizen gebraucht. Zeitzeugen berichten von “wüstenartigen Landschaften” und willkürlich kahl geschlagenen Freiflächen – in Deutschland sollen nur noch zehn Prozent des heutigen Waldes gestanden haben. Wäre die Industrialisierung ausgeblieben, gäbe es heute vielleicht keinen Flecken Wald mehr: Durch den Einsatz des neuen Energieträgers Kohle konnte der Raubbau beendet werden.

Weiterlesen beim Klimaretter

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Immer wieder werden Populationsschwankungen in der Tierwelt automatisch dem Klimawandel zugeschrieben, auch bei den Seelöwen. Eine kürzliche NOAA-Studie der Seelöwenpopulation vor der kalifornischen Küste kam zu einem erfreulichen Schluss: Nach einem starken Abfall in den Vorjahren hat sich die Seelöwenpopulation dort jetzt vollständig erholt. Warme Wassermassen an der US-Westküste (“The Blob”) sowie der kürzliche El Nino hatten die Seelöwen zwischenzeitlich dezimiert. Nun ist es wieder schön kalt, was den Tieren offensichtlich gut tut. Hier die Pressemitteilung der NOAA Fisheries West Coast Region vom 17. Januar 2018.

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Die Januar-Temperaturen 2018 lagen etwas über dem Durchschnitt der letzten 3 Jahrzehnte. Wenn man sich die Zeitreihe etwas genauer anschaut, ist über denselben Zeitraum eine langfristige Abkühlung des Januar zu erkennen. Josef Kowatsch und Stefan Kämpe haben den Verlauf in einem EIKE-Artikel dargestellt, aus dem diese Graphiik stammt, die auf Original-DWD-Daten basiert.

 

Verheerende CO2-Bilanz: Energieträger Holz ist schlimmer als Kohle, noch viele Jahrzehnte

Die Europäische Union hat Holz und andere Biotreibstoffe als CO2-emissionsneutral eingestuft und fördert ihren Einsatz als Energieträger. Ein Trugschluss, denn eine Studie von John Sterman und Kollegen hat das CO2-Budget von Holz detailliert mit dem von Kohle verglichen und Erstaunliches gefunden. Die am 18. Januar 2018 in den Environmental Research Letters erschienene Arbeit dokumentiert, dass die CO2-Bilanz von Holz als Energieträger in den ersten Jahrzehnten verheerend ist. Würde man komplett von Kohle auf Holz umstellen, würde die CO2-Konzentration ein Jahrhundert lang sogar noch schneller ansteigen als bei der herkömmlichen Kohlenutzung. Das sich neu bildende Holz benötigt nämlich Zeit, um zu wachsen und besitzt zudem meist eine geringere Kohlenstoffdichte im Vergleich zum gerodeten Naturwald. Die Autoren warnen, dass eine verstärkte Nutzung von Holz als Energieträger in den kommenden 100 Jahren das Klima stärker beeinträchtigt als die Energiegewinnung durch Kohle. Hier die Kurzfassung der Arbeit. Das pdf der Studie ist übrigens kostenfrei heruterladbar.

Does replacing coal with wood lower CO2 emissions? Dynamic lifecycle analysis of wood bioenergy
Bioenergy is booming as nations seek to cut their greenhouse gas emissions. The European Union declared biofuels to be carbon-neutral, triggering a surge in wood use. But do biofuels actually reduce emissions? A molecule of CO2 emitted today has the same impact on radiative forcing whether it comes from coal or biomass. Biofuels can only reduce atmospheric CO2 over time through post-harvest increases in net primary production (NPP). The climate impact of biofuels therefore depends on CO2 emissions from combustion of biofuels versus fossil fuels, the fate of the harvested land and dynamics of NPP. Here we develop a model for dynamic bioenergy lifecycle analysis. The model tracks carbon stocks and fluxes among the atmosphere, biomass, and soils, is extensible to multiple land types and regions, and runs in ≈1s, enabling rapid, interactive policy design and sensitivity testing. We simulate substitution of wood for coal in power generation, estimating the parameters governing NPP and other fluxes using data for forests in the eastern US and using published estimates for supply chain emissions. Because combustion and processing efficiencies for wood are less than coal, the immediate impact of substituting wood for coal is an increase in atmospheric CO2 relative to coal. The payback time for this carbon debt ranges from 44–104 years after clearcut, depending on forest type—assuming the land remains forest. Surprisingly, replanting hardwood forests with fast-growing pine plantations raises the CO2 impact of wood because the equilibrium carbon density of plantations is lower than natural forests. Further, projected growth in wood harvest for bioenergy would increase atmospheric CO2 for at least a century because new carbon debt continuously exceeds NPP. Assuming biofuels are carbon neutral may worsen irreversible impacts of climate change before benefits accrue. Instead, explicit dynamic models should be used to assess the climate impacts of biofuels.

Aber es gibt auch gute Nachrichten aus dem Wald: Durch den Anstieg des CO2 in der Atmosphäre blüht es im tropischen Regenwald immer kräftiger. Das meldete jetzt die Florida State University. Da sag nochmal jemand, dass der Klimawandel nur Negativschlagzeilen produziert.

 

Exzessive Bioenergie tötet Wald, Klima und die Menschen

Die Idee war simpel: Lasst uns doch einfach Öl und Gas durch nachwachsende Energieträger ersetzen. Das spart CO2 und ist sehr traditionell. Vielen Leuten leuchtete das ein. Also zogen sie los und stiegen auf Holzkohleöfen um. So wie früher, als alles viel besser war, murmelte der eine oder andere stolz. Nun ja, war früher wirklich alles besser? Und in der Tat hatte man einige Kleinigkeiten übersehen. Der aus den Stornsteinen schwallende Rauch ist in großen Mengen ein echtes Gesundheitsrisiko. In Afrika wird zum Teil heute noch auf dem offenen Holzfeuer in den Hütten gekocht, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führt.

Zum anderen hatte man übersehen, dass wir heute viel mehr Menschen sind als noch vor 200 Jahren. Wenn jeder traditionell mit Holz aus dem Wald heizen wollte, bricht das Ökosystem dort zusammen. Schon jetzt ist die Holzentnahme laut einigen Experten nicht mehr nachhaltig. Auf Euractiv warnte Linde Zuidema am 8. Januar 2018 vor den Auswirkungen der exzessiven Bioenergie-Nutzung. Diese schade nicht nur dem Wald und dem Klima, sondern auch der Gesundheite der Menschen.

The EU’s bioenergy policy isn’t just damaging the climate and forests, it’s killing people
[...] Quite apart from its disastrous environmental impact, there’s another reason any legislation which increases biomass burning for heating and power should be strenuously resisted. And it’s one that – until now – has been largely overlooked. New research for Fern by Dr Mike Holland, a leading independent air pollution expert, reveals the perilous cost to EU citizens’ health from burning solid biomass. It indicates that tens of thousands of EU citizens are dying prematurely every year as a result of exposure to air pollution from burning solid biomass. Other health impacts include cancers, cardiac and respiratory complaints, asthma attacks and working days lost to ill health.

Ganzen Artikel auf Euractiv lesen.

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Alles zu Stromspeichern gibt es bei Alfred Brandenberger.

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Spiegel Online im März 2017:

Elektrobusse in Deutschland Zu teuer, zu unzuverlässig, zu aufwendig
Während sich der Markt der Elektroautos entwickelt, stockt es bei E-Bussen noch. Schon bei der Anschaffung wird es schwierig. Vor allem aber können sich die Fuhrunternehmen nicht auf sie verlassen.

Weiterlesen auf Spiegel Online

 

Hurrikanaktivität hat während der vergangenen 65 Jahre abgenommen

Die Hurrikansaison ist erstmal vorbei. Das bietet eine gute Gelegenheit, unaufgeregt in die Fachliteratur hineinszuschauen. Was gibt es Neues? Am 8. Dezember 2017 erschien in den Geophysical Research Letters eine Arbeit von Ryan Truchelut und Erica Staehling. Sie untersuchten die Entwicklung der nordamerikanischen Hurrikane auf Basis der sogenannten “angehäuften Zyklonenergie” (accumulated cyclone energy, ACE). Die Forscher fanden eine statistisch signifikante Abnahme der Hurrikanaktivität während der vergangenen 65 Jahre. Die Hurrikanflaute der letzten Jahre (mit Ausnahme des sehr aktiven Jahres 2017) stellte dabei die inaktivste Phase des gesamten Untersuchungszeitraums dar. Abstract:

An Energetic Perspective on United States Tropical Cyclone Landfall Droughts
The extremely active 2017 Atlantic hurricane season concluded an extended period of quiescent continental United States tropical cyclone landfall activity that began in 2006, commonly referred to as the landfall drought. We introduce an extended climatology of U.S. tropical cyclone activity based on accumulated cyclone energy (ACE) and use this data set to investigate variability and trends in landfall activity. The drought years between 2006 and 2016 recorded an average value of total annual ACE over the U.S. that was less than 60% of the 1900–2017 average. Scaling this landfall activity metric by basin-wide activity reveals a statistically significant downward trend since 1950, with the percentage of total Atlantic ACE expended over the continental U.S. at a series minimum during the recent drought period

Das CO2 in der Atmosphäre steigt unablässig, die Hurrikanaktivität sinkt. Offenbar haben die beiden Trends wenig miteinander zu tun. Angesichts der klaren Faktenlage wundert es nicht, dass die NOAA (über das Geophysical Fluid Dynamics Laboratory, GFDL) in einem offiziellen Statement vor einer Verknüpfung von Treibhausgasen und Hurrikanen dringend warnt:

It is premature to conclude that human activities–and particularly greenhouse gas emissions that cause global warming–have already had a detectable impact on Atlantic hurricane or global tropical cyclone activity. That said, human activities may have already caused changes that are not yet detectable due to the small magnitude of the changes or observational limitations, or are not yet confidently modeled (e.g., aerosol effects on regional climate).

In Potsdam nimmt man es mit den Fakten nicht ganz so genau. Hauptsache schrill. Anlässlich des Hurrikan Harvey trat Anders Levermann in einem Rundfunkinterview am 1.9.2017 bei Radio Eins auf. Dort sagte er: Wenn es wärmer wird kommt mehr Wasserdampf in die Atmosphäre und es gibt mehr Regen und dann passiert so ein Hurrikan mit Flutkatastrophe in Houston. Ganz einfach, oder? Etwas später im Interview fügt Levermann übrigens noch ein “vielleicht” hinzu.

Was Levermann hier macht ist eine schlimme Irreführung der Hörer, denn die Abnahme der Hurrikanaktivität während der letzten 65 Jahre spricht eindeutig gegen den simplistischen Ansatz. Bei der BBC geht man seriöser an die Sache und verschweigt die Komplexität nicht. Gerade die Verbindung von Hurrikanen und Klimawandel ist sehr schwierig herzustellen denn es gibt viele Effekte die zu beachten sind. Neben den thermodynamischen kommen strömungstechnische hinzu und die Zuweisung des Ereignisses zum Klimawandel ist kaum möglich da sich die beteiligten Faktoren verstärken oder auslöschen können. Eine genügend auflösende Modellierung ist auch nicht möglich. In Houston kam eine blockierende Wetterlage hinzu, sie bewirkte das lange Verharren des Regens über einem kleinen städtischen Raum.

Wer da mal so einfach behauptet, dass ein (gewisser..welcher?) Teil des Desasters dem menschgemachten Klimawandel zuzuschreiben ist und auch die Freud’sche Fehlleistung eines relativierenden “vielleicht” korrigiert, macht es sich viel zu einfach. Der Versprecher offenbart übrigens, dass Levermann es besser weiß. Das “vielleicht” war nur kontraproduktiv für die Propagandamission. Alle Katastrophen müssen zwanghaft dem menschgemachten Klimawandel zugewiesen werden. Ein “vielleicht” stört da nur. Die Auflösung der Frage wo das Problem in Houston lag, findet man übrigens auch im Artikel von BBC:

“Climate change did not make people build along a vulnerable coastline so the disaster itself is our choice and is not linked to climate change.”

Auch bei der ARD ist man vorsichtig geworden. Der TV-Meteorologe Donald Bäcker erteilte den Postdamer Schnellschüssen eine klare Absage.

Im Juni 2017, zu Beginn der Hurrikansaison, veröffentlichten Judith Curry und CFAN eine Prognose. Darin gingen sie von einer überdurchschnittlichen Aktivität aus. Sie hatten Recht. Wenn das auch im nächsten Jahr so gut klappt, dann gäbe es eine wichtige neue Vorhersagemethode, die für die Gesellschaft zwecks Vorsorge überaus nützlich wäre.

Noch mehr Prognosen: Hurrikane haben einen gewissen Vorlauf. Auf Satellitenbildern kann man die Entstehung der Stürme vor Westafrika verfolgen. Aber nicht alle afrikanischen Babyhurrikane schaffen es über den Atlantik nach Amerika. Die Tel Aviv University hat jetzt ein Modell entwickelt, mit dem man bestimmen kann, welche Stürme gefährlich und welche sich auflösen werden. Pressemitteilung hier.

Mittelfristig lässt sich die Hurrikanaktivität ganz gut vorhersagen, denn sie ist eng an den AMO-Ozeanzyklus gekoppelt, die Atlantische Multidekadenoszillation, die eine Periodizität von 60 Jahren besitzt. Michel de Rougemont erinnerte daran in einem Aufsatz in WUWT.

In der FAZ wies Winand von Petersdorff am 31. August 2017 auf einen wichtigen Schadensfaktor von Hurrikan Harvey hin:

Flut in Houston: Das menschengemachte Desaster
Der Großraum Houston boomt seit Jahren. Der Preis: Viele Häuser entstanden in klassischem Hochwassergebiet. Das Risiko dafür trägt der amerikanische Steuerzahler. [...] Die gewaltigen Kosten entstehen vor allem, weil der seit Jahren boomende Großraum Houston mit seinen 6,5 Millionen Menschen im großen Stil Bebauungen in Niederungen zugelassen hat, die regelmäßig von Überflutungen und Hochwasser heimgesucht werden. Nicht umsonst ist Houston für seine liberale Baugesetzgebung im ganzen Land bekannt. Die Bebauungen, des Seeblicks wegen oft rund um kleine Buchten errichtet, produzieren gleich mehrere Probleme. Die Häuser werden häufiger als üblich von Naturkatastrophen getroffen.

Weiterlesen in der FAZ

 

Arktische Rußproblematik sollte vor allem von arktischen Ländern angegangen werden

Sie erinnern sich: Klimaforscher hatten den Ruß in ihren Klimagleichungen doch glatt vergessen. Als sich dann aber herausstellte, dass der Ruß viel stärker wärmt als lange angenommen, war guter Rat teuer. Wem sollte man denn nun die Wärmleistung im Gegenzug wegnehmen? Dem CO2? Das glauben Sie ja selber nicht, das gäbe doch nur einen politischen Eklat. Also erhöhte man kurzerhand die Kühlleistung der Schwefeldioxid-Aerosole, dann “passte” es wieder. Die entsprechenden Schwefeldioxid-Kollegen wurden sozusagen alt erwischt und erstarrten für ein, zwei Jahre. Aber langsam tauten sie wieder auf und wehrten sich gegen diesen Rechentrick. Sie schraubten die Kühlwirkung wieder zurück und identifizierten den wahren Kandidaten: Das CO2, das in Wirklichkeit gar nicht so stark erwärmt. Auf die nächste Episode in dieser Seifenoper kann man gespannt sein. Denn nun müssten eigentlich die Klimamodellierer das alles in ihre Simlationen einbauen und eine deutliche geringere Erwärmung für die kommenden Jahrzehnte prognostizieren. Noch halten sie ihre Karten aber verdeckt. Erst zum neuen IPCC-Bericht wird man hier wohl Neuigkeiten erwarten können. Welchen Hasen zaubern sie wohl diesmal aus dem Hut?

Eine Gruppe um Francesco Muschitiello fand jetzt heraus, dass vulkanischer Ruß viel weiter durch die Atmosphäre transortiert wird als gedacht, und es sogar bis auf die polaren Eisschilde schafft. Dort verstärkt der vulkanische Ruß dann das Abschmelzen des Eises. Währenddessen wird es in anderen Teilen der Welt kälter, nämlich durch das vulkanische Schwefeldioxid aus dem selben Ausbruch.

Aber nur vulkanischer Ruß wird in die hohe Atmosphäre geworfen und schafft es in die Arktis. Ruß aus anderen Quellen hat offenbar viel kürzere Reichweiten. Das wurde auch in einer kürzlichen Studie von Stine Aakre und Kollegen klar, die Anfang 2018 in Nature Climate Change erschien. Die Autoren stellen darin klar, dass das arktische Eis vor allem von Ruß aus arktischen Quellen bedroht wird. Aus diesem Grund müssten vor allem die arktischen Anrainerländer ihren Ruß-Ausstoß selber reduzieren. Im Gegensatz zum globalen CO2-Phänomen, muss die arktische Rußproblematik eher regional angegangen werden. Hier der Abstract:

Incentives for small clubs of Arctic countries to limit black carbon and methane emissions
Although addressing climate change will ultimately require global cooperation, substantial progress may be achieved through small clubs of countries, where it is easier to forge and implement deals needed for policy coordination. Here we quantify the gains from cooperation in the Arctic region and find that nearly 90% of the potential for abating black carbon can be reached by countries acting in self-interest alone because soot, the main source of black carbon, causes severe harm to human health along with warming. Abating methane, by contrast, requires more cooperation because impacts are more diffused geographically. Well-designed clubs with as few as four members can realize more than 80% of the full group cooperation potential for reducing these pollutants. The pivotal player in every effective club is Russia—most other members of the Arctic Council, the institution most focused on advancing the collective interests of the region, offer little leverage on the problems at hand.

 

 

Weniger Hitzewellen: Schrumpfendes arktisches Meereis führt zu kälteren Sommern in mittleren Breiten

Nach einem starken Rückgang des Meereises auf der Nord- und Südhalbkugel, erholt sich das Eis derzeit wieder und wächst (Climate4You, Dezember 2017, pdf). Allerdings erscheint insbesondere das arktische Meereis immer noch recht mickrig, im Vergleich zu den Vorjahreswerten. Zwischenzeitlich gab es Bedenken, dass die Eismessungen auch robust genug sind. Im Jahr 2016 unterlief dem National Snow & Ice Data Center (NSIDC) offenbar ein Fehler, ein Vorfall der in der Folge als “Icegate” betitelt wurde. Im April 2016 meldete das NSIDC, dass ein Sensor an einem Satelliten defekt war, und unterbrach die Messungen. Erst im Mai 2016 ging es dann mit provisorischen Daten weiter. Immer wieder gab es zackige Ausreißer in den Kurven, die sich als Artefakte herausstellten. Im Januar 2018 konnte dann Tom Wiita auf WUWT zeigen, dass das NSDIC kräftig an den Daten geschraub hat. Am Beispiel des arktischen Oktober-Meereises wurde klar, dass sich die Berechnungsmethode geändert hat, so dass sich die Gesamteisfläche in der neuen Rechenart reduziert hat. Dies sollte man beim Vergleich alter und neuer Daten stets berücksichtigen.

Erinnern Sie sich? Das schrumpfende arktische Meereis sollte zu mehr Kältewellen in Europa führen, erklärten uns einige Wissenschaftler. Die Kältewellen passten nicht so recht in das alarmistische Klimagedankengebäude. Vor zwei Jahren berichteten dann Wu et al. (2016), dass das fehlende Eis auch die Sommer in den mittleren Breiten der Nordhalbkugel, also auch in Mitteleuropa, abkühlen lässt. Vermehrte Hitzewellen wären demnach in Zukunft ersteinmal nicht zu erwarten. Abstract:

Suppressed midlatitude summer atmospheric warming by Arctic sea ice loss during 1979–2012
Since the 1980s, rapid Arctic warming, sea ice decline, and weakening summer circulation have coincided with an increasing number of extreme heat waves and other destructive weather events in the Northern Hemisphere (NH) midlatitudes in summer. Recent papers disagree about whether such high-impact events are related to Arctic warming and/or ice loss. Here we use atmospheric model ensemble simulations to attribute effects of sea ice loss and other factors on observed summer climate trends during 1979–2012. The ongoing greenhouse gas buildup and resulting sea surface temperature warming outside the Arctic explains nearly all land warming and a significant portion of observed weakening zonal winds in the NH midlatitudes. However, sea ice loss has induced a negative Arctic Oscillation(AO)-type circulation with significant summer surface and tropospheric cooling trends over large portions of the NH midlatitudes, which reduce the warming and might reduce the probability of regional severe hot summers.

 

Gelangt ein Teil des grönländischen Schmelzwassers gar nicht in den Ozean, sondern gefriert wieder im Untergrund?

Das grönländische Inlandeis schmilzt, das steht außer Frage. Aber ist der Beitrag zum Meeresspiegelanstieg wirklich so große wie immer angenommen? Ein Artikel von Horst Rademacher in der FAZ am 14. Januar 2018 zu einem interessanten neuen Paper lässt aufhorchen:

Klimawandel: Wohin strömt Grönlands schmelzender Eispanzer?
Große Mengen des abfließenden Schmelzwassers versickern vor Ort auf Grönland und gelangen daher nicht ins Meer. Ist der Beitrag des schmelzendes Eispanzers zum Meeresspiegelanstieg überschätzt worden? [...] Wie die Wissenschaftler um Smith in den „Proceedings“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften berichten, fließt aus der Wasserscheide aber erheblich weniger Schmelzwasser ab, als es die Berechnungen verschiedener numerischer Modelle eigentlich erwarten lassen. Die Unterschiede zwischen den Ergebnissen der Modellrechnungen und den aktuell gemessenen Werten beträgt dabei bis zu sechzig Prozent. Diese deutliche Diskrepanz ist nach Meinung von Smith und seinen Kollegen teilweise darauf zurückzuführen, dass ein Teil des Schmelzwassers in poröse, tiefer unter der Oberfläche liegende Eisschichten eindringt, dort längere Zeit verbleibt und möglicherweise sogar wieder gefriert. Nun wird überlegt, wie sich jene theoretischen Modelle, welche die Massenbilanz des Eises auf Grönland numerisch simulieren, an die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort anpassen lassen.

Ganzen Artikel in der FAZ lesen.

Eine spannende Sache. Steckt hier auch  die Lösung für die Diskrepanz des globalen Meeresspiegelanstiegs, der laut Küstenpegeln nur gut halb so hoch ist als theoretisch von Satelliten abgeleitet?

Immer wieder müssen grönländische Küstengletscher als Klimaalarmthema herhalten. Eine Gruppe um  Anders Anker Bjørk hat sich die Entwicklung dieser Gletscher nun für die vergangenen 100 Jahre angeschaut und kommt zu einem überraschenden Schluss: Die Gletscher “tanzen” im Takte der Nordatlantischen Oszillatuion (NAO), einem wichtigen atlantischen Ozeanzyklus, der Schmelzen und Wachstum steuert. Momentan schmelzen sie wieder. Allerdings schmolzen sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts schonmal deutlich schneller, als natürlicher Wärmerebound nach der Kleinen Eiszeit. Hier der Abstract aus nature climate change:

Changes in Greenland’s peripheral glaciers linked to the North Atlantic Oscillation
Glaciers and ice caps peripheral to the main Greenland Ice Sheet contribute markedly to sea-level rise1,2,3. Their changes and variability, however, have been difficult to quantify on multi-decadal timescales due to an absence of long-term data4. Here, using historical aerial surveys, expedition photographs, spy satellite imagery and new remote-sensing products, we map glacier length fluctuations of approximately 350 peripheral glaciers and ice caps in East and West Greenland since 1890. Peripheral glaciers are found to have recently undergone a widespread and significant retreat at rates of 12.2 m per year and 16.6 m per year in East and West Greenland, respectively; these changes are exceeded in severity only by the early twentieth century post-Little-Ice-Age retreat. Regional changes in ice volume, as reflected by glacier length, are further shown to be related to changes in precipitation associated with the North Atlantic Oscillation (NAO), with a distinct east–west asymmetry; positive phases of the NAO increase accumulation, and thereby glacier growth, in the eastern periphery, whereas opposite effects are observed in the western periphery. Thus, with projected trends towards positive NAO in the future5,6, eastern peripheral glaciers may remain relatively stable, while western peripheral glaciers will continue to diminish.

 

Foto: Russell Gletscher bei Kangerlussuaq in Grönland, Kalben im Spätsommer. Foto: Greenland Travel. Verwendung mit freundicher Genehmigung.

 

Auswertung von Wolken über Schifffahrtsrouten gibt Grund zur Hoffnung: Wird die Erwärmungswirkung des CO2 überschätzt?

Sie erinnern sich an den “Aerosoljoker” den wir bereits in unserem Buch ‘Die kalte Sonne’ beschrieben haben. Der Joker wurde zwischenzeitlich ein Stück weit enttarnt. Das Hamburger Max-Planck-Institut sowie die überwiegende Mehrheit der weltweiten Schwebstoffteilchenexperten erklärten dem Jokerkonzept eine klare Absage. Ein Ausgleich übersteigerter CO2-Erwärmungsraten durch kühlende Aersole ist unwahrscheinlich. Im Juli 2017 fasste Frank Bosse im Blog Climate Etc. die neuen Entwicklungen zusammen. Ganz bitter kommt es jetzt für die Modelle, die plötzlich komplett überhitzt dastehen und eigentlich die CO2-Klimasensitivität enorm zurückfahren müssten. Aber ist dies politisch überhaupt möglich?

Am 28. Dezember 2017 kam dann der nächste Paukenschlag. Eine Forschergruppe um Velle Toll publizierte in den Geophysical Research Letters eine Analyse zu Wolkenbildung über Schiffsrouten, bei dem das Zusammenspiel mit den Abgaspartikeln einen guten Hinweis auf die Klimawirkung von Aerosolen gibt. Das Fazit geht in die selbe Richtung wie zuvor: Der Aerosol-Joker funktioniert nicht. Die zusammenphantasierte starke CO2-Erwärmung kann nicht durch Aerosole abgepuffert werden. Damit gibt es jetzt ein Riesenproblem beim Realitätscheck. Laut Modell sollte es auf der Erde schon viel heißer sein, was aber nicht der Fall ist. Die Klimamodelle stimmen so nicht. Dem einen oder anderen Alarmisten hat dies sicher schon schlaflose Nächte bereitet. Wie lange noch, bis der Klimaalarm vollends auffliegt? Hier der Abstract der Studie von Velle et al. 2017:

Volcano and Ship Tracks Indicate Excessive Aerosol-Induced Cloud Water Increases in a Climate Model
Aerosol-cloud interaction is the most uncertain mechanism of anthropogenic radiative forcing of Earth’s climate, and aerosol-induced cloud water changes are particularly poorly constrained in climate models. By combining satellite retrievals of volcano and ship tracks in stratocumulus clouds, we compile a unique observational data set and confirm that liquid water path (LWP) responses to aerosols are bidirectional, and on average the increases in LWP are closely compensated by the decreases. Moreover, the meteorological parameters controlling the LWP responses are strikingly similar between the volcano and ship tracks. In stark contrast to observations, there are substantial unidirectional increases in LWP in the Hadley Centre climate model, because the model accounts only for the decreased precipitation efficiency and not for the enhanced entrainment drying. If the LWP increases in the model were compensated by the decreases as the observations suggest, its indirect aerosol radiative forcing in stratocumulus regions would decrease by 45%.

Und hier noch die Zusammenfassung in der vereinfachten Form:

It remains unclear how much of the global warming induced by greenhouse gases is offset by aerosols because the effect of aerosol particles on clouds is the most uncertain mechanism of forcing of Earth’s climate by human activities. Cloud water responses to aerosols are especially uncertain. Here we compare the properties of low marine clouds impacted by volcanic and ship emissions with the properties of the nearby unpolluted clouds in order to increase the understanding of aerosol impacts on clouds. Clouds impacted by emissions from volcanoes and ships lose or gain water depending on meteorological conditions, but on average the amount of water does not change much in the polluted clouds. These observations disagree with the systematic increases in cloud water in response to aerosols simulated by the Hadley Centre climate model. This model, like other contemporary climate models, only accounts for cloud water increases that result from decreased precipitation efficiency and does not account for the enhanced drying in polluted clouds. Our results suggest that the ability of aerosols to offset global warming might be overestimated. The observational constraints derived here on aerosol-induced cloud water changes would ultimately translate into reduced uncertainties in projections of the future climate.

Auch Scott et al. 2018 fanden, dass die Aerosolmodelle noch viel zu einfach gestrickt sind. Samset et al. 2018 sorgen sich unterdessen, dass die Säuberung der Atmosphäre von den industriellen Sünden des 20. Jahrhunderts zu einer enormen globalen Erwärmung führen könnte, die viel stärker ausfällt als durch CO2. Oder irren sie sich, weil sie noch immer eine viel zu hohe Kühlwirkung annehmen?

 

Aus Satellitendaten ist keine Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs während der vergangenen 25 Jahre erkennbar

Was macht eigentlich der globale Meeresspiegel? Lange nichts mehr von ihm gehört. Erste Anlaufstelle ist Climate4You, wo man die aktuellen Klimadaten schön aufbereitet findet. Seltsamerweise reichen die Daten des Newsletter Dezember 2017 aber nur bis 2016 zurück, seltsam. Daher schauen wir bei der Originalquelle, der University of Colorado. Wieder dasselbe, die Daten hören Ende 2016 auf. Was ist mit 2017?

Die Satellitendaten durchlaufen eine Reihe von Bearbeitungsschritten, bevor sie in Anstiegsraten von Millimeter pro Jahr übersetzt werden können. Im April 2017 erschien eine Studie in den Geophysical Research Letters, bei der die Korrekturen neu justiert wurden. Dabei zeigte sich, dass die Anstiegsrate seit 1993 im Durchschnitt nicht bei knapp 3,3 mm/Jahr lag, sondern nur bei 3,0 mm/Jahr. Das war für die Alarmisten natürlich nicht schön. Umso bizarrer ist eine Schlagzeile in Nature zur Studie, die daraus etwas ganz anderes macht:

Satellite snafu masked true sea-level rise for decades
Revised tallies confirm that the rate of sea-level rise is accelerating as the Earth warms and ice sheets thaw.

Man vertuscht kurzerhand die insgesamt erniedrigte Anstiegsrate und pickt sich die ungleiche Verteilung des Anstiegs im Zeitraum heraus. Dabei werden alle natürlichen Variabilitäten durch Ozeanzyklen ignoriert. In Wirklichkeit ist aber von einer gesteigerten Anstiegsrate keine Spur zu finden, wie Willis Eschenbach auf WUWT vorrechnet. Das bestätigt auch eine NASA Studie aus dem November 2017 im Journal of Geophysical Research (Beckley et al. 2017):

On the “Cal-Mode” Correction to TOPEX Satellite Altimetry and Its Effect on the Global Mean Sea Level Time Series
Comparison of satellite altimetry against a high-quality network of tide gauges suggests that sea-surface heights from the TOPEX altimeter may be biased by ±5 mm, in an approximate piecewise linear, or U-shaped, drift. This has been previously reported in at least two other studies. The bias is probably caused by use of an internal calibration-mode range correction, included in the TOPEX “net instrument” correction, which is suspect owing to changes in the altimeter’s point target response. Removal of this correction appears to mitigate most of the drift problem. In addition, a new time series based on retracking the TOPEX waveforms, again without the calibration-mode correction, also reduces the drift aside for a clear problem during the first 2 years. With revision, the TOPEX measurements, combined with successor Jason altimeter measurements, show global mean sea level rising fairly steadily throughout most of 24 year time period, with rates around 3 mm/yr, although higher over the last few years.

Wie bereits beim Erwärmungshiatus, schießen nun die Ideen ins Kraut, weshalb sich der Meeressiegelanstieg nicht beschleunigt. In einer Pressemitteilung der National Science Foundation müssen jetzt sogar schon Vulkanausbrüche dafür herhalten, den Meeresspiegel aufgehalten zu haben… Auf die Idee, dass hier Ozeanzyklen eine Rolle spielen, kommen die NSF-Forscher offenbar nicht.

Bei all diesen Eingriffen in die Satelliten-Daten, muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen in die Satellitenmessungen zum Meeresspiegel leidet. So schlägt Mörner (2017) vor, die satellitenbasierten Meeresspieglmessungen hinten an zu stellen und wieder verstärkt auf Küstenpegelmessungen zu setzen, die im Übrigen deutlich verringerte Raten von nur 1,5-2 mm/Jahr anzeigen. Ein klassischer Fall, wo harte Fakten ignoriert, und mathematische Berechnungen präferiert werden.

Auch für die Zukunft könnte es gar nicht so schlecht aussehen, wie oftmals befürchtet. Denn Wissenschaftler gehen von einer Verstärkung des Schneefalls in der Antarktis aus, die große Mengen an Wasser in der südlichen Polkappe binden wird, was den Meeresspiegelanstieg verlangsamt. Der politische Klimaalarm ist das eine, verlässliche Planung das andere. Judith Curry verließ vor wenigen Jahren die Wissenschaft, um Firmen und Behörden im Bereich des Klimawandels zu beraten. Bei ihr haben sich jetzt etliche Kunden gemeldet und sie beauftragt, eine seriöse Analyse des bisherigen Meeresspiegelanstiegs abzugeben, und zudem eine Prognose für die Zukunft zu wagen.

In einem separaten zweiten Teil fasst Curry ihre bisherigen Erkenntnisse zusammen:

The geological record for sea level rise provides important context for recent sea level rise. However, the uncertainties in the geological sea level  record are substantial, associated with sparse sampling, uncertainties in the proxy methods and uncertainties in the analysis methods. Is the 20th century sea level rise unusual? Sea level was apparently higher at the time of the Holocene Climate Optimum (~ 5 ka), at least in some regions. I have not seen an overall assessment of this, but there have recently been numerous publications providing local evidence for higher sea levels during this period. Whether or not sea level was higher during the Medieval Warm Period than current levels remains uncertain, and there is substantial disagreement among different reconstructions on the sea level during the MWP, with the Grinsted et al finding substantially higher sea level values during the MWP (around 1150 AD). Kopp et al. find the 20th century rate of sea level rise to be the highest in the last 27 centuries. However, since their data is barely resolved at 100 year time scales (with decimeter vertical resolution), I would not place  high confidence in their conclusion. Eyeball examination of Grinsted et al.’s Figure 7 shows possibly higher rate of sea level rise between ~1000 and 1100 AD. Overall, I find Kopp et al.’s analysis to be more convincing (apart from overconfidence in the relative rate of 20th century sea level rise). The pace of interesting and important paleo sea level rise research seems to have accelerated since publication of the AR5, I will be following this closely.

 

Klimawandel: Italienische Restaurants bieten nur noch Pizza Drei Jahreszeiten an

Anna Veronika Wendland am 22. Januar 2018 auf achgut.com:

Klima-Orthorexie oder: Spaghetti mit CO2-frei
Der Ausdruck „Orthorexia nervosa“, so informiert uns die Wikipedia, „ist der vorgeschlagene Name für das Krankheitsbild einer Essstörung, bei der die übermäßige Beschäftigung mit der Qualität der Lebensmittel aufgrund selbst auferlegter Regeln zu psychischen oder physischen Beeinträchtigungen führt.“ Die Frage, ob man dieses Verhältnis eines – früher hätte man gesagt, schrulligen – Individuums zu seinem Essen überhaupt pathologisieren sollte, ist in der Fachliteratur hoch umstritten. Zumal wir es hier offensichtlich mit einem öffentlichen Diskurs zu tun haben, der durch staatliche Subventionen und Subventiönchen am Laufen gehalten wird und nebenbei eine Menge junger smarter „Wir-nennen-es-Arbeit“-Fuzzis in Lohn und Brot bringt. Kann also krank sein, wer einfach macht, was die Regierung möchte? Die neueste Blüte unseres energetisch-klimatischen Ablasshandels ist die „Klimateller-App“. Diese Internet-Anwendung, die mit staatlichen Fördergeldern erstellt wurde, hilft orthorektischen Planeten-Rettern, festzustellen, wo und wie man klimaschonend speist:

Weiterlesen auf achgut.com

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Der Postillon am 13. Januar 2018:

Klimawandel: Italienische Restaurants bieten nur noch Pizza Drei Jahreszeiten an
Wer derzeit beim Italiener in die Speisekarte blickt, könnte im ersten Augenblick denken, er sieht nicht recht. Denn inzwischen bieten immer mehr Restaurants anstelle der beliebten Pizza Quattro Stagioni nur noch Pizza Tre Stagioni an. Schuld ist offenbar der Klimawandel.

Weizerlesen im Postillon

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Kennen Sie schon die Klimazeitmaschine der NASA? Dort kann man Karten mit Anomalien zum Meeresspiegel, Temperaturen und Meereis jahresgenau anschauen.

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Großes Klimadrama in der FAZ am 22. Januar 2018. Zwei Mathematikerinnen reisen auf einem Forschungsschiff in die Antarktis. Was ist daran besonders? Hat es das nicht scho tausendfach gegeben? Rechnet es sich am Südpol besser als am heimischen Schreibtisch? Lesen Sie selbst:

Wir sind einem der möglicherweise größten Dramen der Menschheitsgeschichte auf der Spur: das ewige Eis ist in Bewegung, es verliert an Masse, und das lässt in der Zukunft den Meeresspiegel steigen. Im Extremfall um viele Meter weltweit.

Einfach herrlich. Das Antarktis-Inlandeis wächst derzeit und in den letzten 100 Jahren ist kein statistisch signifikanter Temperaturtrend erkennbar. Trotzdem schlagen die beiden PIK-Forscherinnen Klimaalarm. Emotionen statt Fakten, eine fragwürdige Strategie.

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New York verklagt Ölfirmen wegen des Klimawandels. Zeit Online am 11. Januar 2018:

New York verklagt Ölkonzerne
Die US-Metropole wirft BP, Shell und weiteren Firmen vor, die Öffentlichkeit aus Gier über die Folgen des Klimawandels getäuscht zu haben. Dafür sollen sie nun zahlen.

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Klimaforscher machen auf der Welle der Klimaangst großes Geld. Forschungsförderung, Arbeitsgruppen, Karrieren, öffentliche Auftritte: Das alles funktioniert vor allem, wenn der Klimawandel richtig gefährlich erscheint. Natürlich weisen Klimalarmisten diese Anschuldigungen weit von sich, wie sollte es auch anders sein. Silke Schilling am 16. Januar 2018 auf spektrum.de:

Klimawandel: Handeln Klimaforscher aus finanziellem Kalkül?
Der Unterstellung, Klimawissenschaftler würden aus finanziellem Eigeninteresse handeln, hat ideologische Gründe.

Der Artikel ist im Prinzip ohne nennenswerten Inhalt. Unklar ist, weshalb spektrum.de ihn überhaupt bringt. Ziemlich enttäuschend.

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Transform Magazin am 10. Januar 2018:

Klimawandel – Warum uns das Weltuntergangsgerede nicht weiterbringt
Klimawandel. Wenn man davon hört, ist der Tenor schnell klar: Apokalypse, Desaster, Welteruntergang. Eigentlich haben wir gar keine Chance, den Klimawandel aufzuhalten und die Menschheit vor der größten Katastrophe überhaupt zu bewahren. Doch genau hier liegt das Problem: Solange wir es nicht schaffen, diese Herausforderung als Chance zu sehen und Hoffnung anstelle von Verzweiflung treten zu lassen, so lange wird sich auch nicht wirklich etwas ändern. Ein Plädoyer für mehr Zukunftsoptimismus im Kampf gegen den Klimawandel.

Weiterlesen im Transform Magazin

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Sammlung von Klimazitaten auf Alfred Brandenbergers Webseite. Cartoons und weitere Aussagen zum Klimawandel hier.